Die Aufgaben der UN in Bezug auf den Klimawandel sind vielfältig und reichen von konkreten Aktivitäten vor Ort zum Schutze der Betroffenen vor den Auswirkungen des Klimawandels, bis hin zu Politikempfehlungen und Gestaltung der internationalen Klimapolitik. Unumstritten gelten die Vereinten Nationen als das zentrale Forum zum Thema Klimawandel und globaler Klimaschutz. Von der ersten Weltklimakonferenz der Weltmeterologieorganisation (WMO) im Jahre 1979 hat sich bis heute im Rahmen der UN ein globales Klimaregime entwickelt. "Die Vereinten Nationen sind gleichermaßen Antreiber und Handlungsrahmen der internationalen Klimapolitik", heißt es dazu in einem Hintergrundbeitrag der Zeitschrift VEREINTE NATIONEN.
Heute steht die internationale Klimapolitik vor entscheidenden Weichenstellungen. 2012 laufen die bisherigen Vereinbarungen des Kyoto-Protokolls aus. Nur wenn im Jahr 2009 in Kopenhagen gelingt, ein verbindliches Folge-Abkommen zu unterzeichnen, um klimaschädliche Emissionen stärker zu reduzieren, können die dramatischen globalen Auswirkungen noch abgewendet werden. Parallel dazu gilt es vor allem, die Entwicklungsländer dabei zu unterstützen, Anpassungsprojekte an den schon jetzt nicht mehr zu vermeidenden Klimawandel auf den Weg zu bringen. Heft 1/2008 der von der DGVN herausgegebenen
EINE WELT PRESSE zeigt eindrückliche Beispiele, welche Herausforderungen dabei auf die Weltgemeinschaft zukommen.
Wieder einmal trafen sich Regierungsvertreter aus aller Welt, um die Grundlagen für ein neues internationales Klimaabkommen auszuhandeln. Die UN-Verhandlungen in Bonn waren von einem konstruktiven Geist geprägt, aber die Hürden für ein neues Abkommen sind weiterhin hoch, zu hoch?
Die Wüsten in aller Welt dehnen sich anscheinend unaufhaltsam aus. Bei einer Wissenschaftskonferenz in Bonn wurde diskutiert, wie die weitere Ausbreitung der Wüstengebiete gestoppt werden kann. Aber auch in gemäßigten Zonen sind die Bodenqualität und damit die Nutzbarkeit landwirtschaftlicher Flächen für die Welternährung gefährdet. Eine Erkenntnis des Treffens in Bonn: Nichthandeln wird sehr teuer!
Ein Grüner Klimafonds der Vereinten Nationen soll es Entwicklungsländern ermöglichen, Klimaprogramme zu finanzieren. Es gibt noch offene Punkte, aber bei einem Treffen des Direktoriums in Berlin wurden wichtige Weichenstellungen vorgenommen. Viel wird nun davon abhängen, in welchem Umfang die Zivilgesellschaft in die Umsetzung des Programms einbezogen wird.
17.000 afrikanische Elefanten werden jedes Jahr von Wilderern getötet, um an das Elfenbein der Stoßzähne zu gelangen. Gut organisierte internationale Banden töten auch Nashörner, nehmen Menschenaffen gefangen und stehlen Edelhölzer aus tropischen Regenwäldern. Um diesem Treiben ein Ende zu bereiten, arbeiten die Regierungen der Welt beim Schutz von bedrohten Tieren und Pflanzen zusammen. Gerade ist eine Artenschutzkonferenz in Bangkok zu Ende gegangen, die auch nach Auffassung von Tier- und Naturschutzorganisationen ein großer Erfolg war.
Viele kleine Initiativen verändern die Welt in Richtung auf eine grüne Wirtschaft. Aber die Addition solcher Initiativen ergibt noch keinen nachhaltigen Übergang zu einem anderen Wirtschaft. Es bedarf übergreifender politischer und wirtschaftlicher Konzepte. Dabei wollen die Vereinten Nationen den einzelnen Ländern nun helfen.
Mangrovenwälder, Seegraswiesen und Salzwassermarschgebiete speichern große Mengen Kohlendioxid. Oft wird noch übersehen, welchen Beitrag diese Ökosysteme zur Stabilisierung des globalen Klimas leisten. Um das Wissen über diesen „blauen Kohlenstoff“ zu verbessen, hat das UN-Umweltprogramm UNEP das Internet-Portal „Blue Carbon Portal“ initiiert.
Nicht mit einem Paukenschlag, sondern mit mehreren gezielt eingesetzten Hammerschlägen beendete Abdullah Bin Hamad Al-Attija, Präsident der UN-Klimakonferenz aus Katar, am Samstag fast 24 Stunden später als geplant das zweiwöchige Treffen von Regierungsvertretern aus 194 Ländern in Doha.
Mit einem Appell bemühte sich Christina Figueres, die Exekutivsekretärin des UN-Klimasekretariats UNFCCC, die Delegierten aus mehr als 190 Ländern zu entschiedenem Handeln zum Schutz des Klimas zu veranlassen.
Der Aufwand ist gewaltig, wenn Tausende Delegierte und Beobachter an den Persischen Golf reisen und über die Begrenzung des Klimawandels beraten, aber die Erwartungen sind gedämpft. Vom 26. November bis 7. Dezember wird die diesjährige UN-Klimakonferenz in Doha (Katar) stattfinden.
„Wir gratulieren Südkorea, auch wenn es aus unserer Sicht natürlich sehr schade ist, dass Bonn nicht zum Zuge gekommen ist, Bonn hatte eine hervorragende Kandidatur", sagte Bundesaußenminister Guido Westerwelle, nachdem sich das Direktorium des Grünen Klimafonds der Vereinten Nationen am 20. Oktober 2012 für die südkoreanische Stadt Songdo als Sitz des Sekretariats des Fonds entschieden hatte.
Die UNFCCC-Exekutivsekretärin, Christina Figueres, war erleichtert, als sie am Ende der Verhandlungen verkünden konnte: „Die Regierungsvertreter sind in zentralen Themen weiter vorangekommen, als viele erwartet hatten. Sie haben damit die Aussichten auf den nächsten erfolgreichen Schritt in Doha verbessert.“
UN-Generalsekretär Ban Ki-moon stellte im südkoreanischen Yeosu anlässlich des 30. Jubiläums der UN-Seerechtskonvention von 1982 seine Pläne für die Initiative "Oceans Compact" vor. Der Kampf gegen die weltweite Verschmutzung der Meere ist eines der Hauptanliegen in Bans fünfjähriger Agenda.
Das Sekretariat des „Weltklimarates“ hat am 11. Juni 2012 den Fahrplan für die Fertigstellung des nächsten internationalen „Sachstandsberichts“ bekanntgemacht.
