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Landwirtschaft | 12.03.2009

Auswirkungen des Klimawandels auf den Fischfang

bedrohter FischfangViele Fischbestände auf der Welt werden bereits heute bis zum Maximum genutzt, vielerorts kommt es zu einer Überfischung. Deshalb bereitet es Wissenschaftlern Sorge, wie sich der Klimawandel in dieser ohnehin prekären Situation auswirken wird. Dies geht aus dem Bericht „State of World Fisheries and Aquaculture“ hervor, der Anfang März 2009 von der UN-Welternährungsorganisation FAO veröffentlicht wurde.

Der Klimawandel hat bereits dazu geführt, dass Salz- und Süßwasserspezies in neue Lebensräume drängen, wenn sie überhaupt eine Möglichkeit haben, der Erwärmung von Meeren, Seen und Flüssen auszuweichen. Es gibt eine Tendenz, dass verschiedene Spezies ihre Lebensräume in kältere Regionen verlegen, also in Richtung auf die Pole. Das hat gravierende Auswirkungen auf Fischpopulationen und Fangergebnisse vor allem in wärmeren Regionen der Welt. Besonders arme Fischergemeinschaften brauchen, so der Bericht, dringend Unterstützung, um sich auf die klimabedingten Veränderungen der Fischarten und Fischmengen einzustellen.

In Entwicklungsländern sind etwa 43,5 Millionen Menschen direkt am Fischfang beteiligt oder in Aquakulturen beschäftigt, wird in dem Bericht geschätzt. Davon arbeiten 86 Prozent in Asien. Rechnet man die Fischverarbeitung, den Fischhandel und ähnliche Bereiche hinzu und berücksichtigt die Familienangehörigen der Beschäftigten, kommt man zum Ergebnis, dass mehr als eine halbe Milliarde Menschen von diesem Sektor abhängig sind. Mehr als 2,9 Milliarden Menschen auf der Welt decken zu mindestens 15 Prozent ihrer jährlichen Proteinbedarf durch Fisch, in Ländern wie Bangladesch und Ghana ist die Abhängigkeit noch sehr viel größer. Klimabedingte Rückgänge der Fangerträge haben vor allem in wirtschaftlich ärmeren Ländern direkte Auswirkungen auf die Ernährungssituation. (FKP)

 

Eine ausführliche Pressemitteilung der FAO zu diesem Thema finden Sie hier.

Den FAO-Bericht „State of World Fisheries and Aquaculture“ finden Sie hier zum Herunterladen.


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