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Vereinte Nationen & int. Organisationen | 29.10.2009

UN-Generalsekretär benennt Kriterien für internationales Klimaabkommen

Auf dem Weg nach KopenhagenErfolg oder Misserfolg eines Abkommens bei der UN-Klimakonferenz im Dezember 2009 kann an vier Kriterien überprüft werden, ist UN-Generalsekretär Ban Ki-moon überzeugt. In einem Beitrag für die „New York Times“ vom 25. Oktober 2009 führte er aus, dass es zunächst einmal darauf ankommt, dass jedes Land – sei es nun ein Industrie- oder Entwicklungsland – alle seine Emissionen drastisch reduziert, und dazu zählen zum Beispiel auch die Emissionen von Schiffen und jene durch die Zerstörung von Wäldern.

Das zweite Kriterium beschrieb der UN-Generalsekretär so: „Ein erfolgreiches Abkommen muss die Fähigkeit der Welt stärken, mit dem bereits stattfindenden Klimawandel fertig zu werden.“ Ban Ki-moon betont, die „Unterstützung der Anpassung ist nicht nur ein ethisches Gebot, es ist eine kluge Investition in eine stabilere und sicherere Welt“.

Drittens komme es darauf an, die ärmeren Länder finanziell dabei zu unterstützen, den Übergang zu einer Wirtschaft mit niedrigen Kohlendioxidemissionen zu schaffen.

Schließlich muss es darum gehen, internationale Strukturen für den Umgang mit dem Klimawandel zu schaffen, die auf Gleichheit beruhen: „Alle Länder müssen eine Stimme haben, wenn es darum geht, wie die Ressourcen eingesetzt und verwaltet werden. Auf diese Weise kann Vertrauen entstehen.“

Ban Ki-moon betont in dem Zeitungsbeitrag, dass „alle Elemente für einen Vertrag auf dem Tisch liegen“. Es komme nun darauf an, „verengte nationale Interessen hinter sich zu lassen und sich an einer freien und konstruktiven Diskussion im Geist der globalen gemeinsamen Sache zu beteiligen“. (FKP)