Dieser Bericht zum Stand der Erkenntnisse zu Klimathemen bildet die Grundlage für politische Debatten und Entscheidungen zu internationalen Klimathemen. Der letzte Bericht erschien 2007, und der neue soll 2013 und 2014 erscheinen.
Die Dringlichkeit eines globalen Klimaabkommens wächst, aber die internationalen Verhandlungen kommen nur langsam voran. Dies zeigte sich erneut bei den Beratungen von Delegationen aus etwa 180 Ländern bei den Klimaverhandlungen im Rahmen des UN-Klimaabkommens UNFCCC in Bonn vom 14. bis 25. Mai 2012.
Der „Green Climate Fund“ gewinnt konkrete Gestalt. Wie bei der UN-Klimakonferenz in Durban/Südafrika im Dezember 2011 vereinbart, haben die Vereinten Nationen die notwendigen Schritte unternommen, damit ein Sekretariat für den Fonds eingerichtet und ein Leitungsgremium berufen werden können. Das Sekretariat wird vorläufig als autonomes Büro beim UN-Klimasekretariat (UNFCCC) in Bonn angesiedelt, und in einigen Monaten soll eine Entscheidung über den endgültigen Standort getroffen werden.
„Wir kamen mit Plan A hierher, und wir haben dieses Treffen mit Plan A beendet, um unseren Planeten für die Zukunft unserer Kinder und unserer zukünftigen Enkelkinder zu bewahren.“ Diese positive Bilanz zog die südafrikanische Außenministerin Maite Nkoana-Mashabane am Ende der UN-Klimakonferenz in Durban vom 28. November bis 11. Dezember 2011. Sie bezeichnete das Ergebnis der Konferenz als einen „historischen Meilenstein“ im Kampf gegen die Klimaerwärmung und betonte: „Wir haben einen gewaltigen Schritt vorwärts gemacht." Diese positive Bewertung wurde nicht von allen Delegierten und Beobachtern geteilt, aber die Erleichterung war groß, dass nach eineinhalb Tagen Verhandlungsverlängerung doch noch gemeinsame Beschlüsse gefasst werden konnten.
„Diese Konferenz muss den gefährdeten Menschen, all denen, die bereits unter dem Klimawandel leiden und noch unter ihm leiden werden, eine neue Gewissheit geben, dass konkrete Anpassungsmaßnahmen und Maßnahmen zur Begrenzung des Klimawandels ergriffen werden für eine sicherere Zukunft.“ Diese Hoffnung äußerte Christiana Figueres, die Exekutivsekretärin des UN-Klimasekretariats UNFCCC, in ihrer Rede zur Eröffnung der UN-Klimakonferenz in Durban am 28. November 2011. Die Konferenz, die noch bis zum 9. Dezember dauern wird, soll ein neues internationales Klimaschutzabkommen vorbereiten, das das Kyoto-Protokoll ablösen soll, das Ende 2012 ausläuft.
„Der Fortschritt, der in Panama erzielt wurde, bedeutet, dass Regierungen in den kommenden Wochen und in Durban mehr Zeit und Raum haben werden, um jene offenen Fragen zur Zukunft der internationalen Klimaordnung zu lösen, die einer politischen Wegweisung bedürfen.“ Das stellte Christina Figueres, Exekutivsekretärin des UN-Klimasekretariats UNFCCC, in einer Bilanz am Ende der UN-Klimaverhandlungen in Panama vom 1.-7. Oktober 2011 fest. Es waren die letzten internationalen Verhandlungen vor der nächsten UN-Klimakonferenz, die am 28. November in Durban/Südafrika beginnen.
Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf die Ernähungssicherheit? Welche sicherheitspolitischen Konsequenzen ergeben sich durch den Anstieg des Meeresspiegels für kleine Inselstaaten und Küstenländer? Im Rahmen der deutschen Sicherheitsratspräsidentschaft im Juli will die Bundesregierung diese und ähnliche Fragen im Sicherheitsrat debattieren. Am 20. Juli 2011 sollen dazu nicht nur die fünfzehn Ratsmitglieder zu Wort kommen, sondern alle Mitgliedstaaten können im Rahmen einer offenen Debatte ihre Ansichten artikulieren.
Die Erwartungen an die UN-Klimaverhandlungen in Bonn vom 6. bis 17. Juni 2011 waren gering, und tatsächlich waren die Ergebnisse enttäuschend. Ziel der Beratungen von über 3.000 Delegierten und Beobachtern aus mehr als 180 Ländern war es, die nächste UN-Klimakonferenz in Durban vom 28. November bis 9. Dezember vorzubereiten. Aber es wird immer unwahrscheinlicher, dass dort ein neues internationales Klimaschutzabkommen verabschiedet werden kann.
„Wir müssen zusammenarbeiten, um den ärmsten und verletzlichsten Staaten dabei zu helfen, sich an die unvermeidlichen Auswirkungen anzupassen.“ So formulierte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon in einem Grußwort ein zentrales Ziel der internationalen Gemeinschaft angesichts des globalen Klimawandels. Die mehr als 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 16. Kongresses der „Weltorganisation für Meteorologie“ (WMO) berieten vom 16. Mai bis 3. Juni 2011 in Genf, wie dieses Ziel verwirklicht werden kann.
Der Weltklimarat IPCC hat bei seiner 33. Plenarsitzung in Abu Dhabi vom 10.-12. Mai 2011 Konsequenzen aus der internationalen Debatte über Irrtümer in Berichten der Klimafachleute und dem ungeschickten Umgang der IPCC-Leitung mit diesen Fehlern gezogen. Die Vertreterinnen und Vertreter der 194 IPCC-Mitgliedsstaaten verabschiedeten außerdem einen Sonderbericht zur Rolle der erneuerbaren Energien bei der Vermeidung des Klimawandels und befassten sich mit dem Thema Feuchtgebiete und Klimawandel.
„Wieder einmal konnten die Delegierten keine Einigung in zentralen Fragen erzielen, darunter die Zukunft des Kyoto-Protokolls. Sie brachten die Gespräche praktisch von Anfang an immer wieder zu Stopps mit kreischenden Bremsen.“ So negativ wie Tasneem Essop von der Umweltschutzorganisation WWF mochten sich viele der in Bangkok versammelten Regierungsvertreter nicht äußern. Aber als die internationalen Verhandlungen über ein neues Klimaabkommen am Freitag letzter Woche zu Ende gingen, überwog Enttäuschung.
