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		<title>News: Klimawandel bekämpfen</title>
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			<title>News: Klimawandel bekämpfen</title>
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		<lastBuildDate>Fri, 05 Mar 2010 15:30:00 +0100</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Analyse zum Scheitern von Kopenhagen</title>
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			<description>Die Klimakonferenz in Kopenhagen vom Dezember 2009 ist – nach einhelliger Meinung in Öffentlichkeit und Politik – gescheitert. Dies ist nicht nur enttäuschend, sondern lässt auch auf eine deutliche Machtverschiebung im internationalen System schließen. Lesen Sie im aktuellen Heft von VEREINTE...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><img alt="Titelseite " title="Titelseite " class="layout-2" src="fileadmin/user_upload/BILDER/Klimawandel/Vereinte_Nationen.jpg" style="width: 150px; height: 213px;" />Die Klimakonferenz in Kopenhagen vom Dezember 2009 ist – nach einhelliger Meinung in Öffentlichkeit und Politik – gescheitert. Dies ist nicht nur enttäuschend, sondern lässt auch auf eine deutliche Machtverschiebung im internationalen System schließen. Lesen Sie im aktuellen Heft von VEREINTE NATIONEN den Bericht von Jürgen Maier, Geschäftsführer des Forums Umwelt &amp; Entwicklung, der an der Konferenz teilgenommen hat. Er berichtet nicht nur über die Ergebnisse der Konferenz, sondern auch über die Dinge, die sich hinter den Kulissen abspielten. Den Beitrag finden Sie <a href="http://www.dgvn.de/fileadmin/user_upload/PUBLIKATIONEN/Zeitschrift_VN/VN_2010/Bericht_Juergen_Maier_VN_1-10_web.pdf" target="_blank" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/htmlarea/plugins/TYPO3Browsers/img/external_link_new_window.gif" alt="" />hier</a>. <br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Vereinte Nationen &amp; int. Organisationen</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 15:30:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Treibhausgas-Emissionen im Jahr 2009 um 8,4 Prozent gesunken </title>
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			<description>Der Gesamtausstoß aller Treibhausgase ist in Deutschland nach ersten Berechnungen des Umweltbundesamtes (UBA) im Jahr 2009 gegenüber 2008 um etwa 80 Millionen Tonnen gesunken (minus 8,4 Prozent). Gegenüber 1990 hat Deutschland seine Treibhausgas-Emissionen bis Ende 2009 danach um 28,7 Prozent...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><img alt="Bundesumweltminister Norbert Röttgen, Foto: Bundesumweltministerium " title="Bundesumweltminister Norbert Röttgen, Foto: Bundesumweltministerium" class="layout-2" src="fileadmin/user_upload/BILDER/Klimawandel/roettgen.jpg" style="width: 200px; height: 140px;" />Der Gesamtausstoß aller Treibhausgase ist in Deutschland nach ersten Berechnungen des Umweltbundesamtes (UBA) im Jahr 2009 gegenüber 2008 um etwa 80 Millionen Tonnen gesunken (minus 8,4 Prozent). Gegenüber 1990 hat Deutschland seine Treibhausgas-Emissionen bis Ende 2009 danach um 28,7 Prozent gesenkt. Insbesondere im Industriebereich und im verarbeitenden Gewerbe gingen die Emissionen um 20 Prozent zurück. Bundesumweltminister Norbert Röttgen sagte hierzu: &quot;Der Rückgang der Emissionen liegt vor allem an der Wirtschaftskrise. Unser Ziel heißt jedoch Wachstum durch Klimaschutz. Deswegen werden wir den Ausbau der Erneuerbaren Energien und die Förderung der Energieeffizienz weiter forcieren, denn nur dies garantiert dauerhaften Klimaschutz und fördert zugleich das Wirtschaftswachstum.&quot; <br />In Anbetracht dieser Auswirkungen der ökonomischen Krise ist die Beachtung des Klimaschutzes bei allen Maßnahmen zum wirtschaftlichen Wiederaufschwung besonders bedeutsam. UBA-Präsident Jochen Flasbarth erklärte dazu: &quot;Gerade dieser überproportionale Rückgang sollte auch als Chance genutzt werden. Wir müssen bei der wiederanspringenden Wirtschaftsentwicklung den Treibhausgas-Ausstoß noch stärker vom Energieverbrauch entkoppeln. Der Rückgang der Energienachfrage zeigt ja, wie stark Energieeinsparung wirken könnte. <br />Nur durch die weitere Umsetzung der beschlossenen sowie weiterer effizienzsteigernden und emissionssenkenden Maßnahmen der Klima- und Energiepolitik kann ein deutlicher Wiederanstieg der Emissionen beim Überwinden der ökonomischen Krise vermieden und somit das Ziel der Bundesregierung – Minderung der Treibhausgas-Emissionen um 40 Prozent bis 2020 – erreicht werden.&quot; Dies betreffe alle Bereiche – die Effizienzsteigerungen, den Ausbau der Nutzung der erneuerbaren Energieträger, Gebäudesanierung sowie weitere konkrete Minderungsmaßnahmen. <br />Der stärkste Rückgang der Treibhausgas-Emissionen seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland ist in deutlicher Ausprägung durch den Industriebereich, vor allem der energieintensiven Branchen, verursacht. Durch einen deutlichen Rückgang der Stromnachfrage aus der Industrie gingen die Emissionen aus der Stromerzeugung der öffentlichen Versorgung ebenfalls stark zurück. Bei den CO2-Emissionen aus Haushalten sowie aus dem Gewerbe-, Handel-, Dienstleistungssektor zeigen sich die Auswirkungen der wirtschaftlichen Krise nicht oder nur in geringem Umfang. <br />Die &quot;Abwrackprämie&quot; für alte Pkw hatte im Jahr 2009 kaum einen Effekt auf die im Verkehrsbereich verursachten Treibhausgas-Emissionen. Entscheidend für den deutlichen Rückgang waren die Kohlendioxid-Emissionen: Sie sanken um 68 Millionen Tonnen (minus 8,2 Prozent) – und damit stärker als der Primärenergieverbrauch, der insgesamt um 6,5 Prozent zurückging. Der Energieverbrauch der emissionsrelevanten Brenn- und Kraftstoffe sank um 7,3 Prozent. Die gegenüber dem sinkenden Primärenergieverbrauch stärkere CO2-Minderung ist auf Verschiebungen im Mix der eingesetzten Brennstoffe zurückzuführen (überproportionaler Rückgang im Bereich der Steinkohlen mit 18,1 Prozent). <br />Mit etwa 87 Prozent hat CO2 auch 2009 unverändert den größten Anteil an den deutschen Treibhausgas-Emissionen. Eine erweiterte Fassung dieser Pressemitteilung mit zusätzlichen Informationen sowie Grafiken zu den Treibhausgas-Emissionen und verschiedenen energiebedingten Emissionen gibt es im Internet unter Umweltbundesamt. (Gemeinsame Pressemitteilung von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt)<br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Energiefragen und Treibhausgase</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 15:02:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>IPCC-Arbeit soll überprüft werden</title>
