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Vereinte Nationen & int. Organisationen | 25.05.2010

Neue UN-Klimachefin will Vertrauen schaffen

Christina Figueres, Foto: UN News ServiceChristiana Figueres wird am 1. Juli 2010 neue Exekutivsekretärin des Klimasekretariats der Vereinten Nationen UNFCCC in Bonn. Die Diplomatin aus Costa Rica wurde am 17. Mai vom Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki-moon berufen. Er erklärte zu dieser Berufung: "Frau Figueres bringt für diese Position Leidenschaft für das Thema, tief gehende Kenntnisse über die Interessengruppen sowie wertvolle Erfahrung in den öffentlichen, gemeinnützigen und privaten Sektoren mit."
Sie folgt auf Yvo de Boer, der Anfang des Jahres nach sechs Jahren Tätigkeit seinen Rücktritt erklärt hatte. Frau Figueres hat in den letzten 15 Jahren für Costa Rica regelmäßig an internationalen Klimaverhandlungen teilgenommen, mehrfach als Leiterin von Verhandlungsgruppen oder als Vertreterin Lateinamerikas bei internationalen Verhandlungen. Die Tochter des früheren costa-ricanischen Präsidenten José Figueres Ferrer war 1997 an den Verhandlungen über das Kyoto-Protokoll beteiligt. Sie hat in Costa Rica für das Landwirtschaftsministerium und das Planungsministerium gearbeitet. Sie gehört zu den Gründerinnen des „Center for Sustainable Development of the Americas“.  
"Es gibt kein wichtigeres oder dringenderes Thema, als das Klima auf unserem Planeten für unsere Kinder und Enkel zu schützen", heißt es in einer Erklärung der neuen Chefin des UN-Klimasekretariats. Sie betonte, dass sie sich bemühen werde, Vertrauen in die internationalen Klimaverhandlungen zu bringen, und sich mit anderen darum bemüht, die bevorstehenden Klimakonferenzen zu einem Erfolg zu führen. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters hob sie hervor, dass zu den Prioritäten der gegenwärtigen Klimapolitik gehört, dass die reichen Länder ihre Zusagen für die Klimahilfe für arme Länder nun auch einhalten.
Wendel Trio von Greenpeace International äußerte sich positiv zu dieser Berufung: "Christina Figueres war Chefverhandlerin für ein Land, das bis zum Jahr 2021 CO2-neutral werden möchte. Das ist die Einstellung, die wir auf der globalen Bühne brauchen." Man hoffe, dass es der Klimadiplomatin gelingen werde, die Gespräche für ein globales Klimaabkommen schnell voran zu bringen. Die nächsten Klimaverhandlungen unter dem Dach der Vereinten Nationen finden vom 31. Mai bis 11. Juni in Bonn statt. Die nächste große Klimakonferenz gibt es dann vom 29. November bis 10. Dezember in Cancún in Mexiko. (Frank Kürschner-Pelkmann)


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