„Hier in Bangkok haben die Regierungen eine erste Möglichkeit, die konkreten Vorhaben voranzubringen, auf die sie sich in Cancún geeinigt haben. Sie können einen Weg aufzeigen, der sicherstellt, dass die nächste UN-Konferenz zum Klimawandel in Durban zu einem neuen Erfolg wird.“ So beschrieb Christina Figueres, die Exekutivsekretärin des UN-Klimasekretariats UNFCCC, ihre Erwartungen für die Klimaverhandlungen, die diese Woche in Bangkok/Thailand stattfinden.
48 Entwicklungs- und Schwellenländer haben bis zum 18. März 2011 gegenüber dem UN-Klimasekretariat UNFCCC erklärt, welche Klimaschutzziele sie in den kommenden Jahren erreichen wollen. Diese Zusagen sind juristisch nicht bindend. Sie haben aber besonders dann eine hohe politische Verbindlichkeit, wenn die Industrieländer ihre Zusage einhalten, den wirtschaftlich ärmeren Ländern finanziell und technisch dabei zu helfen, Klimaschutzmaßnahmen zu verwirklichen und mit den nicht mehr zu vermeidenden Folgen des Klimawandels fertig zu werden.
Internationale Atomenergie-Organisation in der Kritik
"Dieser Unfall ist die Folge einer beispiellosen Naturkatastrophe. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass wir eine stabile Energiequelle brauchen und etwas gegen den Klimawandel tun müssen." So umriss Yukiya Amano, der Generaldirektor der Internationalen Atomenergieorganisation IAEA, in einer Pressekonferenz am 14. März 2011 seine weiterhin positive Haltung zum Ausbau der Atomenergie nach der Katastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima.
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Mit einer Plakatserie und einem Special im Internet hat sich die DGVN an der Kampagne zum Internationalen Jahr der Wälder 2011 beteiligt.
„Die Regierungen müssen nun rasch umsetzen, was sie in Cancún vereinbart haben und dieses Jahr in Durban die nächsten großen Schritte tun“, betonte die Exekutivsekretärin des UN-Klimasekretariats UNFCCC, Christiana Figueres, am 1. März 2011 bei einem Besuch in Japan. Sie bezeichnete gegenüber der Presse die Ergebnisse der UN-Klimakonferenz in Cancún/Mexiko im letzten Dezember als soliden Schritt voran auf dem Weg zur Stärkung des globalen Klimahandelns. Auch sei dort die Grundlage für die umfassendste gemeinsame Anstrengung gelegt worden, die die Welt jemals zur Reduzierung der Treibhausgase gesehen habe.
Seit 1950 sind 1,9 Milliarden Hektar Land auf der Welt durch Degradierung schwer geschädigt worden. Diese Zahl nannte Luc Gnacadja, der Exekutivsekretär des UN-Wüstensekretariats UNCCD in Bonn, in einem Gespräch mit AlertNet, der weltweiten Nachrichtenseite zu humanitären Themen. Dieser Prozess der Verschlechterung der Bodenqualität und der Ausbreitung der Wüstengebiete wird durch Dürrekatastrophen verstärkt, die wiederum mit dem globalen Klimawandel in Verbindung stehen.
„REDD+ ist die ‚kürzeste Abkürzung’ um den Klimawandel anzugehen. Wir werden alles tun, um dies zu unterstützen.“ Das betonte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon bei einer Waldschutz-Veranstaltung am Rande der UN-Klimakonferenz in Cancún/Mexiko. REDD steht für „Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation“. Dieses UN-Programm wurde 2008 ins Leben gerufen, um die Treibhausgasemissionen durch die Zerstörung der Wälder in Entwicklungsländern zu vermindern und für den Verzicht auf eine Abholzung Ausgleichszahlungen bereitzustellen. In Cancún wurde dieses Programm als REDD+ ausgeweitet. So soll ein größeres Gewicht auf ein nachhaltiges Wald-Management gelegt werden.
Die Ergebnisse der UN-Klimakonferenz in Cancún/Mexiko haben international große Beachtung gefunden und ihren Niederschlag in zahlreichen Kommentaren in Zeitungen und Rundfunkprogrammen gefunden. Wir geben hier einen knappen Einblick in die Kommentare einiger deutscher Medien. In einem Kommentar der „Frankfurter Allgemeinen" sieht Joachim Müller-Lang gewisse Verhandlungsfortschritte, „jedenfalls gemessen an den extrem niedrigen Erwartungen und Erfahrungen der letzten Jahre".
Am Ende herrschte bei fast allen Beteiligten große Erleichterung. Nach zwei Wochen intensiver Verhandlungen mussten die Delegierten aus 194 Ländern am Morgen des 11. Dezember 2010 nicht mit leeren Händen nach Hause reisen, sondern es war gelungen, in einer Nachtsitzung in verschiedenen Punkten ein Einvernehmen zu erzielen. Damit endete die UN-Weltklimakonferenz in Cancún/Mexiko mit viel konkreteren Ergebnissen als zunächst gedacht. Viele Beobachter hatten vorher ein viel schlechteres Ergebnis befürchtet. Etwas euphorisch verkündete die mexikanische Außenministerin Patricia Espinosa: „Dies ist eine neue Ära der internationalen Zusammenarbeit gegen den Klimawandel."
UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat die Delegierten der UN-Klimakonferenz in Cancún aufgerufen, sich auf konkrete Schritte im Kampf gegen die globale Klimaerwärmung zu einigen. Es müsse versucht werden, sich wenigstens in einzelnen Punkten zu einigen, erklärte Ban Ki-moon am Dienstag dem 7. Dezember zu Beginn der Beratungen auf Ministerebene: "Wir dürfen das Perfekte nicht zum Feind des Guten werden lassen." Der UN-Generalsekretär warnte vor den Folgen eines Scheiterns der Verhandlungen: „Die Stabilität der Weltwirtschaft, das Wohlergehen Ihrer Bürger, die Gesundheit unseres Planeten – all dies und mehr liegt in Ihren Händen." Ban Ki-moon mahnte in Cancún konkrete Schritte an: „Je länger wir zaudern, desto mehr müssen wir zahlen – wirtschaftlich, ökologisch und in Menschenleben."
„Sie sind in Cancún, um die Elemente einer wirksamen Antwort für das Klimaproblem zu verweben. Nutzen Sie dabei Vernunft und Kreativität." So begrüßte Christina Figueres am 29. November 2010 die Delegationen aus 194 Staaten zur UN-Klimakonferenz in Cancún/Mexiko. Das zweiwöchige Treffen mit etwa 15.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern findet trotz der Dringlichkeit der Begrenzung des globalen Klimawandels international wenig Beachtung. Das zeigt sich beispielhaft in der sporadischen Berichterstattung in den Abendnachrichten der deutschen Fernsehsender.
