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		<title>News: Klimawandel bekämpfen</title>
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			<title>News: Klimawandel bekämpfen</title>
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		<lastBuildDate>Tue, 31 Jan 2012 10:00:00 +0100</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Mit Grüner Wirtschaft die Ozeane und das Klima schützen</title>
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			<description><![CDATA[„Meere und Ozeane sind entscheidende Säulen für die Entwicklung vieler Länder und für ihren Kampf zur Überwindung von Armut. Aber die große Zahl positiver Beiträge der Ökosysteme der Meere und Küsten, darunter Ernährungssicherheit und Klimaregulierung, sind heute stärker unter Druck als jemals...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="uploads/pics/GreenEconomy_Titelseite_UNEP.jpg" width="364" height="512" alt="" />]]><![CDATA[„Meere und Ozeane sind entscheidende Säulen für die Entwicklung vieler Länder und für ihren Kampf zur Überwindung von Armut. Aber die große Zahl positiver Beiträge der Ökosysteme der Meere und Küsten, darunter Ernährungssicherheit und Klimaregulierung, sind heute stärker unter Druck als jemals zuvor.“ So beschreibt Achim Steiner, Exekutivdirektor des UN-Umweltprogramms <link http://www.unep.org/ _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">UNEP</link>, die Notwendigkeit des Schutzes von Meeren und Küsten. 
UNEP hat deshalb zusammen mit anderen UN-Einrichtungen und -Programmen Ende Januar den Bericht „Green Economy in a Blue World“ (Grüne Wirtschaft in einer blauen Welt) veröffentlicht. Achim Steiner fasst die Ergebnisse so zusammen: „Eine Ausweitung grüner Investitionen in Meeres- und Küstenressourcen und eine Verstärkung der internationalen Zusammenarbeit beim Management grenzüberschreitender Ökosysteme sind essentiell, wenn der Übergang zu einer CO2-armen und ressourceneffizienten Green Economy verwirklicht werden soll.“
<h2>Viele Ursachen für die Bedrohung der Ökosysteme</h2>
Viele Ökosysteme der Meere und Küstenregionen sind stark geschädigt und akut gefährdet. So sind zum Beispiel 20% der Mangroven der Welt zerstört, die u.a. für den Küstenschutz und für das Überleben vieler Fischarten unverzichtbar sind. Beunruhigend ist auch die Tatsache, dass 60% der tropischen Korallenriffe unmittelbar gefährdet sind, vor allem durch die Folgen der Klimaänderungen und durch mutwillige Zerstörung. 
Beunruhigend ist auch die starke Belastung der Meere durch Nitrate und Phosphate, die vor allem aus der Landwirtschaft und ungeklärten Abwässern stammen. Ohne grundlegende Veränderungen, so wird in dem UN-Bericht geschätzt, kann sich diese Menge bis 2050 um das bis zu 2,7-fache erhöhen. Schon die heutigen Belastungen tragen wesentlich dazu bei, dass es mehr als 400 „tote Zonen“ in küstennahen Ozean- und Meeresgebieten gibt, also Zonen, in denen alles Leben abgestorben ist. 
<h2>Große Chancen für eine „Green Economy“</h2>
Der Beitrag, den Meere und Küsten zu einer Green Economy leisten können, ist vielfältig. Sie reichen von Windparks über den Ökotourismus bis zu nachhaltigen Formen der Fischerei und des Schiffsverkehrs. Etwa 90% des internationalen Handels erfolgt auf dem Seeweg, und eine Verminderung des CO2-Ausstoßes der Schiffe, verbunden mit einer höheren Energieeffizienz, kann wesentlich dazu beitragen, diesen Wirtschaftsbereich wesentlich umweltfreundlicher zu gestalten. Dazu gehört zum Beispiel auch die Verwendung schadstoffärmeren Schiffsdiesels.]]></content:encoded>
			<category>Politik &amp; Gesellschaft</category>
			
	 		
			<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 10:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Grüner Klimafonds nimmt Arbeit auf</title>
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			<description><![CDATA[Der „Green Climate Fund“ gewinnt konkrete Gestalt. Wie bei der UN-Klimakonferenz in Durban/Südafrika im Dezember 2011 vereinbart, haben die Vereinten Nationen die notwendigen Schritte unternommen, damit ein Sekretariat für den Fonds eingerichtet und ein Leitungsgremium berufen werden können. Das...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="uploads/pics/Klimafonds_Energieerzeugung_UNEP-Foto1.jpg" width="680" height="300" alt="" />]]><![CDATA[Der „Green Climate Fund“ gewinnt konkrete Gestalt. Wie bei der UN-Klimakonferenz in Durban/Südafrika im Dezember 2011 vereinbart, haben die Vereinten Nationen die notwendigen Schritte unternommen, damit ein Sekretariat für den Fonds eingerichtet und ein Leitungsgremium berufen werden können. Das Sekretariat wird vorläufig als autonomes Büro beim UN-Klimasekretariat (<link http://unfccc.int/2860.php _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">UNFCCC</link>) in Bonn angesiedelt, und in einigen Monaten soll eine Entscheidung über den endgültigen Standort getroffen werden. Ebenso sind die Regierungen in einem <link http://unfccc.int/files/parties_and_observers/notifications/application/pdf/111222_gcf_notification.pdf _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">Schreiben des UN-Klimasekretariats </link>aufgefordert worden, Kandidaten für das 24-köpfige Komitee („Board“) zu nominieren.
