Vereinte Nationen und internationale Organisationen

Die Aufgaben der UN in Bezug auf den Klimawandel sind vielfältig und reichen von konkreten Aktivitäten vor Ort zum Schutze der Betroffenen vor den Auswirkungen des Klimawandels, bis hin zu Politikempfehlungen und Gestaltung der internationalen Klimapolitik. Unumstritten gelten die Vereinten Nationen als das zentrale Forum zum Thema Klimawandel und globaler Klimaschutz. Von der ersten Weltklimakonferenz der Weltmeterologieorganisation (WMO) im Jahre 1979 hat sich bis heute im Rahmen der UN ein globales Klimaregime entwickelt. "Die Vereinten Nationen sind gleichermaßen Antreiber und Handlungsrahmen der internationalen Klimapolitik", heißt es dazu in einem Hintergrundbeitrag der Zeitschrift VEREINTE NATIONEN.

Heute steht die internationale Klimapolitik vor entscheidenden Weichenstellungen. 2012 laufen die bisherigen Vereinbarungen des Kyoto-Protokolls aus. Nur wenn im Jahr 2009 in Kopenhagen gelingt, ein verbindliches Folge-Abkommen zu unterzeichnen, um klimaschädliche Emissionen stärker zu reduzieren, können die dramatischen globalen Auswirkungen noch abgewendet werden. Parallel dazu gilt es vor allem, die Entwicklungsländer dabei zu unterstützen, Anpassungsprojekte an den schon jetzt nicht mehr zu vermeidenden Klimawandel auf den Weg zu bringen. Heft 1/2008 der von der DGVN herausgegebenen EINE WELT PRESSE zeigt eindrückliche Beispiele, welche Herausforderungen dabei auf die Weltgemeinschaft zukommen. 

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Fotostrecke: UN verstärkt Meeresschutz

UN-Klimaabkommen UNFCCC

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Seit Ende der 1980er Jahren ist international das Bewusstsein dafür gewachsen, welche katastrophalen Folgen der globale Klimawandel hat und in Zukunft noch haben wird. Seither wird international und in vielen Ländern versucht, den Klimawandel zu begrenzen und mit den Folgen des nicht mehr zu vermeidenden Klimawandels fertig zu werden. 1992 wurde bei der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro/Brasilien das „Rahmenabkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen“ verabschiedet. Nach seiner englischen Bezeichnung „United Nations Framework Convention on Climate Change“ wird das Abkommen UNFCCC abgekürzt. Das Abkommen trat 1994 in Kraft und wurde inzwischen von 193 Regierungen sowie die Europäische Union ratifiziert. Wichtigstes Ziel des Abkommens ist es, die Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre auf einem Niveau zu stabilisieren, das eine gefährliche Störung des globalen Klimasystems verhindert.

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IPCC - Weltklimarat

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Der globale Klimawandel ist ein sehr komplexes Problemfeld, in dem ein rasches und entschiedenes Handeln der Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft erforderlich ist. Dafür benötigen sie fundierte und möglichst objektive Informationen über die Ursachen von Klimaänderungen, ihren Folgen sowie aussichtsreiche Möglichkeiten zur Begrenzung des Klimawandels und zur Anpassung an nicht mehr vermeidbare Folgen dieses Prozesses. Deshalb haben die Weltorganisation für Meteorologie WMO und das UN-Umweltprogramm UNEP 1988 den Zwischenstaatlichen Ausschuss für Klimaänderung (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC gegründet. In Deutschland wird IPCC häufig als Weltklimarat bezeichnet.

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WMO - Weltorganisation für Meteorologie

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Wetter- und Klimainformationen und -vorhersagen können Leben retten. Und sie sind angesichts des globalen Klimawandels mit einer wachsenden Zahl von Extremwetterereignissen noch wichtiger als früher. Deshalb findet die Arbeit der „Weltorganisation für Meteorologie“ (World Meteorological Organization – WMO) vermehrte Beachtung. Die WMO ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, der gegenwärtig 189 Staaten angehören. Sitz des Sekretariats der 1950 gegründeten Organisation ist Genf. Die alle vier Jahre stattfindenden Kongresse sind das höchste Beschlussorgan der WMO. Generalsekretär der Organisation ist Michel Jarraud.

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GCOS - Klimabeobachtungssystem

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Die Auswertung von globalen Klimadaten und die Erarbeitung von Klimamodellen für die Zukunft sind äußerst komplexe Prozesse, für die sehr leistungsfähige Computer eingesetzt werden. Aber diese Analysen können nur so zuverlässig sein wie die Ausgangsdaten für die Berechnungen. International hat man sich auf 50 Werte geeinigt, die in der Luft, auf dem Boden und im Meer weltweit regelmäßig gemessen und von den Klimaforschungszentren ausgewertet werden sollen. Dafür ist neben Satelliten ein Netzwerk von Klimabeobachtungsstationen rund um den Globus erforderlich. Viele Stationen in Entwicklungsländern verfügten Anfang der 1990er Jahre nur über eine betagte und kaum mehr funktionsfähige technische Ausstattung. Deshalb wurde bei der zweiten Weltklimakonferenz das „Global Climate Observing System“ (GCOS) ins Leben gerufen. 

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UNEP - UN-Umweltprogramm

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„UNEP arbeitet mit Ländern zusammen, um deren Fähigkeiten zu stärken, sich an den Klimawandel anzupassen, sich auf Gesellschaften mit geringen CO2-Emissionen hinzubewegen, das Verständnis für Erkenntnisse der Klimawissenschaft zu stärken und das öffentliche Bewusstsein für das sich verändernde Klima der Erde zu erhöhen.“ So beschreibt das UN-Umweltprogramm (United Nations Environmental Programme – UNEP) sein Klimaengagement.

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UNDP - UN-Entwicklungsprogramm

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Das „United Nations Development Programme“ (UNDP) unterstützt die Anstrengungen der wirtschaftlich armen Länder der Welt zur Überwindung von Armut, Hunger und anderen Entwicklungsproblemen. Außerdem koordiniert das UN-Entwicklungsprogramm vielerorts die langfristig angelegte Entwicklungsarbeit der verschiedenen UN-Organisationen und -Programme. UNDP ist in 177 Länder der Welt mit eigenen Büros vertreten. Da in den letzten Jahren zunehmend deutlich geworden ist, dass bisherige Entwicklungserfolge und das Engagement für die Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen durch den globalen Klimawandel bedroht sind, setzt sich UNDP verstärkt für wirksame Anpassungsmaßnahmen an Klimaänderungen und konkrete Schritte zur Begrenzung dieser Prozesse ein.

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GEF - Globale Umweltfazilität

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Die Globale Umweltfazilität (Global Environment Facility – GEF) ist das internationale Finanzierungsinstrument für den globalen Umweltschutz. Im Rahmen von GEF werden vor allem Projekte in Entwicklungsländern gefördert. GEF ist heute die bedeutendste öffentliche Einrichtung zur Förderung von internationalen Umweltvorhaben.

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UNESCO - Organisation der UN für Bildung, Wissenschaft und Kultur

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Die UNESCO, die „United Nations Educational, Scientific and Cultural Organzation“, wurde bereits 1946 gegründet. Sie gehört damit zu den ältesten UN-Sonderorganisationen und soll die Zusammenarbeit zwischen den Völkern auf den Gebieten Bildung, Wissenschaft und Kultur fördern. Sitz der Organisation ist Paris.

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