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			<description>„Wir nehmen die Kritik ernst, die uns gegenüber zum Ausdruck gebracht wurde und wir müssen darauf reagieren“, äußerte der Vorsitzende des „Intergovernmental Panel on Climate Change“ (IPCC), Rajendra Pachauri, Anfang März angesichts anhaltender kritischer Äußerungen zur Arbeit des Weltklimarates....</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><img alt="Rajendra Pachauri, Foto: UN Photo/Devra Berkowitz" title="Rajendra Pachauri, Foto: UN Photo/Devra Berkowitz" class="layout-2" src="fileadmin/user_upload/BILDER/Klimawandel/rajendra-pachauri02a.jpg" style="width: 220px; height: 300px;" />„Wir nehmen die Kritik ernst, die uns gegenüber zum Ausdruck gebracht wurde und wir müssen darauf reagieren“, äußerte der Vorsitzende des „Intergovernmental Panel on Climate Change“ (IPCC), Rajendra Pachauri, Anfang März angesichts anhaltender kritischer Äußerungen zur Arbeit des Weltklimarates. Mindestens in einem Falle enthält der letzte IPCC-Bericht von 2007 eine falsche Einschätzung von Folgen des Klimawandels, und dies hat Zweifel daran aufkommen lassen, ob IPCC mit der notwendigen Sorgfalt arbeitet. Auch ist ein Rücktritt Pachauris gefordert worden, was dieser ablehnt.<br />Die Vereinten Nationen haben sich nun entschlossen, so wurde Anfang März bekannt, die Arbeit des&nbsp; Klimarates von einem unabhängigen Gremium überprüfen zu lassen. Als Mitglieder sollen Wissenschaftler ausgewählt werden, die unabhängig von IPCC sind. Sie sollen möglichst bis zum August einen Prüfbericht erarbeiten. Im Oktober soll in Südkorea eine IPCC-Vollversammlung stattfinden, und der Bericht soll dort diskutiert werden. <br />Der Klimarat&nbsp; solle &quot;kontrolliert und gestärkt&quot; werden, erklärte Nick Nuttall, Sprecher des UN-Umweltprogramms UNEP, das 1988 zu den Gründungsorganisationen von IPCC gehörte. Das unabhängige Fachgremium soll Teil einer größer angelegten Überprüfung des IPCC sein, über die in Kürze näher informiert werden wird, erläuterte Nuttall bei einem internationalen Treffen von Umweltministern auf der indonesischen Insel Bali, <br />Das Kontrollgremium solle unter anderem Empfehlungen dazu abgeben, ob sogenannte „graue Literatur“ auch in künftige IPCC-Berichte einfließen wird. Dabei handelt es sich um Beiträge, die nicht in von Wissenschaftlern geprüften Fachpublikationen erschienen sind, sondern von Regierungen oder unabhängigen Organisationen wie Umweltschutzorganisationen veröffentlicht wurden. Diese Quellen wurden bisher vor allem dann für die IPCC-Berichte herangezogen, wenn wissenschaftliche Beiträge zu Klimafragen für einzelne Länder oder Landesteile fehlten. (FKP)</p>]]></content:encoded>
			<category>Vereinte Nationen &amp; int. Organisationen</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 11:18:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Hohe Kosten der Klimaschäden, die große Unternehmen verursachen</title>
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			<description>Die 3.000 weltweit größten Konzerne haben im Jahre 2008 Umweltschäden verursacht, die mit 2,2 Billionen Dollar zu bewerten sind. Zu diesem Ergebnis sind Fachleute des Londoner Beratungsunternehmens „Trucost“ gekommen. Sie arbeiten im Auftrag der Vereinten Nationen an einer Studie zu den...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><img alt="Große Unternehmen tragen signifikant zu Klimawandel und Umweltproblemen bei" title="Große Unternehmen tragen signifikant zu Klimawandel und Umweltproblemen bei" class="layout-2" src="fileadmin/user_upload/BILDER/Klimawandel/Schornsteine-g.jpg" style="width: 300px; height: 220px;" />Die 3.000 weltweit größten Konzerne haben im Jahre 2008 Umweltschäden verursacht, die mit 2,2 Billionen Dollar zu bewerten sind. Zu diesem Ergebnis sind Fachleute des Londoner Beratungsunternehmens „Trucost“ gekommen. Sie arbeiten im Auftrag der Vereinten Nationen an einer Studie zu den Umweltschäden durch große Unternehmen, die Mitte des Jahres veröffentlicht werden soll. <br />Wie die britische Tageszeitung „Guardian“ am 19. Februar vorab berichtete, entfällt mehr als die Hälfte der Summe von 2,2 Billionen Dollar auf Schädigungen des globalen Klimas. Der entstandene Schaden entspricht 6-7% des Umsatzes der untersuchten Unternehmen und etwa einem Drittel ihrer Gewinne. Dabei gibt es zwischen einzelnen Branchen große Unterschiede. <br />In der bisherigen Berechnung sind die Umwelt- und Klimaschäden noch nicht berücksichtigt, die beim Verbrauch der Waren entstehen, die von den 5.000 Konzernen produziert werden. Unberücksichtigt sind auch die Kosten, die der durch die Emissionen ausgelöste Klimawandel längerfristig verursacht, z.B. die Migration in besonders hart von Klimaveränderungen betroffenen Regionen der Welt. Der endgültig im Bericht enthaltene Betrag für den Gegenwert des Gesamtschadens wird also höher liegen.<br />Der Bericht wird nach jetzigem Stand die Empfehlungen enthalten, die hohe Subventionierung von Wirtschaftszweigen einzustellen, die Umwelt und Klima gravierend schädigen, so Landwirtschaft, Energieerzeugung und Transportwesen. Außerdem seien striktere Regulierungen und höhere Steuern für Unternehmen erforderlich, die die Umwelt schädigen. <br />Der Wirtschaftswissenschaftler Pavan Sukhdev, der die Arbeiten an der Studie leitet, bewertet die Höhe der Schäden und möglicher Ausgleichszahlungen so: „Dies kann den Unterschied zwischen Gewinn und Verlust ausmachen. Sehr viele leitende Manager haben eine bange Ahnung davon, und dass sie mit dieser Möglichkeit rechnen, ist eine gute Sache, denn sie führt zu Lösungen.“ (FKP)<br />Copyright Foto: Dieter Düvelmeyer</p>]]></content:encoded>
			<category>Wirtschaft</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 13:45:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Yvo de Boer tritt zurück</title>