<h2>Umsetzung der Beschlüsse der UN-Klimakonferenzen</h2>
Die Einrichtung eines „Grünen Klimafonds“ war bei der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen 2009 vereinbart worden. Bei der folgenden Klimakonferenz in Cancún 2010 wurden die Pläne konkretisiert, offiziell beschlossen und es wurde ein Ausschuss berufen, der Einzelheiten für die Einrichtung des Fonds erarbeiten sollte. Auch wenn kein Einvernehmen aller Mitglieder zu erreichen war, konnte der Ausschuss bei der UN-Klimakonferenz in Durban konkrete Vorschläge vorgelegen, die dann in einen <link http://unfccc.int/files/meetings/durban_nov_2011/decisions/application/pdf/cop17_gcf.pdf _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">Beschluss aller vertretenen Regierungen</link> mündeten, den Fonds zu starten.]]></content:encoded>
			<category>Vereinte Nationen &amp; int. Organisationen</category>
			
	 		
			<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 11:16:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>UN-Klimakonferenz: Kompromiss in letzter Minute</title>
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			<description><![CDATA[„Wir kamen mit Plan A hierher, und wir haben dieses Treffen mit Plan A beendet, um unseren Planeten für die Zukunft unserer Kinder und unserer zukünftigen Enkelkinder zu bewahren.“ Diese positive Bilanz zog die südafrikanische Außenministerin Maite Nkoana-Mashabane am Ende der UN-Klimakonferenz in...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="uploads/pics/Durban_Nkoana-Mashabane_UNFCCC_Golinski_Foto1.jpg" width="405" height="270" alt="" />]]><![CDATA[„Wir kamen mit Plan A hierher, und wir haben dieses Treffen mit Plan A beendet, um unseren Planeten für die Zukunft unserer Kinder und unserer zukünftigen Enkelkinder zu bewahren.“ Diese positive Bilanz zog die südafrikanische Außenministerin Maite Nkoana-Mashabane am Ende der <link http://unfccc.int/2860.php _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">UN-Klimakonferenz</link> in Durban vom 28. November bis 11. Dezember 2011. Sie bezeichnete das Ergebnis der Konferenz als einen „historischen Meilenstein“ im Kampf gegen die Klimaerwärmung und betonte: „Wir haben einen gewaltigen Schritt vorwärts gemacht.&quot; Diese positive Bewertung wurde nicht von allen Delegierten und Beobachtern geteilt, aber die Erleichterung war groß, dass nach eineinhalb Tagen Verhandlungsverlängerung doch noch gemeinsame Beschlüsse gefasst werden konnten.
Auch die UNFCCC-Exekuktivsekretärin Christina Figueres äußerte sich positiv zu den Ergebnissen und sprach von einer „historischen Konferenz“: „Ich bringe meine Hochachtung gegenüber den Ländern zum Ausdruck, die diese Vereinbarung geschlossen haben. Sie haben alle einige ihrer angestrebten Ziele hintangestellt, um die gemeinsame Aufgabe zu erreichen – eine langfristige Lösung für den Klimawandel.“ Christina Figueres begrüßte besonders die Verlängerung des Kyoto-Protokolls, das zu einem Vorbild für zukünftige Klimavereinbarungen werden könnte.]]></content:encoded>
			<category>Vereinte Nationen &amp; int. Organisationen</category>
			
	 		
			<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 14:36:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Sahel-Zone: Flucht vor den Folgen des Klimawandels</title>
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			<description><![CDATA[Die Durchschnittstemperatur in der westafrikanischen Sahelzone hat sich zwischen 1970 und 2006 um durchschnittlich etwa 1 Grad Celsius erhöht, in einigen Gebieten sogar um bis zu 2 Grad. Das ist für einen so kurzen Zeitraum eine dramatische Erhöhung, die gravierende Auswirkungen auf Niederschläge,...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="uploads/pics/Sahel_Klimawandel_UNEP_01.gif" width="445" height="300" alt="" />]]><![CDATA[Die Durchschnittstemperatur in der westafrikanischen Sahelzone hat sich zwischen 1970 und 2006 um durchschnittlich etwa 1 Grad Celsius erhöht, in einigen Gebieten sogar um bis zu 2 Grad. Das ist für einen so kurzen Zeitraum eine dramatische Erhöhung, die gravierende Auswirkungen auf Niederschläge, Vegetation und Bevölkerung gehabt hat. Dies geht aus einer Studie hervor, die das UN-Umweltprogramm UNEP am 5. Dezember 2011 bei der internationalen Klimakonferenz in Durban präsentiert hat. Berücksichtigt wurden die 17 westafrikanischen Staaten südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Tschad.<br />Die Studie „Livelihood Security: Climate Change, Migration and Conflict in the Sahel” (Sicherheit der Lebensgrundlagen: Klimawandel, Migration und Konflikt im Sahel) entstand in Zusammenarbeit von <link http://www.unep.org/ _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">UNEP</link> und weiteren UN-Programmen und -Einrichtungen. Die Ergebnisse hat UNEP-Exekutivdirektor Achim Steiner bei der Vorstellung der Studie so zusammengefasst: „Die Analyse unterstreicht, wie die Konkurrenz von Gemeinschaften um knappe Ressourcen wie Land, Wasser und Wälder in Westafrika bereits Realität ist. Die regionale Zusammenarbeit bildet den Schlüssel dafür, Spannungen abzubauen, Risiken zu beherrschen und die Möglichkeiten zunehmender Konflikte durch die Umweltveränderungen ausgelöste Migration zu drosseln.“ &nbsp;
<h3>Zunehmende Konflikte von Viehzüchter- und Bauernfamilien</h3>
Die Studie belegt, dass Viehzüchterfamilien in der Sahelzone durch verminderte Niederschläge, eine wachsende Zahl lang anhaltender Dürreperioden, heftige Flutkatastrophen und zunehmende Wasserknappheit dazu gezwungen werden, traditionelle saisonale Wanderbewegungen mit ihrem Vieh aufzugeben, weiter nach Süden zu ziehen und sich dort dauerhaft niederzulassen. Diese neuen Migrationsbewegungen verschärfen die Konflikte zwischen Ackerbauern und Viehzüchtern um die verbliebenen knappen Ressourcen wie Wasser und Land. Die Situation wird in Zukunft noch schwieriger, weil es zusätzlich eine Fluchtbewegung aus den westafrikanischen Küstenregionen ins Landesinnere geben wird, da mit steigendem Meeresspiegel flache Küstenzonen überflutet werden. 
