Australische Klimawissenschaftler haben Mitte März 2010 einen ausführlichen Bericht zum Thema „State of the Climate“ veröffentlicht, der im Detail nachweist, wie der globale Klimawandel sich auf den Kontinent auswirkt. Megan Clark, der eine der führenden australischen Wissenschaftseinrichtungen (Commonwealth Scientific & Industrial Research Organzation) leitet, äußerte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters: „Wir verfügen über signifikante Belege dafür, dass sich das Klima verändert. Die Wärme nimmt in jedem Teil des Landes zu jeder Jahreszeit in jedem Jahrzehnt zu. Bisherige Höchstwerte werden ständig übertroffen.“
Aus dem Bericht geht hervor, dass die Erwärmung der Ozeane, der Anstieg des Meeresspiegels, die Erhöhung der Durchschnittstemperaturen auf dem Kontinent, zunehmende Temperaturextreme und Veränderungen der Windverhältnisse mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auf menschlichen Einfluss zurückgehen. Die Durchschnittstemperaturen haben sich seit 1960 um etwa 0,7 Grad Celsius erhöht. In einigen Landesteilen betrug der Temperaturanstieg in den letzten 50 Jahren 1,5-2 Grad Celsius. Die australischen Klimaforscher prognostizieren, dass sich die Durchschnittstemperaturen bis 2030 um weitere 0,6 bis 1,5 Grad erhöhen werden.
Die Gesamtniederschläge haben sich nicht signifikant verändert, wohl aber deren regionale Verteilung. Der Südwesten und Südosten Australiens mit einer relativ hohen Bevölkerungsdichte haben einen Rückgang der jährlichen Niederschläge zu verzeichnen. Australien hat im letzten Jahrzehnt die schlimmsten Dürrezeiten der letzten 100 Jahre erlebt, was u.a. große Schäden für den Getreideanbau und die Viehzucht verursacht hat.
Weitere Informationen und die Möglichkeit zum Herunterladen des Berichts finden Sie
hier. (FKP)