Der Klimawandel wird in den nächsten Jahrzehnten drastisch zunehmen, während das Wirtschaftswachstum wesentlich geringer ausfallen wird als in der Vergangenheit. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht des „Club of Rome“ unter dem Titel „2052 – eine globale Vorausschau für die nächsten vierzig Jahre“. Die ganz Armen auf der Welt werden auch in vier Jahrzehnten arm sein, lautet eine der Vorhersagen – und sie werden besonders stark vom Klimawandel betroffen.
Ohne lokale Initiativen kann der Klimawandel nicht wirksam bekämpft werden, davon ist Elinor Ostrom überzeugt, die Politische Wissenschaften an der Indiana University unterrichtet. 2009 wurde sie für ihre Arbeiten zum verantwortungsvollen Umgang mit den gemeinsamen Gütern der Menschheit mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet. Sie sprach kürzlich mit IRIN, der Nachrichtenagentur der Vereinten Nationen zu humanitären Themen, über „Polyzentrismus“, Rio+20, den Klimawandel, Vertrauen und die Macht lokalen Handelns.
Viele Hoffnungen beim Hamburger ExtremWetterKongress vom 20. bis 23. März 2012 richteten sich auf die UN-Konferenz für nachhaltige Entwicklung Rio+20 in Rio de Janeiro im Juni 2012, wo die Weichen für eine umwelt- und klimaschonende Wirtschaftsweise gestellt werden sollen. Der Kongress war mit über 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern das größte jährliche Treffen in Europa für Wissenschaftler aus Wetter- und Klimaforschung. Der Kongress versteht sich als zentrale Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit.
„Der langfristige Trend zu steigenden Temperaturen ist in Deutschland und weltweit ungebrochen. Kein Land wird von den Folgen des Klimawandels verschont bleiben und kein Land kann diese Herausforderung alleine stemmen.“ Das erklärte der Vizepräsident des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Dr. Paul Becker, auf einer Klima-Pressekonferenz am 3. Mai 2012 in Berlin.
Anfang April 2012 trafen sich etwa 120 Vertreterinnen und Vertreter afrikanischer Regierungen, Nichtregierungsorganisationen, UN-Einrichtungen und weiterer Organisationen in Nairobi, um über ihre Erfahrungen mit Anpassungsprogrammen zu diskutieren. Eingeladen zu diesem Workshop hatte die UN-Initiative CC DARE.
Viele kleine ermutigende Initiativen machen Hoffnung, dass die Menschen in Afrika den drohenden Entwicklungen nicht machtlos gegenüberstehen werden.
Am 31. März werden von 20.30 Uhr bis 21.30 Uhr rund um den Globus die Lichter ausgehen. Während der „Earth Hour“ werden neben unzähligen Privatpersonen viele Tausend Städte symbolisch den Schalter umlegen und ihre bekanntesten Bauwerke in Dunkelheit hüllen, darunter Wahrzeichen wie das Opernhaus in Sydney oder die Tower Bridge in London. In Deutschland, wo die Aktion das Motto „Deine Stunde für unseren Planeten“ trägt, haben mehr als 70 Städte ihre Teilnahme zugesagt.

Bestimmende Faktoren unseres Klimasystems stehen auf der Kippe - diese Grafik zeigt die sogenannten „Kipp-Punkte“auf einen Blick.
Weiter Informationen mit interaktiven Grafiken finden Sie unter
"Klimawandel im Überblick"
Regelmäßig erscheinender E-Mail-Newsletter, der über die aktuellen Entwicklungen im Bereich Vereinte Nationen, die neuesten Artikel unserer Themenportale und Veranstaltungen der DGVN berichtet.
Der Klimawandel ist kein Zukunftsszenario sondern schon Realität. Hier finden Sie das Leitbild dieser Themenseite.