Damit die UN-Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember 2009 zu einem Erfolg wird, hat UN-Generalsekretär Ban Ki-moon die Petitionskampagne „Seal the Deal“ („Schließt den Vertrag ab“) initiiert. In einer Videobotschaft fordert er „ein faires und wirksames Klimaabkommen, das den Ausstoß von Treibhausgasen reduziert und Millionen Familien dabei hilft, sich an immer extremeres Wetter und andere Folgen des Klimawandels anzupassen.“
Millionen Menschen sollen durch ihre Unterschrift Druck dafür machen, dass die Regierungen der Welt ein neues Klimaschutzabkommen abschließen. In der Petition wird gefordert, verbindliche Ziele für die Reduzierung der Treibhausgase bis 2020 zu vereinbaren. Besonders verletzliche Staaten sollen unterstützt werden, Menschen vor den Folgen des Klimawandels zu schützen. Außerdem sollen Anpassungsmaßnahmen der Entwicklungsländer an den Klimawandel gefördert werden. Am Ende der Petition heißt es. „Ergreift diese Gelegenheit, um die Menschen und den Planeten zu schützen. Fördert grünes Wachstum; startet die grüne, kohlenstoffarme Wirtschaft von morgen.“
Besonders die Stimme der Jugend soll durch diese Kampagne zu Gehör gebracht werden. Um sie für diese Initiative zu gewinnen, wurde die Website
„Seal the Deal 2009“ gestaltet, die vor allem Kinder und Jugendliche ansprechen soll.
Ein Höhepunkt der Aktivitäten in Zusammenhang mit der „Seal the Deal“-Initiative wird vom 17.-25. August 2009 eine Konferenz von 1.000 Kindern und Jugendlichen aus aller Welt in Daejeon/Korea sein. Dort soll die Petition an die Politiker konkretisiert werden. Gleichzeitig soll ein Aktionsplan verabschiedet werden, um die einzelnen Menschen zu ermutigen, sich für den Klimaschutz zu engagieren. An einem Tag der Konferenz werden sich prominente Politiker, Wirtschaftsvertreter und UN-Repräsentanten dem Gespräch mit den jungen Leuten stellen.
Vom 20.-25. September soll eine „Weltweite Aktionswoche zum Klimawandel“ stattfinden, die in Zusammenarbeit mit führenden internationalen Umweltschutzorganisationen vorbereitet wird. Während der Woche wird am 22. September die diesjährige UN-Generalversammlung eröffnet, bei der über Klimaschutzfragen diskutiert werden soll.
Am 21. September sollen dann in etwa 100 Hauptstädten Politikern die Petitionen übergeben werden. Das UN-Umweltprogramm UNEP, das UN-Kinderhilfswerk UNICEF, andere UN-Organisationen sowie verschiedene internationale Zusammenschlüsse wollen eine Million Kinder und Jugendliche dafür mobilisieren, durch die Hauptstädte zu ziehen und die Petitionen zu übergeben. Die politischen Führer der Welt sollen so inspiriert werden, in Kopenhagen zukunftsweisende Beschlüsse zu fassen. (FKP)