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Landwirtschaft | 06.04.2009

FAO: Landwirtschaft stärker in Klimaverträge einbeziehen

Die UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO setzt sich dafür ein, dass bei den Verhandlungen über ein neues internationales Klimaabkommen die Landwirtschaft stärker in den Blick kommen muss. Der Anteil der Landwirtschaft an den weltweiten Treibhausgas-Emissionen beträgt nach FAO-Angaben bereits 14%. Hinzu kommen 17% durch die Abholzung von Wäldern und die Boden-Degradation. Diese Anteile werden in den nächsten Jahrzehnten als Folge eines zunehmenden Bedarfs an Nahrungsmitteln und der Veränderung der Ernährungsgewohnheiten noch steigen.

Alexander Müller, stellvertretender FAO-Generaldirektor, betonte angesichts dieser Perspektiven Anfang April 2009: „Millionen Bauern in allen Teilen der Welt könnten aber auch zu Akteuren des Wandels werden und dabei helfen, die Treibhausgas-Emissionen zu vermindern.“ Eine wichtige Möglichkeit besteht darin, dass die Bauernfamilien ihr Land so bearbeiten, dass es mehr Kohlendioxid speichert. Dies ist unter anderem durch weniger Pflügen, weniger Kunstdünger, organische Bodenverbesserung, Bedeckung des Bodens mit Pflanzen, gezielten Fruchtwechsel, organische Landwirtschaft, das Pflanzen von Bäumen und einen umsichtigen Umgang mit Wasser möglich.

Um so bedauerlicher ist es aus der Sicht der FAO, dass viele dieser Maßnahmen bisher nicht im Rahmen von Finanzierungsprogrammen wie dem „Clean Development Mechanism“ (CDM) finanziell unterstützt werden. Weder eine nachhaltige landwirtschaftliche Entwicklung noch landwirtschaftliche Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel profitieren bisher von CDM-Finanzierungen. Dies gelte es, so die FAO, beim nächsten Klimaschutzabkommen zu verändern, über das bei der UN-Klimakonferenz im Dezember 2009 in Kopenhagen entschieden wirden soll. (FKP) 


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