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Politik und Gesellschaft | 19.11.2009

„Hamburger Erklärung“ für Klimaschutz in den Städten der Welt

Logo Hamburg 2009Mit der Unterzeichnung der „Hamburger Erklärung“ ist am 18. November 2009 im Congress Centrum Hamburg die Hamburg City Climate Conference erfolgreich zu Ende gegangen. Darin bekräftigen die rund 290 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 40 Nationen ihre Solidarität und ihre Verantwortung im Kampf gegen die globale Erderwärmung. In der Erklärung heißt es: „Die unterzeichnenden Städte verpflichten sich, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um den Klimawandel zu begrenzen und die daraus resultierenden Folgen zu bewältigen.“ Zielwert des Ausstoßes von CO2 sei eine Verminderung um 50 Prozent bis zum Jahr 2050 und ein Anteil von etwa 80 Prozent der Energie aus Erneuerbaren Energiequellen ebenfalls bis 2050.

Die Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt, Anja Hajduk dankte den Teilnehmern für ihren Besuch und die engagierte Beteiligung: „Als einer der Hauptverantwortlichen für den Klimawandel können die Städte der Motor für mehr Klimaschutz sein. Wir werden den vereinbarten Weg konsequent weitergehen. Die Hamburger Konferenz sendet damit auch ein klares Signal nach Kopenhagen, wo am 7. Dezember der UN-Klimagipfel stattfinden wird. Wir appellieren an die Teilnehmer des Klimagipfels in Kopenhagen, den Gipfel zu einem Erfolg zu führen und gemeinsam Wege zu finden, den Klimawandel aufzuhalten.“

Rund 290 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 40 Nationen hatten an der zweitägigen Konferenz teilgenommen. Die Hamburg City Climate Conference entspringt der EU-Initiative „Covenant of Mayors", die Bürgermeister aus der EU und weltweit für Klimaschutz sowie nachhaltiges Wirtschaften und Planen gewinnen will. Hamburg ist Erstunterzeichner der 2008 geschlossenen Convenant-Vereinbarung. Die jetzige „Hamburg City Climate Conference 2009" war der erste Kongress dieser Initiative. Mit ihr hat Hamburg seine aktive Rolle im internationalen Klimaschutz unter Beweis gestellt. In seiner herausgehobenen Rolle als „Europäische Umwelthauptstadt 2011“ brachte Hamburg wichtige europäische und außereuropäische Städte an einen Tisch. Hamburg hat die Konferenz zusammen mit dem „Covenant of Mayors“ organisiert und wurde von den Städtenetzwerken ICLEI, METREX, dem „Klimabündnis“ sowie den Umweltverbänden WWF und Germanwatch unterstützt.

Die Konferenzteilnehmer diskutierten auf dem Podium und in Arbeitsgruppen Themen wie „Null-Emissions-Energien“, neuste Entwicklungen im öffentlichen Personennahverkehr, Aktionspläne zur Einführung nachhaltiger Energien, Klimaschutz bei der Stadtplanung, die Finanzierung von Klimaschutz und die Rolle und Bedeutung der EU-Initiative „Covenant of Mayors“ in Kopenhagen und in der internationalen Energiedebatte.

Im Anschluss an die Konferenz fanden Exkursionen („Study Tours“) zu ausgewählten Hamburger Klimaschutzprojekten statt, von IBA-Projekten in Wilhelmsburg über die Klimafolgenforschung am GKSS-Forschungszentrum Geesthacht bis zur Vorstellung von Mitgliedern der UmweltPartnerschaft Hamburg im Hafen und am Flughafen.

Im Download finden Sie die verabschiedete „Hamburger Erklärung“. (Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt der Freien und Hansestadt Hamburg)

 

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