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			<description>Der Exekutivdirektor des Sekretariats der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC), Yvo de Boer, hat überraschend seinen Rücktritt angekündigt. De Boer betonte, der Rücktritt habe nichts mit dem enttäuschenden Ausgang des Klimagipfels von Kopenhagen zu tun. &quot;Kopenhagen war nicht, was...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><img alt="UNFCCC-Logo" title="UNFCCC-Logo" class="layout-2" src="fileadmin/user_upload/BILDER/Klimawandel/unfccc_logo.gif" style="width: 181px; height: 80px;" />Der Exekutivdirektor des Sekretariats der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC), Yvo de Boer, hat überraschend seinen Rücktritt angekündigt. De Boer betonte, der Rücktritt habe nichts mit dem enttäuschenden Ausgang des Klimagipfels von Kopenhagen zu tun. &quot;Kopenhagen war nicht, was ich mir erhofft hatte&quot;, räumte Boer im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP ein. Der Gipfel habe aber eine „solide Grundlage für die erhoffte globale Antwort&quot; auf den Klimawandel gelegt. Leider habe der Gipfel die „Kopenhagener Vereinbarung“ lediglich „zur Kenntnis“ genommenen. Immerhin hätten diejenigen Staaten, die für 80 Prozent der weltweiten Treibhausgase verantwortlich sind, „nationale Klimapläne und -ziele“ vorgelegt. <br />Yvo de Boer stand knapp vier Jahre an der Spitze des UN-Klimasekretariats und machte sich dadurch einen Namen, dass er unermüdlich dafür arbeitete, die Regierungen der Welt für ein neues Klimaschutzabkommen zu gewinnen und das Misstrauen zwischen Industrie- und Entwicklungsländern abzubauen.<br />Der Niederländer erklärte, er werde sich künftig als Berater des Wirtschaftsberatungsunternehmens KPMG für den Klimaschutz sowie ein nachhaltiges Wirtschaften einsetzen. Regierungen könnten nur einen „politischen Rahmen“ setzen, die „wirklichen Lösungen müssen aus der Wirtschaft kommen“. Er fügte hinzu: &quot;Wir brauchen neue Partnerschaften mit der Privatwirtschaft. Und ich habe jetzt die Gelegenheit, dabei zu helfen, damit das passiert.&quot; Der Wechsel sei eine „schwierige Entscheidung“ gewesen, aber es sei für ihn „Zeit für eine neue Herausforderung“.<br />UN-Generalsekretär Ban Ki-moon bedauerte den Rückzug de Boers. Der „Tagesspiegel“ berichtete allerdings am 19. Februar über Spannungen zwischen UN-Generalsekretär und dem bisherigen Leiter des UN-Klimasekretariats: „Das Verhältnis zwischen den beiden ist jedenfalls nicht spannungsfrei. Ban hat seine eigene Position eng mit einem Erfolg bei den Klimaverhandlungen verknüpft. Deshalb beharrte er auch gegen jede Realität darauf, dass der Gipfel ein Erfolg gewesen sei. Ban hat sich schon seit dem Gipfel auf Bali 2007 mit einem eigenen Beraterkreis zum Klima umgeben. Außerdem traf er Entscheidungen, die er mit dem UN-Klimasekretariat offenbar nicht abgestimmt hatte.“<br />Der britische Klimaminister Ed Miliband lobte nach der Rücktrittsankündigung de Boers Rolle in Kopenhagen. Mit der Vereinbarung sei etwas erreicht worden, „was vorher noch nie erreicht wurde“. Der Klimaexperte von Greenpeace, Martin Kaiser, sagte: „Mit de Boer geht der große Steuermann des Klimaprozesses von Bord.“ Grünen-Klimaexperte Hermann Ott erklärte: „Der Rücktritt ist eher eine Chance als ein Risiko.&quot; Man sollte jetzt die Chance nutzen, einen Kandidaten aus dem Süden zu finden, der das UN-Klimasekretariat „strategisch neu aufstellen“ könnte. Die grüne Europaabgeordnete Rebecca Harms äußerte sich so zum Rücktritt de Boers: „Seine unverblümte Art mag ihm immer wieder Kritik eingetragen haben, aber seine Offenheit hat den Verhandlungsprozess belebt.&quot;<br />Yvo de Boer wird sein Amt zum 1. Juli aufgeben. Fünf Monate später wollen die 193 UN-Mitgliedstaaten in Mexiko bei einem Klimagipfel ein neues internationales Klimaabkommen schließen. (FKP)</p>]]></content:encoded>
			<category>Vereinte Nationen &amp; int. Organisationen</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 09:30:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Neue UN-Beratergruppe zu Klimafragen berufen</title>
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			<description>UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat am 12. Februar 2010 eine Expertengruppe berufen, die die internationale Hilfe für Entwicklungsländer im Kampf gegen den Klimawandel mobilisieren und koordinieren soll. Bei der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen im letzten Dezember war vereinbart worden, dass die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><img alt="Ban Ki-Moon, Foto: UN" title="Ban Ki-Moon, Foto: UN" class="layout-2" src="fileadmin/user_upload/BILDER/Klimawandel/Ban-Ki-moon.jpg" style="width: 205px; height: 156px;" />UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat am 12. Februar 2010 eine Expertengruppe berufen, die die internationale Hilfe für Entwicklungsländer im Kampf gegen den Klimawandel mobilisieren und koordinieren soll. Bei der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen im letzten Dezember war vereinbart worden, dass die Entwicklungsländer bis 2012 insgesamt 30 Milliarden Dollar und danach bis 2020 jährlich 100 Milliarden Dollar erhalten sollen, um mit den Folgen des Klimawandels fertig zu werden und gleichzeitig dazu beitragen können, den Klimawandel zu begrenzen. <br />Der UN-Generalsekretär berief den äthiopischen Premierminister Meles Zenawi und den britischen Premierminister Gordon Brown zu Vorsitzenden des neuen Gremiums. Dem Gremium gehören außerdem weitere Politiker sowie Zentralbankdirektoren und Finanz- und Entwicklungsexperten an. Bei der Auswahl der Mitglieder, hob der UN-Generalsekretär hervor, sei auf eine Balance zwischen entwickelten Ländern und Entwicklungsländern geachtet worden. <br />Die Beratungsgruppe soll innerhalb von 10 Monaten praktische Vorschläge dafür erarbeiten, wie die Klimaprogramme in armen Ländern kurz- und langfristig finanziert und die Mittel wirksam eingesetzt werden können. Bei der Präsentation der Gruppe betonte Ban Ki-moon die Notwendigkeit eines raschen Handelns: „Entwicklungsländer müssen sich so rasch wie möglich in Richtung auf emissionsarmes Wachstum und Wohlstand entwickeln.“ Gleichzeitig sei die Unterstützung bei der Anpassung an den Klimawandel ein „moralischer Imperativ“. Die Ergebnisse der Arbeit sollen eine wichtige Grundlage für die UN-Klimakonferenz Ende des Jahres in Mexiko City bilden. (FKP) <br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Vereinte Nationen &amp; int. Organisationen</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 11:03:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Eine falsche Jahreszahl löst Konflikte aus</title>
			<link>http://www.klimawandel-bekaempfen.de/index.php?id=klimawandel-news-rss&#38;no_cache=1&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=333&#38;cHash=19f99f4542</link>
			<description>Debatte über Fehler im Klimaratsbericht
In seinem letzten Sachstandsbericht hat der internationale Klimarat IPCC eine falsche Jahresangabe über das zu befürchtende Abschmelzen der letzten Gletscher des Himalaja wiedergegeben. Diese Tatsache selbst ist inzwischen unbestritten, aber das hat die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><strong>Debatte über Fehler im Klimaratsbericht</strong></p>
<p class="bodytext"><img alt="IPCC-Vorsitzender Rajendra Pachauri, Foto: UN" title="IPCC-Vorsitzender Rajendra Pachauri, Foto: UN" class="layout-2" src="fileadmin/user_upload/BILDER/Klimawandel/Pachauri.jpg" style="width: 140px; height: 200px; float: left;" />2035 – diese Zahl taucht immer wieder auf, wenn in den letzten Tagen in den Medien die Arbeit des Weltklimarats IPCC (International Panel on Climate Change) kritisiert wurde. Anlass ist, dass im mehrere Tausend Seiten umfassenden Sachstandsbericht aus dem Jahre 2007 aufgeführt wird, dass ein Abschmelzen der Himalaja-Gletscher bis zum Jahre 2035 zu befürchten ist. </p>
