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Menschenrechte | 26.02.2009

Klimawandel verschärft Konflikte im Norden Ugandas

Karamoja, eine semiaride Region im Norden Ugandas, hat in 25 Jahren 14 Dürrekatastrophen erlebt. Dies ist ein deutliches Anzeichen für den Klimawandel in diesem Teil Ostafrika. Wie aus einem Bericht von IRINnews, der Nachrichtenagentur des „UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs", vom 23. Februar 2009 hervorgeht, hat diese Häufung von Dürrezeiten die gewaltsam ausgetragenen Konflikte in Karamoja sehr verschärft. Der Mangel an Nahrungsmitteln und Wasser hat viele Bewohner dazu bewegt, sich an Viehdiebstählen zu beteiligen. Die damit verbundenen Auseinandersetzungen werden inzwischen mit modernen Gewehren vom Typ AK-47 ausgetragen, und entsprechend groß ist die Zahl der Opfer. Der Bericht der UN-Nachrichtenagentur zitiert Fachleute, die darauf verweisen, dass es oberflächlich wäre zu sagen, dass der Klimawandel zu gewaltsamen Konflikten führe. Es sei aber eindeutig, dass er solche Konflikte verschärfe. Um die Konflikte in Karamoja abzubauen und in anderen Regionen Afrikas zu verhindern, sind nach Auffassung internationaler Entwicklungsfachleute eine ganze Reihe von Maßnahmen erforderlich. So gelte es, eine gesicherte Lebensgrundlage für die lokale Bevölkerung zu schaffen, u.a. durch einen verbesserten Marktzugang, Kleinkreditprogramme, Versicherungen gegen Klimagefahren und Sozialhilfeprogramme. 


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