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Landwirtschaft | 03.02.2009

Afrikanische Viehzüchter - Opfer des Klimawandels

Etwa 250 Millionen Menschen in den ländlichen Gebiet Afrikas werden als Folge des Klimawandels im Jahre 2020 keine ausreichende Versorgung mit sauberem Wasser haben. Besonders gravierend werden die Probleme der Viehzüchterfamilien sein. Zu diesem Ergebnis kam eine Fachtagung, die Ende Januar 2009 gemeinsam vom UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (OCHA) und der African Union (dem Zusammenschluss der afrikanischen Staaten) in Nairobi durchgeführt wurde. Klima- und Landwirtschaftsfachleute diskutierten gemeinsam mit Vertretern der Viehzüchter vom Horn von Afrika sowie aus Ost- und Zentralafrika, wie sich der Klimawandel konkret auf diese Bevölkerungsgruppe auswirken wird. Vor allem ging es aber darum, Konzepte für die Sicherung der Lebensgrundlage und der Rechte der Viehzüchterfamilien zu entwickeln.

Zu diesem Ergebnis kam eine Fachtagung, die Ende Januar 2009 gemeinsam vom UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (OCHA) und der African Union (dem Zusammenschluss der afrikanischen Staaten) in Nairobi durchgeführt wurde. Klima- und Landwirtschaftsfachleute diskutierten gemeinsam mit Vertretern der Viehzüchter vom Horn von Afrika sowie aus Ost- und Zentralafrika, wie sich der Klimawandel konkret auf diese Bevölkerungsgruppe auswirken wird.

Vor allem ging es aber darum, Konzepte für die Sicherung der Lebensgrundlage und der Rechte der Viehzüchterfamilien zu entwickeln. Als einige Gründe dafür, dass die Viehzüchter in Afrika gravierende Probleme haben, sich auf den Klimawandel einzustellen, wurden bei der Fachtagung identifiziert: unzureichende staatliche Administration, Marginalisierung, Mangel an schulischer Erziehung sowie unsichere Verhältnisse in den Lebensräumen der Viehzüchter.

Moses Ndiyaine, ein tansanischer Viehzüchter, schlug die Schaffung eines Globalen Fonds für Viehzüchter vor, um zu helfen, dass Frühwarnsysteme aufgebaut, die Veterinärdienste verbessert und Lobbyarbeit bei den Regierungen für eine Viehzüchter-freundliche Gesetzgebung betrieben werden kann. Jeanine Cooper, die Leiterin des OCHA-Büros in Kenia, erläuterte bei der Fachtagung, dass die Ernährungssicherheit in marginalisierten ländlichen Gebieten durch unvorhersehbare Niederschläge noch stärker gefährdet wird. „Der Klimawandel wird die Risiken und die Verletzlichkeit stetig erhöhen und weitere Belastungen mit sich bringen und dies angesichts ohnehin unzureichender Strategien zum Umgang mit den Problemen und riesiger sozialer Ungleichheiten.“

Mit Unterstützung Schweizer Entwicklungsmittel hoffen OCHA und African Union, dass es innerhalb eines Jahres gelingen wird, sich erfolgreich dafür einzusetzen, die Programme zur Reduzierung von Katastrophenrisiken deutlich auszubauen und das Management des Umgangs mit dem Klimawandel überall auf dem afrikanischen Kontinent zu verbessern. Man hofft auf eine kontinentweite Politik zur Verbesserung der Situation von Viehzüchterfamilien.   

Einen ausführlichen Beitrag zu dieser Thematik finden Sie auf der Website von IRINnews, der OCHA-Nachrichtenagentur. (FKP)

http://www.irinnews.org/PrintReport.aspx?ReportId=82614


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