<p class="bodytext">Inzwischen ist unbestritten, dass die Zahl jeder wissenschaftlichen Grundlage entbehrt. Die Zahl geht auf den indischen Gletscherfachmann Syed Hasnain zurück. Der Wissenschaftler hat die Zahl 2035 für das Verschwinden der Himalaja-Gletscher 1999 in einem Interview mit der Zeitschrift „New Scientist“ genannt. Die Zahl wurde 2005 in einen WWF-Bericht aufgenommen und hat auf diesem Wege Eingang in den IPCC-Sachstandsbericht gefunden. </p>
<p class="bodytext">Der verantwortliche Autor des betreffenden Abschnitts des IPCC-Berichtes, der indische Glaziologe Murari Lal, äußerte nach Bekanntwerden des Fehlers gegenüber der Zeitschrift „New Scientist“, dass er es „absolut zurückweise“, dass der IPCC im Blick auf die Angaben zum Himalaja nicht die Richtlinien eingehalten habe: „Die IPCC-Autoren haben exakt das getan, was von ihnen erwartet wurde.“ Er fügte hinzu: „Der Fehler, wenn es einen gab, lag ausschließlich in Dr. Hasnains Aussage, und nicht bei den IPCC-Autoren.“ Hasnain wies dies umgehend zurück. Er betonte, dass er die Behauptung nie wiederholt und in keinen einzigen wissenschaftlichen Aufsatz aufgenommen habe. Im Nachhinein bezeichnet er die Jahresangabe als „spekulativ“.</p>
<p class="bodytext">IPCC hat inzwischen den Fehler eingeräumt und sich für die falsche Zahl entschuldigt. Manche Kritiker fordern nun aber, dass sich der indische IPCC-Vorsitzende Rajendra Pachauri persönlich dafür entschuldigen müsse, dass das internationale Gremium unter seiner Leitung die falsche Zahl in den Bericht aufgenommen habe. Das lehnt Pachauri ab. In einem Interview mit der britischen Tageszeitung „Gaurdian“ erklärte er: „Sie können nicht von mir erwarten, für jedes Wort in einem 3000 Seiten langen Bericht persönlich verantwortlich zu sein.“ </p>
<p class="bodytext">Eine persönliche Entschuldigung halte er für heuchlerisch und populistisch. Pachauri ist in der Vergangenheit häufig heftig von den so genannten „Klima-Skeptikern“ sowie Lobbyisten angegriffen worden. Die Berichte über die falsche Zahl sind auf den Websites von „Klima-Skeptikern“ ausführlich wiedergegeben worden.</p>
<h2><strong>Viele Beteiligte an der IPCC-Arbeit</strong></h2>
<p class="bodytext">IPCC ist eine zwischenstaatliche Einrichtung, die mit Unterstützung des UN-Umweltprogramms UNEP und der Weltorganisation für Meteorologie WMO tätig ist. IPCC führt keine eigene Klimaforschung durch, sondern wertet den Stand der wissenschaftlichen Klimaforschung aus, bewertet Forschungsberichte und Aufsätze (auch die „graue Literatur“ zu Klimafragen) und erarbeitet daraus umfangreiche Sachstandsberichte. Der vierte Sachstandsbericht erschien 2007. An diesem Bericht arbeiten mehr als 450 so genannte „Lead Authors“ sowie mehr als 800 „Contributing Authors“ aus insgesamt 130 Ländern mit. Sie arbeiten ehrenamtlich, und es werden ihnen lediglich die Reisekosten erstattet. </p>
<p class="bodytext">Studien und Beiträge, deren Ergebnisse in die IPCC-Berichte einfließen, werden vorher kritisch bewertet. Die einzelnen Abschnitte des Berichtes werden dann von jeweils mehreren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gegengelesen und die Fakten und Bewertungen überprüft. Die Berichtsentwürfe werden anschließend zur Überprüfung und Kommentierung an zahlreiche Fachleute gesandt. Zum letzten IPCC-Berichtsentwurf gingen 90.000 Kommentare von mehr als 2.600 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ein.</p>
<p class="bodytext">Aus den umfangreichen wissenschaftlichen Berichten werden „Summeries for Policy Makers“ (Zusammenfassungen für politische Entscheidungsträgerinnen und -träger) erarbeitet, in denen die wichtigsten Daten und Trends zusammengefasst werden. Erfahrungsgemäß versuchen verschiedene Regierungen – zum Teil massiv – auf die Zusammenfassungen Einfluss zu nehmen, weil diese und nicht die umfangreichen detaillierten Berichte zur Grundlage für die weitere internationale Klimadebatte werden. </p>
<h2><strong>Hauptstreitpunkte in einem komplexen Konflikt</strong></h2>
<p class="bodytext">Ein Streitpunkt im aktuellen Fall ist, wer zu welchem Zeitpunkt gewusst hat, dass die falsche Zahl im Bericht steht. Nach Angaben des „Tagesspiegel“ vom 1.2.2010 hat der österreichische Glaziologe Georg Kaser den Fehler kurz vor der Drucklegung des Berichts entdeckt und gemeldet. Die falsche Zahl sei aber nicht korrigiert worden. Die britische „Times“ berichtete, Pachauri habe schon vor der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen von der falschen Zahl gewusst, diese aber nicht öffentlich korrigiert, um kurz vor den entscheidenden Klimaverhandlungen ein solches peinliches Eingeständnis zu vermeiden. Im November 2009 äußerte der indische Forscher Vijay Kumar in der angesehenen Fachzeitschrift „Science“ Zweifel an der Behauptung, die Gletscher des Himalaja würden bis 2035 verschwinden. </p>
<p class="bodytext">Eine Rolle spielen in den gegenwärtigen Auseinandersetzungen erneut die im letzten Jahr gestohlenen und veröffentlichten E-Mails britischer Klimaforscher, die am letzten IPCC-Bericht beteiligt waren. In den E-Mails tauschten sich diese Wissenschaftler darüber aus, wie der Einfluss von Wissenschaftlern zurückgedrängt werden kann, die als „Klimaskeptiker“ die Verursachung des Klimawandels durch die Menschen leugnen oder als gering einschätzen. </p>
<p class="bodytext">In den letzten Tagen berichteten Medien über vermeintliche oder tatsächliche weitere Fehler im letzten IPCC-Bericht, u.a. hinsichtlich der Klimazusammenhänge in der Amazonasregion, dem Zusammenhang von Klimawandel und Naturkatastrophen und der Verlässlichkeit von Klimamodellen. Außerdem wird die Verwendung von „grauer Literatur“ hinterfragt. Ob diese Kritik berechtigt ist oder nicht, bleibt umstritten. Für die einen belegt diese Kritik die Vorbehalte gegenüber der Zuverlässigkeit der IPCC-Berichte, während andere in den nun nachgeschobenen Vorwürfen ein Anzeichen dafür sehen, dass gegenwärtig eine gezielte Kampagne gegen den IPCC und seine für manche unbequemen Berichte stattfindet. </p>
<p class="bodytext">Die Debatte wird dadurch kompliziert, dass das indische „Institut für Energie und Ressourcen“ (Teri), das von Pachauri geleitet wird, Mitte Januar 2009 einen Auftrag für die Gletscherforschung im Himalaja in Höhe von einer halben Million Dollar aus den USA und der EU erhielt. Es bestand also, so die Gegner Pachauris, ein Interesse des Institutsdirektors daran, die falsche Angabe nicht vor Vertragsabschluss bekannt werden zu lassen. Jegliche Interessenkollision wird von Pachauri vehement bestritten. Dass Syed Hasnain, also der Wissenschaftler, der die Zahl 2035 für das Verschwinden der Himalaja-Gletscher ursprünglich verbreitet hatte, nun als Gletscherexperte in dem von Pachauri geleiteten Institut arbeitet, erscheint nicht geeignet, neues Vertrauen zu schaffen.</p>
