Die Suche nach einem Ausweg aus der globalen Klimakrise geht weiter. Dieses Mal trafen sich Politiker und Diplomaten aus 35 Ländern auf Einladung der Bundesregierung in Berlin. Beim „Petersberger Klimadialog“ zeigte sich, wie die Zerstrittenheit der EU-Regierungen in Klimafragen ein gemeinsames Engagement für ein dringend erforderliches internationales Klimaabkommen erschwert.
Die Wüsten in aller Welt dehnen sich anscheinend unaufhaltsam aus. Bei einer Wissenschaftskonferenz in Bonn wurde diskutiert, wie die weitere Ausbreitung der Wüstengebiete gestoppt werden kann. Aber auch in gemäßigten Zonen sind die Bodenqualität und damit die Nutzbarkeit landwirtschaftlicher Flächen für die Welternährung gefährdet. Eine Erkenntnis des Treffens in Bonn: Nichthandeln wird sehr teuer!
Gewaltige Summen fließen jedes Jahr in die Subventionierung der Energieerzeugung, um niedrige Benzin- und Strompreise zu ermöglichen. Das freut die privaten und industriellen Verbraucher. Aber solche Subventionen schaden dem Klima, der Umwelt und der wirtschaftlichen Entwicklung. Zu diesem Ergebnis ist der Internationale Währungsfonds (IWF) in einer Studie gekommen. Gefordert werden deshalb Energiepreise, die alle tatsächlichen Kosten widerspiegeln, und eine CO2-Steuer.
Wieder einmal trafen sich Regierungsvertreter aus aller Welt, um die Grundlagen für ein neues internationales Klimaabkommen auszuhandeln. Die UN-Verhandlungen in Bonn waren von einem konstruktiven Geist geprägt, aber die Hürden für ein neues Abkommen sind weiterhin hoch, zu hoch?
Mehr als 7.000 Kilometer lang wird die „Große Grüne Mauer“ werden, die sich einmal quer durch den afrikanischen Kontinent ziehen soll. Zwischen dem Senegal im Westen und Djibouti im Osten wird sich dann ein bis zu 15 Kilometer breiter grüner Streifen von Bäumen, Gehölzen und anderen Pflanzen ausdehnen. So soll die Ausbreitung der Wüsten nach Süden gestoppt werden. Ein gigantisches Vorhaben – aber auch ein realistisches Vorhaben?
Ein Grüner Klimafonds der Vereinten Nationen soll es Entwicklungsländern ermöglichen, Klimaprogramme zu finanzieren. Es gibt noch offene Punkte, aber bei einem Treffen des Direktoriums in Berlin wurden wichtige Weichenstellungen vorgenommen. Viel wird nun davon abhängen, in welchem Umfang die Zivilgesellschaft in die Umsetzung des Programms einbezogen wird.
Positionspapier deutscher Nichtregierungsorganisationen
Organisationen der deutschen Zivilgesellschaft engagieren sich für den Schutz von Umwelt- und Klimaflüchtlingen. Das Papier zu dem Thema spiegelt den gemeinsamen Standpunkt von sieben nichtstaatlichen Organisationen. Herausgegeber sind Amnesty International, Brot für die Welt, der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen, Germanwatch, medico international, Oxfam Deutschland und der Förderverein PRO ASYL.
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