<h3>Regionale Zusammenarbeit unverzichtbar</h3>
Im UNEP-Bericht werden eine Reihe von Maßnahmen vorgeschlagen, um eine Anpassung an diese Klimaänderungen zu ermöglichen. Sie zielen u.a. ab auf die Verbesserung der Ernährungssicherheit und den Abbau von Konfliktpotenzial. Da Klimawandel und Migration regionale Prozesse sind, ist eine regionale Zusammenarbeit in Westafrika erforderlich, um die Migrationsprozesse so zu gestalten, dass Konflikte vermieden oder abgebaut werden. Zugleich soll durch gezielte Anpassungsmaßnahmen erreicht werden, dass mehr Menschen ihre Lebensgrundlagen in den bisherigen Lebensräumen bewahren können. Dazu gehört auch die Schaffung von Arbeitsplätzen im Rahmen der Umgestaltung zu einer „green economy“.<br />Einen ausführlichen Bericht über die Studie finden Sie auf der <link http://www.unep.org/newscentre/Default.aspx?DocumentID=2661&ArticleID=8971 _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">UNEP-Website</link>. Hier besteht auch die Möglichkeit, den <link http://www.unep.org/disastersandconflicts/Introduction/EnvironmentalCooperationforPeacebuilding/EnvironmentalDiplomacy/SahelReport/tabid/55812/Default.aspx _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">Bericht</link> herunterzuladen.<br />(Frank Kürschner-Pelkmann)<br /><br />]]></content:encoded>
			<category>Klimaflüchtlinge</category>
			
	 		
			<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 14:36:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Die Hoffnung stirbt zuletzt</title>
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			<description><![CDATA[„Diese Konferenz muss den gefährdeten Menschen, all denen, die bereits unter dem Klimawandel leiden und noch unter ihm leiden werden, eine neue Gewissheit geben, dass konkrete Anpassungsmaßnahmen und Maßnahmen zur Begrenzung des Klimawandels ergriffen werden für eine sicherere Zukunft.“ Diese...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="uploads/pics/Logo_Durban_UNFCCC.gif" width="170" height="190" alt="" />]]><![CDATA[„Diese Konferenz muss den gefährdeten Menschen, all denen, die bereits unter dem Klimawandel leiden und noch unter ihm leiden werden, eine neue Gewissheit geben, dass konkrete Anpassungsmaßnahmen und Maßnahmen zur Begrenzung des Klimawandels ergriffen werden für eine sicherere Zukunft.“ Diese Hoffnung äußerte Christiana Figueres, die Exekutivsekretärin des UN-Klimasekretariats UNFCCC, in ihrer Rede zur Eröffnung der UN-Klimakonferenz in Durban am 28. November 2011. Die Konferenz, die noch bis zum 9. Dezember dauern wird, soll ein neues internationales Klimaschutzabkommen vorbereiten, das das Kyoto-Protokoll ablösen soll, das Ende 2012 ausläuft. <br />Christina Figueres forderte in ihrer Rede vor den Delegierten aus etwa 190 Ländern ein rasches und entschiedenes Handeln: „Wir treffen uns hier in einer Zeit, wo die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre höher ist als jemals zuvor, wo die Zahl der der Menschen, deren Lebensgrundlage durch die Folgen des Klimawandels zerstört wurde, größer ist als jemals zuvor und wo der Bedarf zum Handeln zwingender und aussichtsreicher ist als jemals zuvor.“
<h3>Südafrikas Präsident und Inselstaaten fordern entschiedenes Handeln</h3>
Für Afrika geht es im Kampf gegen den Klimawandel „um Leben und Tod“, betonte der südafrikanische Präsident Jacob Zuma in seiner Rede zur Eröffnung der Konferenz. Er forderte die internationale Gemeinschaft zu raschen Entscheidungen beim gemeinsamen Vorgehen gegen die Klimaerwärmung und ihre Folgen auf: „Der Klimawandel ist längst nicht mehr nur ein Umweltthema ... sondern birgt enorme Risiken für die gesamte Menschheit, insbesondere aber für die Entwicklungsländer.“ Zuma warnte davor, dass als Folge der globalen Erwärmung die landwirtschaftliche Produktion in vielen afrikanischen Ländern bis zum Jahr 2050 um die Hälfte sinken könnte. Auch sein Heimatland Südafrika leide immer stärker unter extremen Wetterverhältnissen wie enormen Niederschlägen mit der Folge verheerender Überschwemmungen.<br />Eine rasche Einigung auf ein neues Klimaschutzabkommen forderten zu Beginn der UN-Klimakonferenz auch die besonders vom Klimawandel bedrohten kleinen Inselstaaten der Welt. Es sei ihre „moralische und ethische Pflicht&quot;, alle Entscheidungen abzulehnen, die nicht ihr Überleben garantierten, erklärte die Allianz der Kleinen Inselstaaten (AOSIS) am Eröffnungstag der Konferenz. Die Inselstaaten wollen nicht hinnehmen, dass die großen Industriestaaten ein verpflichtendes Abkommen zur Reduzierung ihres Kohlendioxidausstoßes anstreben, dass erst 2020 wirksam wird.]]></content:encoded>
			<category>Vereinte Nationen &amp; int. Organisationen</category>
			
	 		