<h2><strong>Kontroversen in Indien </strong></h2>
<p class="bodytext">Der Konflikt hat also auch eine innerindische Dimension. Dafür ein weiteres Beispiel: Pachauri hat sich in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ (erschienen am 29.1.2010) kritisch über die indische Gletscherforschung geäußert: „Unsere Aufgabe ist es doch, in unseren Berichten die wissenschaftlichen Daten aus den besten Quellen zu bewerten. Aber sehen Sie sich doch den Umfang der Gletscherforschung in meinem Land an. Das ist erbärmlich.“ </p>
<p class="bodytext">Solche Kritik ist Teil einer schon seit einiger Zeit geführten Auseinandersetzung zwischen Pachauri und dem indischen Umweltminister Jairam Ramesh. Die indische Regierung hatte 2007 erfolgreich dagegen protestiert, dass in die Zusammenfassung des Sachstandsberichts aufgenommen wurde, dass die Gletscher des Himalaja schneller schmelzen würden als andere Gletscher auf der Welt. Auch die Zahl 2035 wurde auf indischen Druck aus der Zusammenfassung getilgt.</p>
<p class="bodytext">Im November 2009 veröffentliche Umweltminister Ramesh einen Forschungsbericht des indischen Glaziologen Vijay Raina, in dem Zweifel am Schrumpfen der Himalaja-Gletscher als Folge des Klimawandels angemeldet werden. Bei der Präsentation des Berichtes äußerte der Umweltminister laut britischem „Guardian“ (9.11.2009): „Es gibt keine abschließenden wissenschaftlichen Beweise für eine Verbindung zwischen globaler Erwärmung und dem, was in den Gletschern des Himalajas passiert.“ Der Minister fügte laut indischen Presseberichten hinzu, dass sich zwar einige Gletscher zurückziehen würden, aber dies sei nicht „historisch alarmierend“. </p>
<p class="bodytext">Umgehend reagierte Pachauri mit der Stellungnahme: „Wir haben eine sehr klare Vorstellung von dem, was vor sich geht. Ich weiß nicht, warum der Minister diese substanzlose Forschung unterstützt. Es ist eine extrem arrogante Erklärung.“ An anderer Stelle sprach Pachauri im Blick auf den Bericht des Umweltministeriums von „Vodoo Wissenschaft“. </p>
<p class="bodytext">So kam es nicht vollkommen überraschend, dass der indische Umweltminister Ramesh die internationale IPCC-Kritik nutzte, um Pachauri seinerseits anzugreifen. Der Minister erklärte am 4. Februar: „Wir können nicht nur von IPCC abhängig sein.“ Im indischen Fernsehen äußerte er sich so zur IPCC-Arbeit: „Es gab Patzer bei den Gletschern, es gab Patzer beim Amazonas, es gab Patzer bei den Schneekappen mancher Berge, aber das IPCC ist ein verantwortungsbewusstes Gremium.“ Als Unterstützung des indischen IPCC-Vorsitzenden war diese Erklärung nicht anzusehen. </p>
<p class="bodytext">Bei dieser Gelegenheit kündigte der Minister die Gründung eines indischen Klimarats im Stil des IPCC an. In diesem Zusammenhang soll ein indisches Institut für Gletscherforschung am Himalaja gegründet werden. Da Pachauris Institut wie erwähnt gerade ein Forschungsprojekt zu den Gletschern im Himalaja begonnen hat, sind weitere innerindische Konflikte zu erwarten. </p>
<p class="bodytext">Am folgenden Tag bekam Pachauri dann doch noch Unterstützung aus seiner Heimat. Der indische Premierminister Mammohan Singh meldete sich zu Wort und erklärte: „Lassen Sie mich erneut bekräftigen, dass Indien volles Vertrauen in den IPCC-Prozess und seine Führung hat und dies auf jede Weise unterstützen wird.“ Danach äußerte sich der indische Umweltminister erneut und betonte, dass die indische Regierung Pachauri „voll und ganz“ unterstütze. </p>
<p class="bodytext">Neuen Konfliktstoff liefert allerdings die Ankündigung des indischen Umweltministers, man werde den IPCC-Vorsitzenden Pachauri bei den kommenden IPCC-Treffen von einem „Beobachter“ begleiten lassen, der an dem Prozess der Erarbeitung der IPCC-Berichte mitwirken soll. Die indische Regierung werde hierfür Fachleute auswählen. Als erster Fachmann wurde ein Berater des indischen Umweltministeriums benannt. Umweltminister Ramesh betonte, die IPCC-Regeln ließen es zu, dass der Vorsitzende von einem Wissenschaftler oder einer Wissenschaftlerin aus seinem Heimatland begleitet werde. Er fügte laut der indischen Tageszeitung „The Telegraph“ vom 5. Februar 2010 hinzu: „Wir senden ihn nicht als Polizisten – er wird beobachten, Netzwerke knüpfen und zu diesem Prozess beitragen.“ </p>
<h2><strong>Kritik aus Deutschland</strong></h2>
<p class="bodytext">In deutschen Zeitungen wurde auffällig häufig Hans von Storch als einziger namentlich genannter Kritiker von Pachauri zitiert. Von Storch ist Leiter des Instituts für Klimaforschung des Forschungszentrums GKSS in Geesthacht bei Hamburg. Gemeinsam mit zwei Wissenschaftlern aus dem angelsächsischen Raum fordert er in einer „Petition“ den Rücktritt Pachauris und das u.a. mit diesen Worten: „Er hat nicht verstanden, dass man sich als wissenschaftlicher Berater aus dem politischen Prozess, den man berät, heraushalten sollte.“ </p>
<p class="bodytext">Die massive Kritik an Pachauri wird von bekannten deutschen Klimaforschern wie Peter Lemke (Alfred-Wegener-Institut) und Stefan Rahmstorf (Potsdamer Institut für Klimafolgeforschung) so nicht geteilt. Rahmstorf betonte, es könnten immer Fehler passieren, die bei der Begutachtung übersehen würden. Er ging deutlich auf Distanz zu von Storch: „Von Storch ist seit Jahren dafür bekannt, dass er gern in den Medien ist und politische Forderungen stellt.“ </p>
<p class="bodytext">Rahmstorfs weitere Aussagen werden im „Tagesspiegel“ so wiedergegeben: „Die Fachkollegen würden das nicht so ernst nehmen. Er habe von keinem gehört, die die Forderung (nach dem Rücktritt Pachauris) unterstütze.“ Rahmstorf fügte hinzu: „In der Öffentlichkeit entsteht dadurch aber ein verzerrtes Bild.“ Von Storch selbst musste im Blick auf die Petition mit der Rücktrittsforderung einräumen: „Offiziell haben wir vorerst keine weiteren Unterstützer gefunden.“ Er habe aber mit diversen internationalen Leitautoren der Arbeitsgruppe I des IPCC gesprochen und keiner habe Vertrauen in Pachauri geäußert. </p>
<p class="bodytext">In einem Beitrag im Deutschlandradio am 1. Februar wurde von Storch als „ausgewiesener Kritiker des IPCC“ bezeichnet – wobei in dem Beitrag zum Ausdruck kam, dass der Wissenschaftler die Auffassung vertrete, dass die Fehlerdiskussion nicht an der Tatsache verändere, dass sich das Klima unter menschlichem Einfluss erwärme.</p>