„Der große Durchbruch in Cancún scheint derzeit unrealistisch.“ So beschreibt der österreichische Umweltminister Niki Berlakovich die Verhandlungssituation vor der bevorstehenden Klimakonferenz von mehr als 180 Staaten. Nicht nur er blickt wenig zuversichtlich auf die 16. UN-Klimakonferenz im mexikanischen Cancún vom 29. November bis zum 10. Dezember 2010. Der Minister fügt aber hinzu: „Dennoch dürfen wir nicht aufgeben.“
Der Weltentwicklungsbericht 2010 der Weltbank zum Thema „Entwicklung und Klimawandel“ ist auf Deutsch im Droste Verlag erschienen. Der Bericht bietet auf mehr als 400 Seiten einen vielfältigen Einblick, warum und wie der Klimawandel arme Länder besonders hart trifft und was getan werden kann und muss, um eine Klimaschutzpolitik mit einer nachhaltigen Entwicklungspolitik zu verbinden. Weltbank-Präsident Robert B. Zoellick warnt im Vorwort des Berichts: „Der Klimawandel droht, die Verwundbarkeit der Entwicklungsländer zu verstärken, hart erarbeitete Fortschritte aufzuzehren und die Aussichten für den Entwicklungsprozess ernstlich zu verschlechtern.“
Christiana Figueres, Exekutivsekretärin des UN-Klimasekretariats, zeigte sich am Ende der internationalen Klimaverhandlungen in Tianjin/China vom 4.-9. Oktober 2010 optimistisch. Das Treffen habe die internationale Gemeinschaft "näher zu strukturierten Entscheidungen" gebracht, sagte Figueres. Sie betonte, dass alle Parteien jetzt “mehr Klarheit“ hätten, was in Cancún erreicht werden könne.
Die übrigen Teilnehmer waren jedoch verhaltener und rechnen kaum damit, dass bei der UN-Weltklimakonferenz in Cancún/Mexiko vom 29. November bis zum 10. Dezember ein neues globales Abkommen vereinbart werden kann. In Cancún sollen lediglich „Eckpunkte“ als Grundlage für ein zukünftiges Abkommen identifiziert werden. Als Gastgeberin des Gipfels von Cancún sagte die mexikanische Außenministerin Patricia Espinosa: „Wir haben noch viel Arbeit zu leisten. Die Zeit wird knapp.“
„Wir stehen in der Gefahr, unsere eigene Welt zu zerstören, während wir schamlos über Dollar und Temperaturgrade streiten.“ Camillo Gonsalves, der Vertreter des karibischen Inselstaates Saint Vincent und die Grenadinen bei den Vereinten Nationen, nutzte die gegenwärtige UN-Generalversammlung, um erneut die Forderung der kleinen Inselstaaten der Welt nach einem raschen und konsequenten Klimaschutz zu Gehör zu bringen. Sein Land habe kein Interesse daran, lediglich herumzutricksen, während die Erde versinkt, erstickt und verbrennt.
Nach massiver Kritik an der Arbeit des „Weltklimarates“ (Intergovernmental Panel on Climate Change - IPCC) hat ein Expertenteam die Arbeit des internationalen Fachgremiums überprüft und am 30. August 2010 seinen Bericht vorgelegt. In dem 100-Seiten-Bericht des in den Niederlanden ansässige Inter-Academy Council (IAC) wird Kritik an der Arbeitsweise des Weltklimarates geäußert, er wird aber zugleich gegen unangemessene Angriffe gegen seine Ergebnisse in Schutz genommen. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon begrüßte die Ergebnisse des IAC-Berichtes und rief zu bedeutenden Veränderungen im Management und Verfahrensweisen auf, um es den IPCC-Fachleuten zu ermöglichen, die Qualität ihrer Beurteilungen weiter zu verbessern.
Die mexikanischen Gastgeber der nächsten UN-Klimakonferenz in Cancún vom 29. November bis 10. Dezember 2010 informieren jetzt auf einer Website über Inhalte und den vorgesehenen Ablauf des internationalen Treffens. Die Seite der 17. "Conference of the Parties" (COP) der UN-Klimarahmenkonvention UNFCCC befindet sich noch im Aufbau, und viele Informationen sind bisher nur auf Spanisch und nicht auf Englisch verfügbar. Aber auch auf Englisch findet man bereits Informationen über den Veranstaltungsort Cancún, das Programm Mexikos gegen den Klimawandel sowie internationale Dokumente zu Klimafragen, die die Grundlage für die Verhandlungen von mehr als 180 Regierungsdelegationen bilden werden.
Die Erwartungen waren nicht hoch, und das erwies sich als realistisch. Die UN-Klimaverhandlungen in Bonn vom 2. bis 6. August 2010 brachten die Weltgemeinschaft nur einen kleinen Schritt weiter voran auf dem Weg zu einem neuen internationalen Klimaabkommen. Mit den nur langsamen Fortschritten schwindet aber die Hoffnung weiter, dass bei der nächsten UN-Klimakonferenz im Dezember in Cancún/Mexiko ein neues verbindliches Klimaabkommen als Nachfolgevereinbarung des Kyoto-Protokolls vereinbart werden kann. Die Exekutivsekretärin des UN-Klimasekretariats UNFCCC, Christina Figueres, äußerte am Ende des Treffens: „Um die erhofften Ergebnisse in Cancún zu erzielen, müssen die Regierungen die Zahl der alternativen Möglichkeiten, die auf dem Tisch liegen, radikal reduzieren.“
„Vor rund 500 Jahren segelte Christopher Columbus in unbekannte und riskante Gewässer. So wie er, müssen auch wir den Mut haben, Unbekanntes zu wagen. Wir müssen neue Gewässer erforschen und unsere Segel, das heißt unsere Ansprüche dabei höher setzen!" Das betonte die neue Exekutivsekretärin des UN-Klimasekretariats UNFCCC, Christiana Figueres, in einer eindringlichen Rede zur Eröffnung der UN-Klimaverhandlungen vom 2.-6. August 2010 in Bonn.
Wandernde Tierarten wie Zugvögel sind durch den Klimawandel in ihrer Existenz stark bedroht. Dies ist das Ergebnis von Forschungsarbeiten der „Zoological Society of London“ (ZSL), die Ende Juni bekannt gemacht wurden. Die ZSL untersuchte im Auftrag der „Convention on the Conservation of Migratory Species of Wild Animals“ (CMS), deren Sekretariat beim UN-Umweltprogramm UNEP angesiedelt ist, wie sich der Klimawandel auf einzelne Tierarten auswirkt, die regelmäßig größere Entfernungen zurücklegen, um optimale Bedingungen für ihre Ernährung und für die Aufzucht von Jungen zu finden.
