Das Bundesumweltministerium hat eine inoffizielle Übersetzung der „Kopenhagen-Vereinbarung“ vom 18. Dezember 2009 veröffentlicht. Die Vereinbarung war am Ende der UN-Klimakonferenz von den Delegationen von über 190 Ländern zur Kenntnis genommen, aber nicht formell verabschiedet worden. Die Vereinbarung bildet die Grundlage für die weiteren internationalen Klimaverhandlungen, die in diesem Jahr stattfinden werden. Die vorläufige deutsche Übersetzung finden Sie
hier, die vorläufige englische Fassung
hier.
In der Januar-Ausgabe der Zeitschrift „Umwelt“ des Umweltbundesministeriums ist eine ausführliche Analyse des Verlaufs und der Ergebnisse der UN-Klimakonferenz erschienen. Die Konferenz wird u.a. so bewertet:
„Auch wenn der Kompromiss in Kopenhagen nur einen Minimalkonsens abbildet, wäre es falsch gewesen, den Verhandlungstisch zu verlassen. Die EU sowie Deutschland können die Klimakrise nicht allein lösen. Auch über die Klimapolitik hinaus wäre ein Aufkündigen des erreichten Konsenses durch die Europäische Union der falsche Weg gewesen. Die internationale Klimapolitik ist die Nagelprobe dafür, wie die künftige Weltordnung aussieht und welche Rolle die Europäische Union in ihr spielen kann. Ohne die USA und China lassen sich weder die Klimakrise noch die anderen zentralen Herausforderungen unserer Zeit lösen. Unilateralismus kann für die Europäische Union nicht die Konsequenz aus den Schwierigkeiten und Beschränkungen des Multilateralismus sein.“
Der Beitrag kann
hier online gelesen werden. (FKP)