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Vereinte Nationen & int. Organisationen | 29.06.2010

Wandernde Tierarten stark vom Klimawandel bedroht

Wandernde Tierarten sind bedroht, Foto: UNEPWandernde Tierarten wie Zugvögel sind durch den Klimawandel in ihrer Existenz stark bedroht. Dies ist das Ergebnis von Forschungsarbeiten der „Zoological Society of London“ (ZSL), die Ende Juni bekannt gemacht wurden. Die ZSL untersuchte im Auftrag der „Convention on the Conservation of Migratory Species of Wild Animals“ (CMS), deren Sekretariat beim UN-Umweltprogramm UNEP angesiedelt ist, wie sich der Klimawandel auf einzelne Tierarten auswirkt, die regelmäßig größere Entfernungen zurücklegen, um optimale Bedingungen für ihre Ernährung und für die Aufzucht von Jungen zu finden. CMS-Exekutivsekretärin Elizabeth Maruma Mrema betont: „Wandernde Tierarten sind in besonderer Weise vom Klimawandel bedroht, weil sie von verschiedenen Habitats abhängen, um zu brüten, zu fressen und zu ruhen.“
Risiken für diese Tierarten entstehen unter anderem durch höhere Temperaturen, steigende Meeresspiegel und die damit verbundene Zerstörung von Uferregionen, Übersäuerung der Meere, Abnahme der Planktonmenge in Ozeanen, das Schmelzen von Permafrost, Veränderungen der Niederschlagsstrukturen, extreme Wetterbedingungen, Verlust von Feuchtgebieten und das Schmelzen des polaren Eises. Untersucht wurden die Auswirkungen auf Wandertierarten von Albatrossen bis zu Zebras.  
ZSL-Projektleiterin Aylin McNamara betonte bei der Vorstellung der Forschungsergebnisse: „Internationale Anstrengungen sind unverzichtbar, um den Artenschutz über nationale Grenzen hinweg zu unterstützen und den Klimawandel abzumildern.“ Die Untersuchungen haben gezeigt, welche Tierarten besonders bedroht sind. „Unter den gegenwärtigen ‚business as usual’-Emissionsbedingungen ist es schwer vorstellbar, wie auch nur eine einzige dieser Arten überleben kann. Ich fürchte, dass die Situation derart ernst ist.“
Ausführliche Informationen finden Sie Öffnet externen Link in neuem Fensterhier.
(Frank Kürschner-Pelkmann)


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