			<pubDate>Mon, 28 Nov 2011 22:36:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>UN-Umweltprogramm: Übergang zu einer Grünen Wirtschaft nützt Klima und Gesellschaft</title>
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			<description><![CDATA[Investitionen in Höhe von zwei Prozent des globalen Bruttosozialprodukts reichen aus, um die bisherige umweltschädliche Wirtschaft in eine „Green Economy“ zu verwandeln, eine Grüne Wirtschaft. Dies ist das wichtigste Ergebnis des Berichtes „Towards a Green Economy: Pathways to Sustainable...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="uploads/pics/Green-Economy_Titelseite_UN.gif" width="160" height="226" alt="" />]]><![CDATA[Investitionen in Höhe von zwei Prozent des globalen Bruttosozialprodukts reichen aus, um die bisherige umweltschädliche Wirtschaft in eine „Green Economy“ zu verwandeln, eine <link http://www.unep.org/greeneconomy/ _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">Grüne Wirtschaft</link>. Dies ist das wichtigste Ergebnis des Berichtes „Towards a Green Economy: Pathways to Sustainable Development and Poverty Eradication“ (Auf dem Weg zu einer Grünen Wirtschaft: Pfade zu nachhaltiger Entwicklung und der Beseitigung von Armut). Der Bericht geht auf dreijährige Forschungs- und Diskussionsprozesse im Rahmen des UN-Umweltprogramms <link http://www.unep.org/ _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">UNEP</link> zurück. <br />Anlässlich der Präsentation des Berichtes äußerte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon: „In einer Zeit, in der die Welt auf die bevorstehende Rio+20-Konferenz der Vereinten Nationen zu nachhaltiger Entwicklung blickt, stellt der Green Economy-Bericht den Mythos infrage, dass es eine Güterabwägung zwischen Wirtschaft und Umwelt gäbe. Mit einer klugen Politik können Regierungen die Wirtschaft wachsen lassen, akzeptable Beschäftigung schaffen und den sozialen Fortschritt auf eine Weise beschleunigen, die den ökologischen Fußabdruck der Menschheit in einem Rahmen hält, den der Planet verkraften kann.“
<h3>UN-Klimakonferenz als Chance</h3>
Der UNEP-Bericht kommt zum Ergebnis, dass die Weltwirtschaft durch eine Umstellung auf eine Grüne Wirtschaft stärker wachsen wird, als dies bei einer Fortführung der bisherigen Wirtschaftsweise vorhergesagt worden ist. Es würden hingegen die Risiken vermieden werden, die durch einen beschleunigten Klimawandel und andere Folgen einer nicht nachhaltigen Wirtschaftsweise entstehen. Der ökologische Fußabdruck der Menschheit kann durch einen Übergang zu einer Grünen Wirtschaft bis 2050 fast um die Hälfte vermindert werden. <br />Kurz vor der UN-Klimakonferenz in Durban, die am 28. November 2011 beginnt, ist dies eine Prognose, die die Regierungen zur Verabschiedung von ambitionierten Klimazielen und damit verbunden einen Kurswechsel zu einer Grünen Wirtschaft ermutigen kann. UNEP-Exekutivdirektor Achim Steiner hob bei der Präsentation des Berichtes hervor, dass die UN-Klimakonferenz und die Rio+10-Konferenz große Möglichkeiten darstellen, den Übergang zur Grünen Wirtschaft zu beschleunigen. 
<h3>Neue Jobs und höhere Ernteerträge zu erwarten</h3>
Im UNEP-Bericht wird nicht verschwiegen, dass es Wirtschaftsbereiche gibt, wo durch den Übergang zu einer Grünen Wirtschaft zumindest kurzfristig Arbeitsplätze verlorengehen können, aber es werden in Bereichen wie der erneuerbaren Energie und der nachhaltigen Landwirtschaft auch zahlreiche neue Jobs geschaffen. <br />Als ein Beispiel wird angeführt, dass beim Übergang zur Grünen Wirtschaft etwa 800.000 Beschäftigte in kleinen chinesischen Kohlekraftwerken vermutlich ihre Arbeit verlieren werden. Dafür ist aber mit 2,5 Millionen neuen Arbeitsplätzen allein in der chinesischen Windkraftbranche zu rechnen, wenn das Land seine Energieerzeugung klimafreundlich umgestaltet. Die weltweite Umstellung der Landwirtschaft auf nachhaltige Anbaumethoden kann bis 2050 eine Erhöhung der Ernteerträge um 10% im Vergleich zu einer Fortführung der konventionellen Landwirtschaft erbringen. 
<h3>Viele Investoren haben die neuen Möglichkeiten erkannt</h3>
Optimistisch stimmt das UN-Umweltprogramm, dass sich inzwischen zahlreiche Regierungen und internationale Unternehmen für eine Grüne Wirtschaft engagieren. Das veränderte Bewusstsein spiegelt sich auch in veränderten Investitionsentscheidungen wider. 2010 sind weltweit die Investitonen in erneuerbare Energievorhaben um 32% gewachsen. Besonders hoch ist der Zuwachs in Schwellenländern wie China, Indien und Brasilien. Aber auch in afrikanischen Ländern nehmen diese Investitionen zu. Wurden in Kenia 2009 praktisch überhaupt keine Investitionen im Bereich der erneuerbaren Energie getätigt, so stieg die Summe 2010 auf 1,3 Mrd. US$ für kleine Wasserkraftwerke, Windkraftanlagen etc. 