„Gute Stimmung, schlechtes Klima“, so fasst die „heute“-Nachrichtenredaktion des ZDF die Ergebnisse der UN-Klimakonferenz zusammen, die am 11. Juni 2010 nach zwei Wochen in Bonn zu Ende ging. Die Konferenz mit mehr als 4.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus 185 Ländern diente zur Vorbereitung des internationalen UN-Klimagipfels in Cancún/Mexiko im Dezember. In einer der beiden Arbeitsgruppen wurde über Emissionsreduzierungen debattiert, in der anderen vor allem über langfristige Anpassungsschritte an den Klimawandel, den Transfer von Technologie in wirtschaftlich arme Länder sowie die Finanzierung von Klimaschutzprogrammen und Anpassungsmaßnahmen im Süden der Welt.
Mit einem vier Meter großen Mikado-Spiel demonstrierten Aktivisten des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) am 31. Mai 2010 vor dem Bonner Tagungshotel "Maritim" zu Beginn der UN-Klimakonferenz. "Acht Mikado-Stangen mit den Fahnen der acht großen Industriestaaten USA, Japan, Kanada, Russland, Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien symbolisieren die verzwickte Lage: Keines der Länder, die eine Vorreiterrolle beim internationalen Klimaschutz spielen müssen, bewegt sich. Jeder wartet ab, welche Vorleistungen andere erbringen", sagte Antje von Broock, Expertin für internationale Klimapolitik beim BUND.
Christiana Figueres wird am 1. Juli 2010 neue Exekutivsekretärin des Klimasekretariats der Vereinten Nationen UNFCCC in Bonn. Die Diplomatin aus Costa Rica wurde am 17. Mai vom Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki-moon berufen. Er erklärte zu dieser Berufung: "Frau Figueres bringt für diese Position Leidenschaft für das Thema, tief gehende Kenntnisse über die Interessengruppen sowie wertvolle Erfahrung in den öffentlichen, gemeinnützigen und privaten Sektoren mit."
Nach den enttäuschenden Ergebnissen der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen im letzten Dezember wurde vom 9. bis 11. April bei den UN-Klimaverhandlungen in Bonn ein neuer Versuch unternommen, einem internationalen Klimavertrag näher zu kommen. An dem Treffen nahmen mehr als 2.000 Delegierte und Beobachter aus 190 Ländern teil. Als wichtige inhaltliche Grundlage diente der in Kopenhagen entgegengenommene, aber nicht verabschiedete „Copenhagen Accord“. Der Text war von den Delegationen der USA, Chinas, Brasiliens, Indiens und Südafrikas in den letzten Verhandlungstagen in Kopenhagen ausgearbeitet worden.
Die Klimakonferenz in Kopenhagen vom Dezember 2009 ist – nach einhelliger Meinung in Öffentlichkeit und Politik – gescheitert. Dies ist nicht nur enttäuschend, sondern lässt auch auf eine deutliche Machtverschiebung im internationalen System schließen. Lesen Sie im aktuellen Heft von VEREINTE NATIONEN den Bericht von Jürgen Maier, Geschäftsführer des Forums Umwelt & Entwicklung, der an der Konferenz teilgenommen hat. Er berichtet nicht nur über die Ergebnisse der Konferenz, sondern auch über die Dinge, die sich hinter den Kulissen abspielten.
„Wir nehmen die Kritik ernst, die uns gegenüber zum Ausdruck gebracht wurde und wir müssen darauf reagieren“, äußerte der Vorsitzende des „Intergovernmental Panel on Climate Change“ (IPCC), Rajendra Pachauri, Anfang März angesichts anhaltender kritischer Äußerungen zur Arbeit des Weltklimarates. Mindestens in einem Falle enthält der letzte IPCC-Bericht von 2007 eine falsche Einschätzung von Folgen des Klimawandels, und dies hat Zweifel daran aufkommen lassen, ob IPCC mit der notwendigen Sorgfalt arbeitet.
Der Exekutivdirektor des Sekretariats der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC), Yvo de Boer, hat überraschend seinen Rücktritt angekündigt. De Boer betonte, der Rücktritt habe nichts mit dem enttäuschenden Ausgang des Klimagipfels von Kopenhagen zu tun. "Kopenhagen war nicht, was ich mir erhofft hatte", räumte Boer im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP ein. Der Gipfel habe aber eine „solide Grundlage für die erhoffte globale Antwort" auf den Klimawandel gelegt.
UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat am 12. Februar 2010 eine Expertengruppe berufen, die die internationale Hilfe für Entwicklungsländer im Kampf gegen den Klimawandel mobilisieren und koordinieren soll. Bei der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen im letzten Dezember war vereinbart worden, dass die Entwicklungsländer bis 2012 insgesamt 30 Milliarden Dollar und danach bis 2020 jährlich 100 Milliarden Dollar erhalten sollen, um mit den Folgen des Klimawandels fertig zu werden und gleichzeitig dazu beitragen können, den Klimawandel zu begrenzen.
Debatte über Fehler im Klimaratsbericht
In seinem letzten Sachstandsbericht hat der internationale Klimarat IPCC eine falsche Jahresangabe über das zu befürchtende Abschmelzen der letzten Gletscher des Himalaja wiedergegeben. Diese Tatsache selbst ist inzwischen unbestritten, aber das hat die Kritik am IPCC und seinem Vorsitzenden Pachauri nicht beendet. Einige Wissenschaftler fordern seinen Rücktritt und stellen weitere Aussagen des Berichtes infrage. Berechtigte Kritik oder eine gezielte Kampagne zur Schwächung des internationalen Gremiums, dessen Berichte manchen unbequem sind?
55 Länder haben in Briefen an die Vereinten Nationen angekündigt, welche Klimaschutzziele sie bis 2020 erreichen wollen. Die angekündigten Emissionsreduzierungen reichen allerdings nicht aus, um die erforderliche Begrenzung der Erderwärmung um zwei Grad zu erreichen.
Das Bundesumweltministerium hat eine inoffizielle Übersetzung der „Kopenhagen-Vereinbarung“ vom 18. Dezember 2009 veröffentlicht. Die Vereinbarung war am Ende der UN-Klimakonferenz von den Delegationen von über 190 Ländern zur Kenntnis genommen, aber nicht formell verabschiedet worden. Die Vereinbarung bildet die Grundlage für die weiteren internationalen Klimaverhandlungen, die in diesem Jahr stattfinden werden.