<p class="bodytext">Beunruhigen kann ein Kommentar von Jürgen König, den die „Zeit“ am 1. Februar ins Internet stellte. Darin wird eine ausgesprochen negativ gefärbte Zusammenfassung der Kritik am IPCC und seinem Vorsitzenden gegeben. Es heißt in dem Kommentar dann: „Auch Europas Politiker dürften dankbar die Chance ergreifen, Abschied von einer Klimapolitik nehmen zu können, die Unmögliches verlangt und die Bürger gegen sich aufbringt. Sie werden das umso leichteren Herzens tun, je mehr sich zeigt, dass die Befürchtungen über die Folgen wärmerer Temperaturen von einer Wissenschaftsbürokratie übertrieben wurden, in der sich ‚group think’ und grüner Aktivismus eingenistet haben.“ Am Ende seines Kommentars schreibt König, „dass sich das politische Klima ändert“. </p>
<p class="bodytext">Dass in dem Beitrag auf kein einziges Forschungsergebnis eingegangen wird, das die Dramatik des Klimawandels und seine Folgen belegt, erweckt den Eindruck einer einseitigen Darstellungsweise. Die Überschrift des Beitrags lautet „Auch das politische Klima muss sich ändern“. Es wird in dem Kommentar nicht ausgeführt, worin das „Unmögliche“ besteht, das in der bisherigen Klimapolitik gefordert wird, und unklar bleibt auch, in welcher Weise diese Klimapolitik die Bürger gegen sich aufgebracht haben soll. Bekanntlich haben sich Bundeskanzlerin und Bundesumweltminister bei der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen für ambitionierte Klimaziele eingesetzt und können sich dabei auf eine breite Unterstützung in der Bevölkerung stützen. </p>
<h2><strong>Umgang mit der Kritik</strong></h2>
<p class="bodytext">Am 20. Januar 2010 gab IPCC eine knappe Presseerklärung zum Schmelzen der Himalaja-Gletscher ab. Darin wird eingeräumt, dass es dem IPCC kürzlich bekannt wurde, dass die Schätzung über das Schrumpfen der Himalaja-Gletscher und ihr Verschwinden „unzureichend belegt“ seien. Bei der Formulierung des Absatzes seien die klaren und bewährten wissenschaftlichen Standards nicht angemessenen angewendet worden. Der Vorsitzende, die Vizevorsitzenden und die Ko-Vorsitzenden des IPCC „bedauern die unzureichende Anwendung der bewährten IPCC-Prozeduren in diesem Fall“. </p>
<p class="bodytext">IPCC-Vorsitzender Pachauri antwortete Ende Januar in einem Interview der Zeitschrift „Science“ auf die Frage, ob das IPCC-Renommé in Gefahr sei: „Ich glaube, die Glaubwürdigkeit des IPCC kann nicht beschädigt werden. Wenn es ihn nicht gäbe, warum soll sich dann jemand Sorgen über den Klimawandel machen?“ So einfach ist die Situation tatsächlich vermutlich nicht. Bei aller Anerkennung der Verdienste des IPCC um die Sensibilisierung für den Klimawandel und die Aufbereitung und Vermittlung von Fakten und Entwicklungen zum Klimawandel kann ein Expertengremium dennoch seine Glaubwürdigkeit ganz oder teilweise verlieren. </p>
<p class="bodytext">In einem Interview mit dem britischen „Guardian“ erklärte Pachauri zum Gletscher-Fehler: „Dafür haben wir teuer bezahlt, keine Frage.“ Stringent erscheint eine solche öffentliche Darstellung nicht und spielt den IPCC-Gegnern zweifellos in die Hände. Angesichts von Rücktrittsforderungen erklärte Pachauri dem britischen Sender BBC: „I am not going to stand down, I am going to stand up.“ (Ich werde nicht abtreten, ich werde aufstehen.)</p>
<p class="bodytext">Die Unterstützung durch die UN für IPCC und den heftig kritisierten Vorsitzenden Pachauri kam spät und zeichnete sich nicht durch besonderes Geschick aus. Der UNFCC-Exekutivdirektor Yvo de Boer betonte Anfang Februar, dass die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die in den IPCC-Bericht eingegangen sind, „robust“ seien und dass der Bericht den Ländern im Kampf gegen den Klimawandel helfe. Er stellte sich mit dieser Bemerkung hinter Pachauri: „Hohe Bäume bekommen viel Wind ab, und Dr. Pachauri ist ein hoher Baum.“ Die Bemerkung wurde von vielen Medien veröffentlicht, es fragt sich aber, ob sie besonders gut formuliert war, um dem IPCC-Vorsitzenden den Rücken zu stärken. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;De Boer führte außerdem an, dass viele Unternehmen besorgt seien, was der globale Kampf zum Stopp des Klimawandels für ihre Gewinne bedeuten würde: „Weil immer mehr auf dem Spiel steht und Regierungen ernsthafter vorgehen, werden Unternehmen, die sich durch ein ambitioniertes Handeln im Kampf gegen den Klimawandel bedroht fühlen, immer beunruhigter.“</p>
<h2><strong>IPCC bleibt unentbehrlich</strong></h2>
<p class="bodytext">Das eigentliche Problem liegt vielleicht in dem ungeschickten Agieren von IPCC und seines Vorsitzenden. Wenn die Zahl 2035 gleich nachdem IPCC den Fehler erkannte, öffentlich korrigiert worden wäre, verbunden mit einer Erklärung, wie es zu dem Fehler kam, und einer Entschuldigung, wäre der Schaden minimal gewesen. Abgesehen von einigen nicht lernfähigen „Klimakritikern“ hätten alle akzeptiert, dass bei der Aufbereitung von vielen Zehntausend Daten und Analysen ein Fehler passieren kann. </p>
<p class="bodytext">IPCC hat in den letzten Jahren unverzichtbare Arbeit geleistet, die 2007 mit dem Friedensnobelpreis geehrt wurde. Gegenwärtig bereitet IPCC den nächsten umfangreichen Sachstandsbericht vor und kann dies mit Selbstbewusstsein tun. Es muss aber gelingen, aus dem Fehler zu lernen und außerdem die innerindischen Konflikte so weit wie möglich aus der IPCC-Arbeit herauszuhalten. (Frank Kürschner-Pelkmann)</p>
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<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Vereinte Nationen &amp; int. Organisationen</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 22:15:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Recycling stoppt Treibhausgase</title>
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			<description>Die Belastung des Klimas durch abfallwirtschaftliche Maßnahmen betrug in Deutschland 1990 rund 38 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Bis zum Jahr 2006 hat sich dies in eine Entlastung von etwa 18 Millionen Tonnen gewandelt. Somit konnten, insbesondere durch den Ausstieg aus der Deponierung...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><img alt="Foto: Umweltbundesamt" title="Foto: Umweltbundesamt" class="layout-2" src="fileadmin/user_upload/BILDER/Klimawandel/Muelldeponie.jpg" style="width: 200px; height: 140px;" />Die Belastung des Klimas durch abfallwirtschaftliche Maßnahmen betrug in Deutschland 1990 rund 38 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Bis zum Jahr 2006 hat sich dies in eine Entlastung von etwa 18 Millionen Tonnen gewandelt. Somit konnten, insbesondere durch den Ausstieg aus der Deponierung unbehandelter Siedlungsabfälle, die Emissionen klimaschädlicher Gase durch die Abfallwirtschaft um insgesamt rund 56 Millionen Tonnen gesenkt werden. Das entspricht dem jährlichen CO2-Ausstoß von 7,7 Millionen PKW, fast 20 Prozent der in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge.</p>