<h3>Es gibt viele gute Gründe für den Übergang</h3>
Im Bericht wird zusammenfassend festgestellt: „Es gibt immer mehr Belege dafür, dass es eine solide wirtschaftliche und soziale Rechtfertigung für den Übergang zu einer Grünen Wirtschaft gibt. Es bestehen also gute Gründe dafür, dass sowohl Regierungen als auch der Privatsektor ihre Anstrengungen beim Engagement für solch eine wirtschaftliche Transformation verdoppeln.“ <br />Informationen zum Bericht „Towards a Green Economy“ finden Sie auf der <link http://www.unep.org/newscentre/Default.aspx?DocumentID=2659&ArticleID=8943& _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">UNEP-Website</link>. Hier kann auch eine Zusammenfassung des Berichtes als <link http://www.unep.org/greeneconomy/Portals/88/documents/ger/GER_synthesis_en.pdf _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">PDF-Datei</link> heruntergeladen werden.<br />(Frank Kürschner-Pelkmann)]]></content:encoded>
			<category>Wirtschaft</category>
			
	 		
			<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 08:07:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>„Dann wird die Tür für immer zugeschlagen sein“</title>
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			<description><![CDATA[Im Jahre 2010 ist der weltweite Primärenergieverbrauch um 5% gestiegen und die klimaschädlichen CO2-Emissionen haben einen neuen Höchststand erreicht. Zu diesem beunruhigenden Ergebnissen kommt die „Internationale Energie-Agentur“ (IEA) in ihrem diesjährigen Bericht „World Energy Outlook“. Ein...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="uploads/pics/world-energy-outlook_Titel_.gif" width="122" height="98" alt="" />]]><![CDATA[Im Jahre 2010 ist der weltweite Primärenergieverbrauch um 5% gestiegen und die klimaschädlichen CO2-Emissionen haben einen neuen Höchststand erreicht. Zu diesem beunruhigenden Ergebnissen kommt die „Internationale Energie-Agentur“ (<link http://www.iea.org/ _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">IEA</link>) in ihrem diesjährigen Bericht „World Energy Outlook“. Ein Grund für die steigenden Emissionen sind die hohen Subventionen für den Verbrauch fossiler Brennstoffe von weltweit 400 Milliarden Dollar. Diese Subventionen nehmen vielerorts jeden Anreiz zum Einsparen von Energie, sodass sich sowohl 2009 als auch 2010 die weltweite Energieeffizienz vermindert hat. <br />Die Prognosen für den weltweiten Energieverbrauch lassen befürchten, dass die klimaschädlichen Emissionen stark zunehmen werden. Während die Industrieländer je Einwohner weiterhin sehr viel mehr Energie verbrauchen werden als die übrige Weltbevölkerung, zeichnet sich ab, dass vor allem die bevölkerungsreichen Schwellenländer absolut gesehen immer mehr Energie nutzen. Nach den IEA-Prognosen wird China im Jahre 2035 fast 70% mehr Energie verbrauchen als die USA. Auch in Indien, Brasilien und Indonesien wird der Energieverbrauch stark zunehmen.
<h3>Höhere Energieeffizienz und erneuerbare Energie unverzichtbar</h3>
Die IEA hat berechnet, wie die Prognosen des Energieverbrauchs sich auf das Klima auswirken werden. Wenn keine zusätzlichen Maßnahmen für den Klimaschutz ergriffen werden, ist das Ergebnis katastrophal. Die globale Durchschnittstemperatur wird sich dann um mindestens 6 Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Zeit erhöhen. Aber auch auf der Grundlage bisheriger Zusagen der einzelnen Länder für Klimaschutzmaßnahmen wird die Durchschnittstemperatur um mehr als 3,5 Grad steigen, mit unabsehbaren Folgen für die Erde. Um doch noch das Ziel einer Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf 2 Grad zu erreichen, müssen bis 2017 sehr hohe Investitionen für eine klimafreundliche Energiewirtschaft ergriffen werden.<br />Die IEA-Fachleute halten es für erforderlich, in den nächsten Jahren die Energieeffizienz zu verdoppeln. Große Hoffnungen werden außerdem in die erneuerbaren Energien gesetzt. Erforderliche Subventionen für diese Energieformen müssten im Blick auf Versorgungssicherheit und Umweltschutz in Kauf genommen werden. Besonders in der Europäischen Union und in China wird ein hohes Wachstum der Nutzung erneuerbarer Energien erwartet. Nach IEA-Einschätzung muss der Kohleverbrauch bereits vor 2020 seinen Höhepunkt erreichen und zurückgehen, sonst ist das 2-Grad-Ziel nicht zu erreichen. Bisher besteht aber eher die Tendenz, die Elektrizitätserzeugung mit Kohlekraftwerken auszuweiten. 
<h3>Die nächsten Jahre sind entscheidend</h3>
Die IEA befürchtet, dass weltweit in den nächsten fünf Jahren so viele Kraftwerke auf Brennstoffbasis gebaut werden, dass es danach fast unmöglich wird, den globalen Klimawandel auf ein beherrschbares Maß zu begrenzen. Dr. Fatih Birol, der Chefvolkswirt der IEA, sagte bei der Präsentation des Berichtes: „Ich bin sehr besorgt – wenn wir nicht jetzt die Richtung ändern, wie wir mit Energie umgehen, werden wir jenseits dessen ankommen, was uns Wissenschaftler als Minimum (der Sicherheit) nennen. Dann wird die Tür für immer zugeschlagen sein.“<br />Die IEA hat eine deutsche Kurzfassung des Berichts auf seine <link http://www.worldenergyoutlook.org/docs/weo2011/es_german.pdf _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">Website </link>gestellt. Außerdem sind wichtige <link http://www.worldenergyoutlook.org/docs/weo2011/key_graphs.pdf _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">Grafiken</link> des Berichtes verfügbar. Auf YouTube stellt Dr. Fatih Birol in einem <link http://www.youtube.com/watch?v=M8NWnA64A_4 _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">Film</link> zentrale Ergebnisse des Berichtes vor.