„Moving Towards a Climate Neutral UN“ ist ein Bericht der Vereinten Nationen auf ihrem Weg zur Klimaneutralität. Im Bericht weist UN-Generalsekretär Ban Ki-moon auf die hohen CO2- Emissionen hin, die die Vereinten Nationen selbst verursachen und fordert alle UN-Abteilungen auf, sich entschlosssen an der Reduktion der Treibhausgase zu beteiligen. Das System der Vereinten Nationen emittierte im Jahre 2008 weltweit 1.7 Milliarden Tonnen CO2. Diesen Wert gilt es nun zu reduzieren. In dem Bericht werden Reduktions-Strategien für jede Organisation der UN aufgezeigt.
Praktika in Internationalen Organisationen und EU-Institutionen
2010 wird das Carlo-Schmid-Programm zum 10. Mal ausgeschrieben, dieses Jahr mit dem Fokus Weltbankgruppe.
Der Namensgeber der Programms, Prof. Dr. Carlo Schmid (1896-1979), lehrte in den fünfziger Jahren Politikwissenschaft und Völkerrecht in Tübingen und Frankfurt und gehört zu den Vätern des Deutschen Grundgesetzes. Schmid war ein früher Förderer der Europäischen Einigung, war Bundestags Vizepräsident und später Mitglied im Kabinett Kiesinger. Als profilierter sozialdemokratischer Außenpolitiker hat er sich für den Aufbau diplomatischer Beziehungen zur Sowjetunion, als auch für die Aussöhnung mit Frankreich eingesetzt.
Der Bewerbungsschluss für die Praktika für den Zeitraum von September 2010 bis einschließlich Juni 2011 ist der 15. Februar 2010.
„Das ist heute schon ein schwarzer Tag für die Klimaforschung, denn der Gipfel hat nicht gebracht, was man erwartet hat, geschweige denn verbindliche Reduktionsziele zu Senkung der Treibhausgase.“ So bewertete der bekannte Kieler Klimaforscher Mojib Latif die Ergebnisse der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen in einem „Tagesschau“-Interview. Wir haben eine Reihe weiterer Stellungnahmen zum Konferenzergebnis zusammengestellt.
Am Freitag, dem 18. Dezember, muss die Entscheidung über ein neues Klimaabkommen fallen. Staats- und Regierungschefs aus mehr als 100 Ländern sind nach Kopenhagen gereist, um die bisher zähen Verhandlungen zu einem positiven Abschluss zu bringen. Kurz vor diesem wichtigen Konferenzabschluss veröffentlichen wir einige aktuelle Stellungnahmen zur Notwendigkeit eines gemeinsamen weltweiten Engagements für den Klimaschutz.
Auf der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen sind am Dienstag die Beratungen auf Ministerebene offiziell eröffnet worden. „Wir wissen, was wir tun müssen. Wir wissen, was die Welt erwartet“, sagte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon in seiner Eröffnungsansprache vor den Delegierten aus 192 Staaten. „Unsere Aufgabe ist es, hier und jetzt, in unserem gemeinsamen Interesse eine Vereinbarung zu erreichen.“
Wenn auf der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen, die am Montag begann, eine Einigung erreicht wird, dann werden viele Regierungen erhebliche Finanzhilfen für den Klimaschutz in armen Ländern anbieten. Diese Auffassung vertritt und begründet Bonian Golmohammadi, der Generalsekretär des Weltverbandes der UN-Gesellschaften (World Federation of United Nations Associations – WFUNA), in einem Beitrag zur Klimakonferenz.
„Wir haben nur die eine Welt, diese Welt. Wenn wir sie zerstören, haben wir nichts mehr.“ Der frühere südafrikanische Erzbischof Desmond Tutu, während der Apartheidzeit ein unerschrockener Verfechter eines neuen, demokratischen Südafrika, setzt sich jetzt für ein entschiedenes Klimaengagement ein. In Kopenhagen forderte er die Politiker, die zur UN-Klimakonferenz kommen, am 13. Dezember auf: „Um Ihrer Kinder, ihrer Enkelkinder willen, kümmern sie sich um diese eine Welt, die wir haben ... Geben sie uns einen rechtlich durchsetzbaren Vertrag, nicht einen politischen Vertrag.“
Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel ist am 11. Dezember nach Kopenhagen zur Klimakonferenz gereist. Niebel sagte in Kopenhagen: "Ein erfolgreiches Klimaabkommen wird es nur geben, wenn es die Belange der Entwicklungsländer einbezieht. Wir brauchen ehrgeizige Minderungsleistungen in Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländern. Die Industrieländer müssen zu ihrer Verantwortung für den Klimawandel stehen, ihre Emissionen drastisch senken und die Entwicklungsländer bei einem klimafreundlichen Wachstum und der Anpassung an den Klimawandel unterstützen."
Bei der UN-Klimakonferenz weigerten sich am Montagvormittag die Vertreter zahlreicher Entwicklungsländern, an den Sitzungen der Arbeitsgruppen teilzunehmen. Der afrikanischen Initiative schlossen sich viele andere Entwicklungs- und Schwellenländer an, darunter auch China und Indien. Sie fordern, dass die reichen Staaten ihre Ziele zur Senkung klimaschädlicher Treibhausgase höher stecken müssten. Außerdem verlangen sie eine Rechtsverbindlichkeit für das neue Klima-Abkommen.
Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) forderte bei der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen die USA und China auf, höhere Zusagen zur CO2-Reduktion zu machen. "Diese beiden Länder tragen eine besondere Verantwortung für den Klimaschutz", sagte er am Montag. Die beiden Länder müssten bei ihren Zielen zur Treibhausgas-Reduktion noch drauflegen, sagte Röttgen in Kopenhagen.
Die erste Woche der UN-Klimakonferenz hat nicht zu einer solchen Annäherung der Positionen der 192 Regierungsdelegationen gebracht, wie sie wünschenswert wäre, um bis zum 18. Dezember zu einem weit reichenden, rechtlich verbindlichen und mit konkreten Verpflichtungen versehenen Klimaabkommen zu gelangen. Trotz einiger positiver Ankündigungen blieben die grundlegenden Auffassungsunterschiede zwischen Industrieländern, Schwellenländern und Entwicklungsländern und innerhalb dieser Gruppierungen bestehen.
„Der Klimawandel kennt keine Grenzen, er betrifft uns alle", betonte der dänische Regierungschef Lars Løkke Rasmussen am 7. Dezember bei der Eröffnung der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen. Rasmussen nannte das Treffen die "Hoffnungsträgerin der Menschheit". Die Delegierten in Kopenhagen stünden vor "schwierigen, aber notwendigen Entscheidungen." Optimistisch erklärte er: "Differenzen können überwunden werden, wenn der politische Wille da ist - und ich glaube, er ist da."
Bei den Klimaverhandlungen im Dezember in Kopenhagen muss auch der Bevölkerungsdynamik und Fragen von Gender und reproduktiver Gesundheit Rechnung getragen werden, empfiehlt der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) in seinem aktuellen Weltbevölkerungsbericht 2009. Der Bericht "Eine Welt im Wandel: Frauen, Bevölkerung und Klima" wurde am 18. November 2009 in Berlin von der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) in deutscher Kurzfassung vorgestellt.