<p class="bodytext">Das sind einige Ergebnisse der gemeinsam beauftragten Studie „Klimaschutzpotenziale der Abfallwirtschaft“, die der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e.V. (BDE), Peter Kurth und der Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), Jochen Flasbarth in Berlin vorstellten. Die Studie bilanziert die Klimaschutz-Leistungen der Abfallwirtschaft seit 1990 und zeigt weitere mögliche Potenziale in Deutschland und der EU 27 bis 2020 auf.</p>
<p class="bodytext">Bis zum Jahr 2020 ist gegenüber 2006 ein weiteres CO<sub>2</sub>-Einsparpotenzial von zusätzlich fast zehn Millionen Tonnen CO<sub>2</sub>-Äquivalente möglich, insbesondere durch erhöhte Wertstofferfassung und&nbsp; verbessertes Recycling sowie eine effizientere energetische Nutzung von Siedlungsabfällen und Altholz. Die Studie zeigt, dass die Abfallwirtschaft mit rund 14 Prozent zur Erfüllung der von Deutschland geplanten CO<sub>2</sub>-Minderung bis 2020 beitragen kann, falls die dazu aufgezeigten Maßnahmen verwirklicht werden. Deutschland ist durch das Beenden der Ablagerung unbehandelter Abfälle bereits weit vorangekommen. </p>
<p class="bodytext">Anders als in Deutschland spielt in vielen EU-Staaten die Deponierung unbehandelter Abfälle bis heute eine erhebliche Rolle. Das in Deponien entstehende Methan belastet das Klima. Auch die Potenziale zur Treibhausgasminimierung durch Recycling und thermische Verwertung werden vielfach nicht ausgeschöpft. </p>
<p class="bodytext">UBA-Präsident Jochen Flasbarth hob in diesem Zusammenhang hervor, dass es nach den enttäuschenden Ergebnissen der Klimakonferenz in Kopenhagen jetzt besonders wichtig sei, mit positiven Beispielen zu zeigen, dass anspruchsvolle Klimaziele erreichbar sind: „Die deutsche Entsorgungswirtschaft geht dabei erfolgreich voran und kann Know-how und erprobte Techniken zur Verfügung stellen. Sie kann so beim Export von Umweltgütern und -dienstleistungen ihre internationale Spitzenstellung behaupten. Hohe Umweltschutzstandards haben diesen Erfolg herausgefordert und beflügelt“. (Pressemitteilung des Umweltbundesamtes)</p>
<p class="bodytext">Eine Zusammenfassung der Studie ist <a href="http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien/mysql_medien.php?anfrage=Kennummer&amp;Suchwort=3893" target="_blank" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/htmlarea/plugins/TYPO3Browsers/img/external_link_new_window.gif" alt="" />hier</a> verfügbar. </p>]]></content:encoded>
			<category>Aktiv werden</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 15:03:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Staaten geben Klimaziele bis 2020 bekannt</title>
			<link>http://www.klimawandel-bekaempfen.de/index.php?id=klimawandel-news-rss&#38;no_cache=1&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=329&#38;cHash=28c677be01</link>
			<description>55 Länder haben in Briefen an die Vereinten Nationen angekündigt, welche Klimaschutzziele sie bis 2020 erreichen wollen. Die angekündigten Emissionsreduzierungen reichen allerdings nicht aus, um die erforderliche Begrenzung der Erderwärmung um zwei Grad zu erreichen. </description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><img alt="Yvo de Boer, Foto: UN" title="Yvo de Boer, Foto: UN" class="layout-2" src="fileadmin/user_upload/BILDER/Klimawandel/IvoDeBoer.jpg" style="width: 200px; height: 140px;" />Wie in Kopenhagen verabredet, haben 55 Länder der UN fristgerecht bis Ende Januar den Vereinten Nationen verpflichtende nationale Klimaziele mitgeteilt. Die Staaten seien für 78 Prozent des weltweiten Ausstoßes an Treibhausgasen verantwortlich, sagte der Exekutivdirektor der UN-Klimakonvention UNFCCC, Yvo de Boer, am 1. Februar in Oslo. Demnach haben auch die beiden größten Verursacher von klimaschädlichen Emissionen, China und die USA, ihre Pläne vorgelegt. „Das ist eine wichtige Stärkung der Klimaverhandlungen“, betonte de Boer. Auch kleinere Staaten wie die Philippinen und Mali schickten ihre Zielvorgaben und stellten sich hinter den Minimalkonsens von Kopenhagen, die weltweite Erderwärmung auf maximal zwei Grad Celsius zu begrenzen. Yvo de Boer fügte hinzu, dass weitere große Anstrengungen erforderlich seien, um den Herausforderungen zu begegnen.</p>
<p class="bodytext">Die angekündigten Ziele reichen im Kampf gegen den Klimawandel vermutlich nicht aus. Der Berater von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon in Klimafragen, Janos Pasztor, erklärte am 1. Februar, mit den bisher gemachten Zusagen dürfte es „ziemlich schwierig“ werden, den Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur auf zwei Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen.</p>
<p class="bodytext">Unter anderem haben China, Indien, Brasilien, Südafrika die USA und die 27 Mitglieder zählende EU, wie im Dezember am Klimagipfel in Kopenhagen beschlossen, Briefe mit ihren Zusagen an die Vereinten Nationen gesandt. In den nächsten Tagen würden noch mehr solcher Briefe erwartet, sagte Pasztor. Die Ziele sind zunächst noch unverbindlich, sie sollen aber im Laufe des Jahres zum Bestandteil eines verbindlichen Abkommens zum Kampf gegen den Klimawandel werden.</p>
<h2><strong><span>Unterschiedliche Signale </span></strong></h2>
<p class="bodytext">China hat keine absoluten Kürzungen beim Schadstoffausstoß zugesagt, will aber das Wachstum seiner Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um bis zu 45 Prozent im Verhältnis zu 2005 eindämmen. Indien will die Emissionen, die pro Produktionseinheit entstehen, im gleichen Zeitraum um 20 bis 25% vermindern. Südkorea hat für diese Zeit eine Reduzierung der Emissionen um 30% angekündigt. Die Regierung des Landes will jährlich 2% seines Bruttoinlandsproduktes für „grüne Wachstumsprogramme“ einzusetzen, darunter die kohlendioxidarme Energieproduktion, neue Transportsysteme und energieeffizientere Bauten.</p>
<p class="bodytext">Für die USA hat Präsident Barack Obama zugesagt, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 17 Prozent unter das Niveau von 2005 zu senken. Wie China und Indien gehen die USA auch weiterhin nicht Basis-Niveau von 1990 verzichteten. Die zugesagte US-Reduktion von 17 Prozent gegenüber 2005 entspricht lediglich vier Prozent im Vergleich zu 1990. </p>
<p class="bodytext">Der Nachbarstaat Kanada schwächt seine Klimaziele ab und orientiert sich dabei an den USA. Die Regierung verpflichtete sich in einem Schreiben an die Vereinten Nationen, den Schadstoffausstoß bis 2020 um 17 Prozent unter das Niveau von 2005 zu senken. Früher waren Reduzierungen von 20 Prozent angekündigt worden. Umweltschützer werfen Kanada eine beklagenswerte Klimabilanz vor und fordern größere Anstrengungen. Auch einzelne andere Länder sind hinter ihren Ankündigungen vor der UN-Klimakonferenz im letzten Dezember in Kopenhagen zurückgeblieben.</p>