(Frank Kürschner-Pelkmann)]]></content:encoded>
			<category>Energiefragen &amp; Treibhausgase</category>
			
	 		
			<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 18:09:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Sechs Prozent mehr Kohlendioxid</title>
			<link>http://www.klimawandel-bekaempfen.de/klimawandel-news-rss.html?&#38;no_cache=1&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=937&#38;cHash=a52be7ece1915ede6aa4350961ae569c</link>
			<description><![CDATA[2010 ist der Ausstoß von Kohlendioxid um 6% gewachsen und damit stärker als jemals zuvor in der Geschichte der Menschheit. Das ist das beunruhigende Ergebnis einer Studie des US-Energieministeriums. Damit wurden selbst pessimistische Prognosen über den Anstieg der klimaschädlichen Emissionen noch...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="uploads/pics/kraftwerk_deutschland_bmu-o.gif" width="450" height="375" alt="" />]]><![CDATA[2010 ist der Ausstoß von Kohlendioxid um 6% gewachsen und damit stärker als jemals zuvor in der Geschichte der Menschheit. Das ist das beunruhigende Ergebnis einer Studie des <link http://energy.gov/ _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">US-Energieministeriums</link>. Damit wurden selbst pessimistische Prognosen über den Anstieg der klimaschädlichen Emissionen noch übertroffen. Gregg Marland von der Appalachian State University, der an den Klima-Berechnungen mitgewirkt hat, nannte dieses Ergebnis einen noch nie dagewesenen &quot;Monster-Anstieg&quot;.<br />Nach den Feststellungen des US-Energieministeriums sind vor allem China und Indien für diese Zunahme verantwortlich, wozu ganz wesentlich die weiter steigende Elektrizitätsgewinnung mit Kohlekraftwerken beiträgt. Allerdings sind die Emissionen je Einwohner in den USA und anderen Industrieländern um ein Mehrfaches höher als in den beiden Schwellenländern China und Indien. In Deutschland stiegen die Emissionen 2010 um 4%, nachdem sie im Vorjahr vor allem wegen der Wirtschaftskrise um 7% gesunken waren.<br />Die neuen Forschungsergebnisse lassen befürchten, dass es bis 2020 nicht gelingen wird, den Anstieg der klimaschädlichen Emissionen vollständig zu stoppen. Das ist nach Auffassung führender Klimaforscher aber die Voraussetzung dafür, den globalen Klimaanstieg auf zwei Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Und das ist wiederum die Voraussetzung dafür, dass keine unumkehrbaren Veränderungen des Klimas und keine unkontrollierbare Beschleunigung des Klimawandels eintreten.<br />John Reilly vom Massachusetts Institute of Technology (MIT), der an der Studie beteiligt war, äußerte gegenüber der Nachrichtenagentur AP: „Obwohl Klimaskeptiker dem <link http://www.ipcc.ch/ _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">IPCC</link> vorwerfen, zu alarmistisch zu sein, gehen Wissenschaftler inzwischen davon aus, dass die Prognosen viel zu konservativ waren.&quot; Die pessimistischsten Szenarien im IPCC-Bericht von 2007 lägen etwa im Mittelfeld dessen, was die Wissenschaftler am MIT heute für wahrscheinlich halten. 
<h3>Reaktionen auf die Forschungsergebnisse in Deutschland</h3>
Eberhard Brandes, Vorstandsmitglied des<link http://www.wwf.de/presse/details/news/us_bericht_schockt_klimaschuetzer_weltweit/ _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster"> WWF Deutschland</link> äußerte zu den Ergebnissen der US-Studie: „Die internationale Staatengemeinschaft hat kläglich versagt, dem Klimawandel gemeinschaftlich Einhalt zu bieten. Vor allem die Weigerung der USA, ihre CO2-Emissionen drastisch zu reduzieren, ist unverantwortlich. Dies muss die Weltgemeinschaft Präsident Obama unmissverständlich klar machen. Die G20 müssen beim Thema Klimaschutz endlich wieder handeln. Wenn die internationalen Klimaverhandlungen nicht endlich wieder Fahrt aufnehmen, wird der Klimawandel drastischer werden, als wir es in unseren schlimmsten Vorstellungen bislang ausgemalt haben. Wenn nicht schnellstens gehandelt wird, verlieren wir den Kampf gegen den Klimawandel endgültig.&quot;<br />Anike Peters, Klimaexpertin von <link http://www.greenpeace.de/themen/klima/nachrichten/artikel/kohlendioxidausstoss_so_hoch_wie_nie_zuvor/ _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">Greenpeace</link>, sagte nach der Veröffentlichung der Studie im Blick auf die UN-Klimakonferenz in Durban: „Statt wieder einmal nur über die drohenden, dramatischen Folgen der Erderwärmung zu reden, muss jetzt endlich gehandelt werden. Und zwar dringender als je zuvor.“<br />Die Grünen-Vorsitzende Claudia&nbsp;Roth kommentierte die Ergebnisse der Studie mit diesen Worten: „Das erschreckende Ausmaß und die unglaubliche Geschwindigkeit des weltweiten Klimawandels sind in höchstem Maße alarmierend.&quot; <br />Ohne direkt Bezug auf die US-Forschungsergebnisse zu nehmen, forderten die Umweltminister der Länder am Ende ihrer regulären Konferenz am 4. November 2011, dass bei der bevorstehenden UN-Klimakonferenz in Durban konkrete und verbindliche Klimaschutzziele sowie ein globales Reduktionsziel für Treibhausgase bis 2050 festlegt werden müssten. Die Umweltminister forderten die Bundesregierung auf, sich dafür einzusetzen, das Ziel der Europäischen Union zur Reduzierung für Treibhausgase bis 2020 von 20 Prozent auf 30 Prozent zu erhöhen. ]]></content:encoded>
			<category>Politik &amp; Gesellschaft</category>
			
	 		
			<pubDate>Sat, 05 Nov 2011 12:31:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Anpassung an den Klimawandel: Ungelöste Aufgabe für Regierungen</title>
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			<description><![CDATA[„Der Klimawandel ist nicht ausschließlich ein Umweltthema. Es ist ein Thema, das berücksichtigt werden muss, wenn die menschliche Entwicklung über einen langen Zeitraum nachhaltig sein soll.“ Dies stellte Olav Kjorven, Direktor des Büros für Entwicklungspolitik des UN-Entwicklungsprogramms UNDP,...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="uploads/pics/Desertifikation_Bekaempfung.gif" width="220" height="97" alt="" />]]><![CDATA[„Der Klimawandel ist nicht ausschließlich ein Umweltthema. Es ist ein Thema, das berücksichtigt werden muss, wenn die menschliche Entwicklung über einen langen Zeitraum nachhaltig sein soll.“ Dies stellte Olav Kjorven, Direktor des Büros für Entwicklungspolitik des UN-Entwicklungsprogramms UNDP, anlässlich der Präsentation eines Berichts zu Anforderungen an politische Entscheidungsprozesse angesichts des Klimawandels fest. Er fügte hinzu: „Regierungen müssen jetzt dazu übergehen, Klimarisiken in ihre Pläne und Konzepte für alle Sektoren einzubeziehen, darunter städtische Entwicklung, Planungen für Küstenregionen, Landwirtschaft, Wasser- und Waldmanagement sowie die Erzeugung von Elektrizität.“<br />Der Bericht trägt den Titel „Decision Making in a Changing Climate – Adaption Challenges and Choices“ („Entscheidungen treffen angesichts eines sich verändernden Klimas – Herausforderungen und Wahlmöglichkeiten bei der Anpassung“). Der Bericht erscheint als Band 2010-2011 der jährlichen „World Resources Reports“, die gemeinsam herausgeben werden von „<link http://www.wri.org/ _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">World Resources Institute</link>“, UN-Entwicklungsprogramm <link http://www.beta.undp.org/undp/en/home.html _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">UNDP</link>, UN-Umweltprogramm <link http://www.unep.org/ _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">UNEP</link> und <link http://www.worldbank.org/ _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">Weltbank</link>. Der Bericht wurde von über 100 Fachleuten in mehr als 35 Ländern erarbeitet. Einbezogen wurden u.a. 12 Fallstudien zu innovativen Konzepten der Anpassung an den Klimawandel, zum Beispiel der vorbildliche Umgang Nepals mit den zunehmenden Fluten als Folge schmelzender Gletscher. 