„Nach Ansicht der Wissenschaft steht in Kopenhagen alles auf dem Spiel. Wir dürfen diese einzigartige Gelegenheit nicht vergeuden, einen neuen Weg zu beschreiten, der zu Wohlstand aber auch zu weniger Kohlendioxidausstoß führt. Jetzt ist dieser Moment gekommen.“ Dies schreibt UN-Generalsekretär Ban Ki-moon in einem Gastbeitrag für „Spiegel Online“ vom 17. November 2009.
Wir haben einige Auszüge aus deutschen Pressestimmen zu den Ergebnissen des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums im Blick auf ein Klimaabkommen bei der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember zusammengestellt. Zusammen sind die 21 Apec-Staaten für mehr als die Hälfte des weltweiten Treibhausgasausstoßes verantwortlich. Zu der Organisation gehören neben den USA auch China, Russland, Japan, Korea und Indonesien.
Die Berichte des „Intergovernmental Panel on Climate Change“ (IPCC) bilden die Grundlage der internationalen Klimadiskussion im Vorfeld der UN-Klimakonferenz im Dezember 2009 in Kopenhagen. Aber abgesehen von einigen Fachleuten wird kaum jemand sich durch mehrere tausend Seiten Analysen und Bewertungen arbeiten. Deshalb ist es zu begrüßen, dass die Arbeitsberichte und die Diskussionen, die sie ausgelöst haben, in einem Taschenbuch zusammengefasst worden sind. Angereichert wird diese Darstellung um Beiträge angesehener Klimawissenschaftler zu den Themen der IPCC-Berichte sowie zur deutschen Rolle in der Energie- und Klimadebatte.
„No way out“, riefen etwa 100 Klimaaktivisten und blockierten symbolisch einige Ausgänge des Konferenzgebäudes. Sie wollten so die Forderung nach raschen und ambitionierten Maßnahmen zur Reduzierung der klimaschädlichen Emissionen sichtbar machen. Aber die Konferenzteilnehmer verließen das Gebäude, ohne dass diese Forderung umgesetzt worden war. Am Ende der Klimaverhandlungen in Barcelona vom 2.-6. November herrschte Enttäuschung unter den 4.500 Delegierten, Beobachtern und Journalisten aus 181 Ländern. Einen Monat vor der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen liegt kein konkreter Vertragsentwurf vor und es gibt tief greifende Meinungsunterschiede zwischen den beteiligten Regierungen.
Erfolg oder Misserfolg eines Abkommens bei der UN-Klimakonferenz im Dezember 2009 kann an vier Kriterien überprüft werden, ist UN-Generalsekretär Ban Ki-moon überzeugt. In einem Beitrag für die „New York Times“ vom 25. Oktober 2009 führte er aus, dass es zunächst einmal darauf ankommt, dass jedes Land – sei es nun ein Industrie- oder Entwicklungsland – alle seine Emissionen drastisch reduziert, und dazu zählen zum Beispiel auch die Emissionen von Schiffen und jene durch die Zerstörung von Wäldern.
„Klimagerechtigkeit jetzt!“ So lautete eine Forderung der Demonstranten, die sich immer wieder vor dem Tagungszentrum in Bangkok versammelten, wo Delegierten aus fast 180 Ländern über ein neues Klimaschutzabkommen verhandelten. Das Treffen im Rahmen von UNFCCC (United Nations Framework Convention on Climate Change) fand vom 28. September bis 9. Oktober 2009 in der thailändischen Hauptstadt statt, und die versammelten 4.000 Delegierten, Berater, Journalisten und Beobachter bemühten sich zwei Monate vor der entscheidenden UN-Klimakonferenz im Dezember in Kopenhagen, die gravierenden Auffassungsunterschiede zu überbrücken, die den Abschluss eines Abkommens verhindern könnten.
"Die Geschichte dürfte uns keine bessere Chance mehr bieten." So beschrieb UN-Generalsekretär Ban Ki-moon am 22. September bei der Eröffnung des UN-Gipfels über den Klimawandel in New York die Herausforderung, vor der die internationale Politik kurz vor der internationalen Klimakonferenz in Kopenhagen steht. An dem UN-Gipfeltreffen in New York nahmen fast 100 Staats- und Regierungschefs teil.
"Die Geschichte dürfte uns keine bessere Chance mehr bieten." So beschrieb UN-Generalsekretär Ban Ki-moon am 22. September bei der Eröffnung des UN-Gipfels über den Klimawandel in New York die Herausforderung, vor der die internationale Politik kurz vor der internationalen Klimakonferenz in Kopenhagen steht. An dem UN-Gipfeltreffen in New York nahmen fast 100 Staats- und Regierungschefs teil.
In der Politik kann keine Wahl zwischen Wachstum und Klimaschutz getroffen werden. Vielmehr zeichnet sich eine kluge Klimapolitik dadurch aus, „dass Entwicklung gefördert, Verletzlichkeit vermindert und der Übergang zu einem Kohlenstoff-armen Wirtschaftswachstum gefördert wird“. Zu diesem Ergebnis kommt die Weltbank im Weltentwicklungsbericht 2010, der das Thema „Entwicklung und Klimawandel“ hat.
Sie war auch ein "Wahlkampf für Kopenhagen“ – die dritte Weltklimakonferenz (WCC-3) der Weltorganisation für Meteorologie (WMO), die am 4. September 2009 in Genf erfolgreich zu Ende ging. “Sehr erfolgreich“ sogar, meint Martin Visbeck, Professor am Leibniz-Institut für Meereswissenschaften an der Universität Kiel und Vorsitzender des Organisationsausschusses von WCC-3. Auf einer Veranstaltung von InWEnt und der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) am 11. September 2009 in Bonn präsentierte und diskutierte er gemeinsam mit weiteren Experten die Genfer Ergebnisse.
Klimainformationen und Klimavorhersagen können Leben retten. Und sie sind angesichts des globalen Klimawandels mit einer wachsenden Zahl von Extremwetterereignissen noch wichtiger als früher. Das zunehmende wissenschaftliche Wissen über Klima- und Wetterentwicklungen muss dringend Politiker, Katastrophenschutzorganisationen, Entwicklungsorganisationen und die Bevölkerung vor Ort erreichen. Vom 31. August bis zum 4. September 2009 fand deshalb in Genf die Dritte Weltklimakonferenz statt, die von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) in Zusammenarbeit mit weiteren internationalen Organisationen durchgeführt wurde.
