"... brauchen wir auf der Klimakonferenz von Kopenhagen im Dezember ein eindeutiges Abkommen. Die Verhandlungen zum Klimaschutz müssen sofort drastisch beschleunigt werden.“ Dies schrieben der UN-Generalsektretär Ban Ki-moon und der frühere US-Vizepräsident Al Gore in einem gemeinsamen Gastbeitrag für die „Financial Times Deutschland“ vom 19. Februar 2009. In dem Artikel wurde weiter festgestellt: „Ein Klimavertrag wäre das denkbar wirksamste globale Konjunkturpaket. Mit einem neuen Übereinkommen als Basis können Wirtschaft und Regierungen endlich klar erkennen, wie viel uns der CO2-Ausstoß tatsächlich kostet. Es würde eine Innovations- und Investitionswelle für saubere Energie entfesseln. Kopenhagen muss der Startpunkt sein für eine wirklich nachhaltige Erholung der Wirtschaft.“
Wenn wirtschaftliche Anreize angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise geschaffen werden, erklärten die beiden prominenten Politiker und engagierten Verfechter eines konsequenten Klimaschutzes, sollten die Regierungen nicht nur auf Konjunkturanreize setzen, sondern müssten auch sicherstellen, dass die entstehende neue Wirtschaftsordnung für die Menschen und den Planeten nachhaltig sind: „Wir benötigen wirtschaftliche Anreize und langfristige Investitionen, um zwei Ziele gleichzeitig zu erreichen: Eine Politik, die unsere dringenden ökonomischen und sozialen Bedürfnisse erfüllt, die aber auch eine neue grüne Weltwirtschaft schafft.“
Ban Ki-moon und Al Gore mahnen im Blick auf die Gestaltung der Konjunkturpakete: „Diese Pakete müssen helfen, die Weltwirtschaft ins 21. Jahrhundert zu katapultieren. Sie dürfen nicht dazu genutzt werden, sterbende Industriezweige zu bewahren und das Fehlverhalten der Vergangenheit beizubehalten. Wenn weiter Billionen Dollar in Infrastruktur fließen, die von fossilen Brennstoffen abhängt, wäre das so, als ob wir nach der Immobilienkrise erneut in wertlose Immobilien investieren.“ (FKP)