<h3>Hohe Anforderungen an Regierungen</h3>
Der Bericht soll helfen, in den einzelnen vom Klimawandel betroffenen Ländern die Entscheidungen über Anpassungsmaßnahmen auf der Grundlage angemessener Informationen und einer wirksamen Beteiligung der Bevölkerung zu treffen. Auch wenn im Bericht vor allem die positiven Beispiele herausgestellt und erfolgversprechende Konzepte vorgestellt werden, ist nicht zu übersehen, dass in vielen Ländern die politischen Entscheidungen zu Anpassungsmaßnahmen der ernsten Situation nicht gerecht werden. <br />Im „World Resources Report“ wird immer wieder herausgestellt, wie wichtig es ist, die Bevölkerung über die Folgen des Klimawandels und Optionen für Anpassungsmaßnahmen zu informieren und dann auch in diese Entscheidungen einzubeziehen. Despotische Regierungen sind hierfür ganz offenkundig ungeeignete Akteure, ebenso Regierungen und Verwaltungen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht in der Lage sind, wirksam mit der Bevölkerung zu kommunizieren und partizipative Entscheidungsprozesse zu fördern und ernst zu nehmen. 
<h3>Verantwortlich handeln auch ohne letzte wissenschaftliche Gewissheiten</h3>
Es ist ein Verdienst des Berichts, auf die Notwendigkeit einer breit getragenen und wirksamen Anpassungspolitik aufmerksam zu machen. Sonst besteht die Gefahr, dass die zögerlich von den Industrieländern bereitgestellten Finanzmittel für Anpassungsmaßnahmen in wirtschaftlich armen Ländern nicht die erhofften Wirkungen erzielen. In der Einleitung des Berichtes heißt es: „Der Klimawandel wird die Fähigkeit von Regierungen zur Führung wie nie zuvor auf die Probe stellen.“<br />Auch wenn der Bericht vornehmlich die Entwicklungsländer im Blick hat, ist nicht zu übersehen, dass auch die Regierungen von Industrieländern hinter den Anforderungen zurückbleiben, die für eine angemessene Anpassungspolitik gestellt werden. Zu erwähnen ist besonders die Notwendigkeit, die direkt betroffenen Menschen von Anpassungsmaßnahmen aktiv in die Planungs- und Entscheidungsprozesse einzubeziehen sowie die Notwendigkeit, langfristig wirksame Entscheidungen zu treffen, also über das Ende einer Amtsperiode hinauszublicken. Dabei darf das Argument, dass noch keine letzte wissenschaftliche Klarheit über einzelne Klimaprozesse besteht, nicht zum Vertagen von Entscheidungen führen, sondern es gilt, politisch verantwortlich zu handeln, auch wenn nicht alle mittel- und langfristigen Folgen des Klimawandels in einem Land oder einer Region bereits zweifelsfrei vorhersagbar sind. ]]></content:encoded>
			<category>Politik &amp; Gesellschaft</category>
			
	 		
			<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 13:11:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Die Chancen für einen Erfolg wurden gewahrt</title>
			<link>http://www.klimawandel-bekaempfen.de/klimawandel-news-rss.html?&#38;no_cache=1&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=916&#38;cHash=ed5261aa005b992daf5a144628053e1e</link>
			<description><![CDATA[„Der Fortschritt, der in Panama erzielt wurde, bedeutet, dass Regierungen in den kommenden Wochen und in Durban mehr Zeit und Raum haben werden, um jene offenen Fragen zur Zukunft der internationalen Klimaordnung zu lösen, die einer politischen Wegweisung bedürfen.“ Das stellte Christina Figueres,...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="uploads/pics/Figueres-Nkoana_Panama_IISD.gif" width="240" height="118" alt="" />]]><![CDATA[„Der Fortschritt, der in Panama erzielt wurde, bedeutet, dass Regierungen in den kommenden Wochen und in Durban mehr Zeit und Raum haben werden, um jene offenen Fragen zur Zukunft der internationalen Klimaordnung zu lösen, die einer politischen Wegweisung bedürfen.“ Das stellte Christina Figueres, Exekutivsekretärin des UN-Klimasekretariats <link http://unfccc.int/2860.php _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">UNFCCC</link>, in einer <link http://unfccc.int/files/press/press_releases_advisories/application/pdf/pr20111007awg_panama_closing_eng.pdf _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">Bilanz</link> am Ende der UN-Klimaverhandlungen in Panama vom 1.-7. Oktober 2011 fest. Es waren die letzten internationalen Verhandlungen vor der nächsten UN-Klimakonferenz, die am 28. November in Durban/Südafrika beginnen.