Nach einwöchigen informellen Verhandlungen für ein neues internationales Klimaabkommen in Bonn wächst die Sorge, dass es am Ende des Verhandlungsmarathons zu unverbindlichen Vereinbarungen und nicht zu den notwendigen weit reichenden und verbindlichen Vertrag kommen könnte.
Der Vorsitzende des Weltklimarats (Intergovernmental Panel on Climate Change – IPCC), Rajendra Pachauri, hat am 20. Juli in New York vor einem Scheitern des geplanten Klimaabkommens in Kopenhagen gewarnt. Die wichtigsten Industrienationen hätten die Notwendigkeit einer Begrenzung der Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zwar anerkannt, die Schlussfolgerungen der Wissenschaft zur Erreichung dieses Zieles aber „eindeutig ignoriert“.
Die Ergebnisse der UN-Klimakonferenz vom 1.-12. Juni 2009 in Bonn werden unterschiedlich bewertet. Einig ist man sich, dass noch große Anstrengungen erforderlich sind, um bis Ende des Jahres einen neuen Klimavertrag abschließen zu können.
Zum Weltumwelttag am 5. Juni hat sich UN-Generalsekretär Ban Ki-moon mit einer Erklärung an die Weltöffentlichkeit gewandt und u.a. betont: "Die Erde steht vor einer erheblichen Bedrohung, dem Klimawandel. Obwohl alle Länder davon betroffen sind, müssen die Armen die Hauptlast tragen. Aber wir haben noch die Möglichkeit, unseren Kurs zu ändern."
Seit Ende der 1980er Jahren ist international das Bewusstsein dafür gewachsen, welche katastrophalen Folgen der globale Klimawandel hat und in Zukunft noch haben wird. Seither wird international und in vielen Ländern versucht, den Klimawandel zu begrenzen und mit den Folgen des nicht mehr zu vermeidenden Klimawandels fertig zu werden. 1992 wurde bei der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro/Brasilien das „Rahmenabkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen“ verabschiedet. Nach seiner englischen Bezeichnung „United Nations Framework Convention on Climate Change“ wird das Abkommen UNFCCC abgekürzt. Das Abkommen trat 1994 in Kraft und wurde inzwischen von 193 Regierungen sowie die Europäische Union ratifiziert. Wichtigstes Ziel des Abkommens ist es, die Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre auf einem Niveau zu stabilisieren, das eine gefährliche Störung des globalen Klimasystems verhindert.
Der globale Klimawandel ist ein sehr komplexes Problemfeld, in dem ein rasches und entschiedenes Handeln der Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft erforderlich ist. Dafür benötigen sie fundierte und möglichst objektive Informationen über die Ursachen von Klimaänderungen, ihren Folgen sowie aussichtsreiche Möglichkeiten zur Begrenzung des Klimawandels und zur Anpassung an nicht mehr vermeidbare Folgen dieses Prozesses. Deshalb haben die Weltorganisation für Meteorologie WMO und das UN-Umweltprogramm UNEP 1988 den Zwischenstaatlichen Ausschuss für Klimaänderung (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC gegründet. In Deutschland wird IPCC häufig als Weltklimarat bezeichnet.
Wetter- und Klimainformationen und -vorhersagen können Leben retten. Und sie sind angesichts des globalen Klimawandels mit einer wachsenden Zahl von Extremwetterereignissen noch wichtiger als früher. Deshalb findet die Arbeit der „Weltorganisation für Meteorologie“ (World Meteorological Organization – WMO) vermehrte Beachtung. Die WMO ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, der gegenwärtig 189 Staaten angehören. Sitz des Sekretariats der 1950 gegründeten Organisation ist Genf. Die alle vier Jahre stattfindenden Kongresse sind das höchste Beschlussorgan der WMO. Generalsekretär der Organisation ist Michel Jarraud.
Die Auswertung von globalen Klimadaten und die Erarbeitung von Klimamodellen für die Zukunft sind äußerst komplexe Prozesse, für die sehr leistungsfähige Computer eingesetzt werden. Aber diese Analysen können nur so zuverlässig sein wie die Ausgangsdaten für die Berechnungen. International hat man sich auf 50 Werte geeinigt, die in der Luft, auf dem Boden und im Meer weltweit regelmäßig gemessen und von den Klimaforschungszentren ausgewertet werden sollen. Dafür ist neben Satelliten ein Netzwerk von Klimabeobachtungsstationen rund um den Globus erforderlich. Viele Stationen in Entwicklungsländern verfügten Anfang der 1990er Jahre nur über eine betagte und kaum mehr funktionsfähige technische Ausstattung. Deshalb wurde bei der zweiten Weltklimakonferenz das „Global Climate Observing System“ (GCOS) ins Leben gerufen.
„UNEP arbeitet mit Ländern zusammen, um deren Fähigkeiten zu stärken, sich an den Klimawandel anzupassen, sich auf Gesellschaften mit geringen CO2-Emissionen hinzubewegen, das Verständnis für Erkenntnisse der Klimawissenschaft zu stärken und das öffentliche Bewusstsein für das sich verändernde Klima der Erde zu erhöhen.“ So beschreibt das UN-Umweltprogramm (United Nations Environmental Programme – UNEP) sein Klimaengagement.
Das „United Nations Development Programme“ (UNDP) unterstützt die Anstrengungen der wirtschaftlich armen Länder der Welt zur Überwindung von Armut, Hunger und anderen Entwicklungsproblemen. Außerdem koordiniert das UN-Entwicklungsprogramm vielerorts die langfristig angelegte Entwicklungsarbeit der verschiedenen UN-Organisationen und -Programme. UNDP ist in 177 Länder der Welt mit eigenen Büros vertreten. Da in den letzten Jahren zunehmend deutlich geworden ist, dass bisherige Entwicklungserfolge und das Engagement für die Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen durch den globalen Klimawandel bedroht sind, setzt sich UNDP verstärkt für wirksame Anpassungsmaßnahmen an Klimaänderungen und konkrete Schritte zur Begrenzung dieser Prozesse ein.
Die Globale Umweltfazilität (Global Environment Facility – GEF) ist das internationale Finanzierungsinstrument für den globalen Umweltschutz. Im Rahmen von GEF werden vor allem Projekte in Entwicklungsländern gefördert. GEF ist heute die bedeutendste öffentliche Einrichtung zur Förderung von internationalen Umweltvorhaben.
Die UNESCO, die „United Nations Educational, Scientific and Cultural Organzation“, wurde bereits 1946 gegründet. Sie gehört damit zu den ältesten UN-Sonderorganisationen und soll die Zusammenarbeit zwischen den Völkern auf den Gebieten Bildung, Wissenschaft und Kultur fördern. Sitz der Organisation ist Paris.