<p class="bodytext">Die EU sagte zu, ihren Ausstoß bis 2020 um 20 Prozent unter das Niveau von 1990 zu reduzieren. Die EU hatte in Kopenhagen in Aussicht gestellt, den Ausstoß um 30% zu senken, wenn andere Industriestaaten vergleichbar hohe Reduzierungen zusagen würden. Japan hat eine Reduzierung der Emissionen von 25% bis 2020 (im Vergleich zu 1990) angekündigt.</p>
<h2><strong><span>Bisherige Zusagen unzureichend</span></strong></h2>
<p class="bodytext">Klimaschützer kritisierten, dass die meisten der Industrieländer mit ihren Zusagen weit hinter dem zurückblieben, was für das Zwei-Grad-Ziel erforderlich sei. Dagegen lobten sie die relativ strikten Vorgaben von Schwellenländern wie Brasilien und Mexiko. Der Chef des Umweltausschusses im Europäischen Parlament, Jo Leinen, warnte, dass die vorliegenden Angebote zu einem globalen Temperaturanstieg von 3,5 Grad Celsius führen würden, mit entsprechend schwerwiegenden Folgen für Mensch und Natur. Bis zum Klimagipfel in Mexiko Ende des Jahres müsse es erhebliche Verbesserungen geben. Die EU etwa müsse eine Reduzierung ihrer Emissionen um 30 Prozent beschließen, um die Führungsrolle beim Klimaschutz wiederzugewinnen.</p>
<p class="bodytext">Auf der Basis der Länderziele sollen nun die Verhandlungen für ein neues Klima-Abkommen unter dem Dach der UN weitergeführt werden. Eine Zwischenkonferenz ist im Frühjahr in Bonn geplant (31. Mai bis 11. Juni). In Mexiko soll dann endgültig eine rechtsverbindliche Übereinkunft über den weiteren globalen Klimaschutz erzielt werden, die in Kopenhagen wegen zu großer Differenzen noch nicht zustande gekommen war.</p>
<h2><strong><span>Deutschland hat Klimaschutzziele erreicht</span></strong></h2>
<p class="bodytext">Deutschland hat 2008 sein Klimaschutzziel gemäß Kyoto-Protokoll erfüllt. Die Treibhausgasemissionen sind 2008 gegenüber dem Jahr 1990 um 22,2 Prozent zurückgegangen. Das entspricht einem Rückgang von nahezu 280 Millionen Tonnen Treibhausgasen Dies geht aus dem vom Umweltbundesamt (UBA) erstellten Nationalen Inventarbericht 2010 hervor, den das Bundesumweltministerium und das UBA veröffentlicht haben. Nach dem Kyoto-Protokoll hat sich Deutschland verpflichtet, seine Treibhausgasemissionen im Zeitraum 2008-2012 um 21 Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken. Gegenüber dem Vorjahr 2007 veränderten sich die Emissionen nur geringfügig: Einen leichten Zuwachs von 0,5 Millionen Tonnen gab es im Wesentlichen im Landwirtschaftsbereich. </p>
<p class="bodytext">Bundesumweltminister Röttgen erklärte: &quot;Die wiederholte Erreichung der Kyoto-Verpflichtung ist ein gutes Signal. Dennoch dürfen wir uns nicht zu früh freuen, denn unsere mittelfristigen Klimaschutzziele haben wir noch längst nicht erreicht. Wir wollen eine Reduzierung der Treibhausgase um 40 Prozent bis zum Jahr 2020 unter 1990. Uns fehlt noch knapp die Hälfte des Weges, den wir in den nächsten zehn Jahren schaffen müssen. Ich bin jedoch fest davon überzeugt, dass unsere bisherige Minderungsstrategie - die Steigerung der Energieeffizienz und der Ausbau der erneuerbaren Energien - zum Erfolg führen wird.&quot; (Frank Kürschner-Pelkmann)</p>]]></content:encoded>
			<category>Vereinte Nationen &amp; int. Organisationen</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 11:12:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Kopenhagen-Vereinbarung in deutscher Übersetzung</title>
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			<description>Das Bundesumweltministerium hat eine inoffizielle Übersetzung der „Kopenhagen-Vereinbarung“ vom 18. Dezember 2009 veröffentlicht. Die Vereinbarung war am Ende der UN-Klimakonferenz von den Delegationen von über 190 Ländern zur Kenntnis genommen, aber nicht formell verabschiedet worden. Die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><img alt="Logo der UN-Klimakonferenz" title="Logo der UN-Klimakonferenz" class="layout-2" src="fileadmin/user_upload/BILDER/Klimawandel/cop15_logo_img.gif" style="padding: 3px; width: 96px; height: 120px; float: left;" />Das Bundesumweltministerium hat eine inoffizielle Übersetzung der „Kopenhagen-Vereinbarung“ vom 18. Dezember 2009 veröffentlicht. Die Vereinbarung war am Ende der UN-Klimakonferenz von den Delegationen von über 190 Ländern zur Kenntnis genommen, aber nicht formell verabschiedet worden. Die Vereinbarung bildet die Grundlage für die weiteren internationalen Klimaverhandlungen, die in diesem Jahr stattfinden werden. Die vorläufige deutsche Übersetzung finden Sie <a href="http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/copenhagen_accord_bf.pdf" target="_blank" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/htmlarea/plugins/TYPO3Browsers/img/external_link_new_window.gif" alt="" />hier</a>, die vorläufige englische Fassung <a href="http://unfccc.int/files/meetings/cop_15/application/pdf/cop15_cph_auv.pdf" target="_blank" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/htmlarea/plugins/TYPO3Browsers/img/external_link_new_window.gif" alt="" />hier</a>.</p>
<p class="bodytext">In der Januar-Ausgabe der Zeitschrift „Umwelt“ des Umweltbundesministeriums ist eine ausführliche Analyse des Verlaufs und der Ergebnisse der UN-Klimakonferenz erschienen. Die Konferenz wird u.a. so bewertet:</p>
<p class="bodytext">„Auch wenn der Kompromiss in Kopenhagen nur einen Minimalkonsens abbildet, wäre es falsch gewesen, den Verhandlungstisch zu verlassen. Die EU sowie Deutschland können die Klimakrise nicht allein lösen. Auch über die Klimapolitik hinaus wäre ein Aufkündigen des erreichten Konsenses durch die Europäische Union der falsche Weg gewesen. Die internationale Klimapolitik ist die Nagelprobe dafür, wie die künftige Weltordnung aussieht und welche Rolle die Europäische Union in ihr spielen kann. Ohne die USA und China lassen sich weder die Klimakrise noch die anderen zentralen Herausforderungen unserer Zeit lösen. Unilateralismus kann für die Europäische Union nicht die Konsequenz aus den Schwierigkeiten und Beschränkungen des Multilateralismus sein.“</p>
<p class="bodytext">Der Beitrag kann <a href="http://www.bmu.de/15_klimakonferenz/doc/45429.php" target="_blank" class="external-link-new-window" ><img src="typo3/sysext/rtehtmlarea/htmlarea/plugins/TYPO3Browsers/img/external_link_new_window.gif" alt="" />hier</a> online gelesen werden. (FKP)</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Vereinte Nationen &amp; int. Organisationen</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 20:09:00 +0100</pubDate>
			
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