<h3>Bisherige Zusagen reichen nicht aus</h3>
Christina Figueres betonte, dass in Panama bedeutende Erfolge auf den Gebieten der Finanzierung von Anpassungsmaßnahmen von Entwicklungsländern und des Technologietransfers erzielt worden sind. Auch sei man bei dem Bemühen vorangekommen, Emissionsbegrenzungen von Entwicklungsländern zu einem Ausgleich zu bringen mit der erforderlichen Unterstützung durch entwickelte Länder. Die „UN-Klimachefin“ räumte ein, dass bisherige Zusagen für die Begrenzung und Reduzierung von Emissionen um 40% zu gering sind, um das Ziel einer globalen Begrenzung des durchschnittlichen Temperaturanstiegs auf 2 Grad Celsius zu erreichen. 
<h3>Weiterhin gegensätzliche Auffassungen</h3>
Die Verhandlungen in Panama waren erneut überschattet von Spannungen zwischen Industrieländern auf der einen Seite und Schwellen- und Entwicklungsländern auf der anderen Seite. Die Situation wurde dadurch erschwert, dass es auch innerhalb dieser Ländergruppen tiefgreifende Meinungsunterschiede gibt. So ist die EU bereit, konstruktiv zu verhandeln über eine Fortführung des <link 384 - internal-link "Öffnet internen Link im aktuellen Fenster">Kyoto-Protokolls</link> jenseits des bisherigen Auslaufens dieser Vereinbarung zur Reduzierung der klimaschädlichen Emissionen am Ende des Jahres 2012. Demgegenüber lehnen die USA, Kanada, Japan und Russland jegliche Klimavereinbarungen ab, die auf dem Kyoto-Protokoll aufbauen. Sie sind nicht bereit, ein neues Abkommen zu unterschreiben, in dem besonders Schwellenländer wie China keine rechtlich verbindlichen Verpflichtungen zu Emissionsreduzierungen eingehen. <br />Australien und Norwegen legten kurz vor den Klimaverhandlungen in Panama einen Plan vor, wie bis 2015 ein neues internationales Abkommen zum Klimaschutz verabschiedet werden könnte. Da ein solches Abkommen anschließend von einer großen Zahl von Parlamenten ratifiziert werden müsste, könnte es erst 2018 in Kraft treten. Aber selbst dieses Ziel wäre nur zu erreichen, wenn in Durban entscheidende Schritte auf dem Weg zu einem solchen Abkommen vereinbart würden. <br />Der australisch-norwegische Vorschlag ist in Panama auf den Widerstand von Entwicklungs- und Schwellenländern gestoßen, die in Durban statt über ein gänzlich neues Abkommen über eine Fortführung des Kyoto-Protokolls verhandeln wollen. Ein indischer Regierungsvertreter, der nicht namentlich genannt werden wollte, sagte gegenüber der Nachrichtenagentur <link http://www.reuters.com/article/2011/10/02/us-climate-deal-idUSTRE79103V20111002 _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">Reuters</link>: „Solch ein Plan lenkt den Fokus ab von Kyoto und kehrt zurück zu alten Verhandlungsparadigmen. Warum sollten Entwicklungsländer dem zustimmen?“ Demgegenüber hat sich der EU-Verhandlungsführer Artur Runge-Metzger positiv zu dem Vorschlag geäußert und ihn als praktikablen Zeitplan für die weiteren Verhandlungen bezeichnet. 
<h3>Durban kann noch zum Erfolg werden</h3>
Die Verhandlungen in Panama waren davon geprägt, doch noch die Grundlage für eine konstruktive UN-Klimakonferenz in Durban zu schaffen. Deshalb wurde auf Wunsch der südafrikanischen Gastgeber der bevorstehenden Konferenz ein großes Gewicht auf informelle Verhandlungen der Delegationen gelegt. Erfreulich ist zu bewerten, dass Fortschritte auf dem Weg zur Finanzierung und praktischen Gestaltung des „Green Climate Fund“ erzielt wurden, der es Entwicklungsländern ermöglichen soll, mit unvermeidbaren Folgen des Klimawandels fertig zu werden und eigene klimaschädliche Emissionen zu begrenzen. Ohne einen solchen funktionierenden Fonds werden die Entwicklungsländer keinem neuen Klimaabkommen zustimmen. Zu Recht stellte Tasneem Essop vom World Wildlife Fund (<link http://www.wwf.de/ _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">WWF</link>) am Ende der Verhandlungen in Panama fest: „Die Finanzen sind das Schlüsselthema für Durban und für den langfristigen Erfolg der Klimaverhandlungen.“ <br />Es besteht noch immer die Chance, dass die UN-Klimakonferenz in Durban zu einem Erfolg wird, selbst wenn auszuschließen ist, dass dort ein neues Abkommen verabschiedet werden kann. Grundvoraussetzung für einen Erfolg ist, dass die Industrieländer in den kommenden Jahren tatsächlich jährlich 100 Mrd. Dollar für Klimaprogramme in wirtschaftlich armen Ländern zur Verfügung stellen. Eine zu hohe Summe? Colin Beck, Vertreter der südpazifischen Salomonen bei den Verhandlungen in Panama, stellte gegenüber der Presse fest: „Wenn man die Wirtschaftskrise im Blick hat, ist festzustellen, dass für Griechenland, ein einziges Land, mehr Geld bereitgestellt wird als für die Gesundheit des Planeten.“<br />(Frank Kürschner-Pelkmann)]]></content:encoded>
			<category>Vereinte Nationen &amp; int. Organisationen</category>
			
	 		
			<pubDate>Sun, 09 Oct 2011 15:20:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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