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Politik und Gesellschaft | 24.08.2009

Wasser als wichtiges Thema bei Klimaverhandlungen

Logo der Weltwasserwoche„Wasser ist ein wichtiges Medium, durch das die Auswirkungen des Klimawandels spürbar werden.“ So wird in einer Erklärung der „Stockholm Water Week“ (16.-22. August 2009) zur bevorstehende UN-Weltklimakonferenz festgestellt. Deshalb sei ein wirkungsvolles Wassermanagement unverzichtbar für eine Anpassung an den Klimawandel. Dazu gehörten auch Analysen der Risiken und ein Risikomanagement. Weiter heißt es in der Erklärung: „Schutz und nachhaltige Nutzung der Ökosysteme sind grundlegend für Anpassung und menschliche Entwicklung. Wir fordern deshalb verstärkte Anstrengungen für und Investitionen in den Schutz und die Wiederherstellung natürlicher Ressourcen – darunter Wasser – als unverzichtbarer Teil jeglicher Anpassungsprozesse.“

In der Erklärung der mehr als 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz (aus Politik, Wissenschaft, Wasserwirtschaft, Entwicklungspolitik und Umweltbewegungen) wird außerdem die Bereitstellung von Finanzen, Wissen und Technologien für die Anpassung der Entwicklungsländer an die Klimaveränderungen gefordert.

Im Blick auf die UN-Klimakonferenz im Dezember betonte Anders Berntell, der Exekutivdirektor des „Stockholm International Water Institute“, während der Weltwasserwoche: „Wasser ist ein grundlegendes Element in Volkswirtschaften, Gemeinschaften und öffentlicher Gesundheit. Wir wissen, dass es das Medium ist, durch welches der Klimawandel seine ernstesten Auswirkungen zeigt. Um wirksam zu sein, müssen Klimaverhandlungen die Auswirkungen und die Bedeutung von Wasser für die Welt und in der Tat für das menschliche Wohlergehen berücksichtigen.“

Wasser und Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel

Dr. John Matthews, der Leiter des Arbeitsbereich Süßwasser-Anpassung bei der internationalen Umweltschutzorganisation WWF, äußerte sich in Stockholm so: „Vor allem mit Wasser – durch das die meisten Menschen die Auswirkungen des Klimawandels spüren werden – müssen wir die Anpassungsarbeit an den Klimawandel wirkungsvoll gestalten. Die ganze WWF-Erfahrung zeigt, dass die Anpassung am Besten funktioniert, wenn sie das Ökosystem zur Grundlage macht.“ Der Klimawandel, so der WWF-Experte, stellt eine große Herausforderung für den Wassersektor dar: „Entscheidungen über Wasserinfrastruktur und -management, die heute getroffen werden und jahrzehntelange Auswirkungen haben, werden all zu oft im Rahmen einer Politik und durch Institutionen getroffen, die unter der Annahme eines stabilen Klimas entstanden sind und die sich erst noch anpassen müssen.“ Während der Konferenz wurde zum Beispiel anhand einer neuen Studie deutlich, wie stark sich das Schmelzen der Gletscher im Himalaja auf die Wasserversorgung der Menschen in großen Teilen Asiens auswirken wird und wie unzureichend die bisherigen Anpassungsmaßnahmen an diese für die nächsten Jahrzehnte zu erwartenden Prozesse sind. (FKP)


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