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Wirtschaft | 23.02.2010

Hohe Kosten der Klimaschäden, die große Unternehmen verursachen

Große Unternehmen tragen signifikant zu Klimawandel und Umweltproblemen beiDie 3.000 weltweit größten Konzerne haben im Jahre 2008 Umweltschäden verursacht, die mit 2,2 Billionen Dollar zu bewerten sind. Zu diesem Ergebnis sind Fachleute des Londoner Beratungsunternehmens „Trucost“ gekommen. Sie arbeiten im Auftrag der Vereinten Nationen an einer Studie zu den Umweltschäden durch große Unternehmen, die Mitte des Jahres veröffentlicht werden soll.
Wie die britische Tageszeitung „Guardian“ am 19. Februar vorab berichtete, entfällt mehr als die Hälfte der Summe von 2,2 Billionen Dollar auf Schädigungen des globalen Klimas. Der entstandene Schaden entspricht 6-7% des Umsatzes der untersuchten Unternehmen und etwa einem Drittel ihrer Gewinne. Dabei gibt es zwischen einzelnen Branchen große Unterschiede.
In der bisherigen Berechnung sind die Umwelt- und Klimaschäden noch nicht berücksichtigt, die beim Verbrauch der Waren entstehen, die von den 5.000 Konzernen produziert werden. Unberücksichtigt sind auch die Kosten, die der durch die Emissionen ausgelöste Klimawandel längerfristig verursacht, z.B. die Migration in besonders hart von Klimaveränderungen betroffenen Regionen der Welt. Der endgültig im Bericht enthaltene Betrag für den Gegenwert des Gesamtschadens wird also höher liegen.
Der Bericht wird nach jetzigem Stand die Empfehlungen enthalten, die hohe Subventionierung von Wirtschaftszweigen einzustellen, die Umwelt und Klima gravierend schädigen, so Landwirtschaft, Energieerzeugung und Transportwesen. Außerdem seien striktere Regulierungen und höhere Steuern für Unternehmen erforderlich, die die Umwelt schädigen.
Der Wirtschaftswissenschaftler Pavan Sukhdev, der die Arbeiten an der Studie leitet, bewertet die Höhe der Schäden und möglicher Ausgleichszahlungen so: „Dies kann den Unterschied zwischen Gewinn und Verlust ausmachen. Sehr viele leitende Manager haben eine bange Ahnung davon, und dass sie mit dieser Möglichkeit rechnen, ist eine gute Sache, denn sie führt zu Lösungen.“ (FKP)
Copyright Foto: Dieter Düvelmeyer


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